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9.4 Republik als Lebensform
Welche Form Rousseau der Freiheit des Einzelnen in der Republik auch immer politisch gibt, mit seiner Forderung nach Realpräsenz des Gemeinwillens setzt er der Realisierung seines Modells enge Grenzen. "Nachdem ich alles gründlich untersucht habe, sehe ich nic...
9.5 Republikanismus als Kritik der Moderne
Rousseau wendet der Moderne nicht nur als Theoretiker des Staatsrechts den Rücken zu, indem er Repräsentation verbietet und räsonnierende Öffentlichkeit verhindern will. Auch als Gesellschaftstheoretiker erteilt er dem Selbstverständnis der Modernen eine deutl...
9.6 Erzwungene Repräsentation: Der Fall Polen
Die Considerations sur le Gouvernement de Pologne führen Rousseau zu einer moderateren Stellungnahme zur Repräsentation. Sie wird nun, wenn auch ohne jede Begeisterung, in den Dienst des Gemeinwillens gestellt. Es zeigt sich, daß dies jedoch nicht zu einer gru...
Literatur
Bouchilloux, H. (2002): L'origine du mal selon Rousseau: la perversite de la representation?, in: Les Cahiers philosophiques de Strasbourg 13, 225-246. Constant, B. 1980: De la liberte chez les Modernes. Ecrits politiques, hg. v. M. Gauchet, Paris. de Freita...
Rousseau als Interpret der römischen Institutionen
Angesichts der langen Liste von Arbeiten, die dem Gesellschaftsvertrag gewidmet sind, ist man doppelt überrascht: einerseits, wenn man die hohe Anzahl an Publikationen sieht, die dessen jüngere Quellen behandeln, aber seine entfernteren Inspirationen schweigen...
Literatur
Andrivet, P. 1976: Jean-Jacques Rousseau: quelques aspects de son discours politique sur l'antiquite romaine, in: Studies on Voltaire and the Eighteenth Century 151, 131-148. Casini, P. 1979: L'antichita et la ricerca della patria ideale, in: Rousseau secondo...
„Ein rein bürgerliches Glaubensbekenntnis“: Zivilreligion als Vollendung des Politischen?
Am Ende des Gesellschaftsvertrags findet sich ein Kapitel, das auf den ersten Blick wenig mit den vorhergehenden zu verbinden scheint. Überschrieben ist es mit dem Titel Von der bürgerlichen Religion (im folgenden: Zivilreligion); es endet so abrupt, wie es be...
11.1 Das Ausgangsproblem: Der Konflikt zwischen Politik und Religion
Am Anfang seiner Überlegungen steht die Wahrnehmung eines Konfliktes: des Konfliktes zwischen Kirche und Staat, zwischen dem religiösen und dem politischen Bereich. Rousseau erinnert daran, daß das Verhältnis dieser beiden Sphären keineswegs von jeher spannung...
11.5 Religion als Instrument der Manipulation? Religion des Gesetzgebers versus Zivilreligion
Einer gängigen Auffassung zufolge bilden die Ausführungen über die Zivilreligion einen Anschluß an das Kapitel über den Gesetzgeber (CS II 7), in dem bereits von der Rolle der Religion die Rede ist. Denn das sogenannte Genfer Manuskript (die erste Fassung des ...
11.2 Die Typologie von Religionen
Nachdem er die historische Entwicklung des Konfliktes untersucht hat, unternimmt es Rousseau nun zweitens, die Lösungsversuche, die bisher für das Problem des Verhältnisses von Politik und Religion entwickelt wurden, zu behandeln. Die verschiedenen historische...
11.3 Die Voraussetzungen einer Zivilreligion
Welchen Kriterien müßte nach diesem ernüchternden Ergebnis eine Zivilreligion genügen? Es soll zunächst versucht werden, die Anforderungen zu benennen, die Rousseau an eine seinem Gesellschaftsvertrag angemessene Religion stellt, um später die Frage nach deren...
11.4 Der Kompromiß aus Religion des Menschen und Religion des Bürgers
Wie sieht nun die Zivilreligion aus, die Rousseau nach diesen Maßstäben entwirft? Es fällt auf, daß er sich offenbar nicht sonderlich für die metaphysischen Aspekte der von ihm untersuchten Religionstypen interessierte. Seine Forderung, eine Religion müsse wah...
11.6 Die Überwindung der Kluft zwischen Mensch und Bürger unter der Bedingung der Toleranz
Für Hobbes stand fest, daß für die Individuen gar nichts anderes in Frage kommt, als den Naturzustand zu verlassen (vgl. Leviathan XIII und XVII). Die Güterabwägung, ob es dauerhaft mehr Vorteile bringt, die natürliche Freiheit und Unabhängigkeit zu behalten u...
11.7 Schluß: Zivilreligion als Vollendung des Politischen?
Der Versuch, Religion des Bürgers und Religion des Menschen zu einer Zivilreligion zu verschmelzen, die gleichzeitig eine starke Bindung an den Staat schafft und Toleranz verbürgt, ist in dieser Form gescheitert. Die "Gesinnung des Miteinanders" bedeutet Patri...
Literatur
Asal, S. 2007: Der politische Tod Gottes. Von Rousseaus Konzept der Zivilreligion zur Ent-stehung der Politischen Theologie, Dresden. Böckenförde, E.-W. 1976: "Die Entstehung des Staates als Vorgang der Säkularisation", in: ders., Staat, Gesellschaft, Freihei...
Staatsrecht und Völkerrecht bei Jean-Jacques Rousseau Zur Frage der völkerrechtlichen Vollendung des Contrat social
Rousseau hat nie einen Zweifel daran gelassen, daß die im Contrat social vorgelegte Begründung legitimer politischer Herrschaft nicht abgeschlossen ist und als Teil eines weit umfangreicheren, dann jedoch aufgegebenen Buches geplant war (CS III 349).[1] Damit ...
12.1 Bedarf es einer völkerrechtlichen Ergänzung des Contrat social?
Fragt man, inwiefern es aufgrund der Prinzipien von Rousseaus politischer Philosophie notwendig ist, sich mit der Struktur der zwischenstaatlichen Beziehungen zu befassen, so lassen sich zumindest zwei Dimensionen unterscheiden: die eine ergibt sich unmittelba...
12.2 Die Regulierung des internationalen Kriegszustands als Werk von Natur, Geschichte und Politik?
Trotz seiner tiefgreifenden Zivilisationskritik und seines geschichtsphilosophischen Pessimismus scheint Rousseau zuweilen zu hoffen, es könne sich der gesetzlose Zustand zwischen Staaten aufgrund der Entwicklungslogik sei es der Geschichte, sei es des faktisc...
12.3 Vom ,Contrat social‘ zum ,Contrat international‘ ?
Rousseaus Beschäftigung mit Saint-Pierres Projekt einer institutionell garantierten Friedensordnung zwischen Staaten resultiert aus den internen Voraussetzungen seiner politischen Philosophie selbst, sofern das "große Problem der Politik" darin besteht, "das G...
12.4 Die Konföderation kleiner Staaten und die Aporien des Staats- und Völkerrechts bei Rousseau
Wenn nunmehr die Frage der Institutionalisierung der innerstaatlichen Freiheit ins Zentrum der Suche nach den Bedingungen für die Herstellung eines ewigen Friedens zwischen Staaten tritt (vgl. Gerhardt 1995, 30) und es gilt, "den Frieden in der Freiheit" zu su...