Land der Dichter Land der Denker, Land der Ritter und die Kirche lenkt Land der Dichter Land der Denker, Land der Ritter und die Kirche lenkt Eine Liste aller deutschen Dichter und Denker und aller deutschen Nationalhelden in chronologischer Folge. An den Personen und ihren Leistungen kann man sehen, wer die Deutschen sind als Volk – oder wer sie einst waren. Es ist heute unbestritten und weltweit anerkannt, dass seit der Antike kein anderes Volk neben dem deutschen einerseits eine solche Zahl herausragender Persönlichkeiten hervorbrachte und auch kein andere Kultur durch die Leistungen dieser die Welt derart bereichert hat. Daher nennen nicht wenige heute die Deutschen in einem Atemzug mit den Griechen und Römern. Quantitativ und qualitativ Gemessen an ihrer Kultur sind die Deutschen die Erben der alten Römer. Nicht umsonst sprach man noch bis in Deutsche Kaiserreich hinein neben “Deutschem Reich” auch von “Römischem Reich”. Es ist keine Schande sein eigenes Volk und dessen kulturelle Leistungen zu ehren. Besonders, wenn dieses seine Leistungen mehr als oft in den Dienst der Menschheit stellte. Einzig der Neid und die Missgunst, sowie der Hass anderer versagt uns als deutsches Volk dies. Doch der Deutsche ist bescheiden. Er prahlt nicht, er protzt nicht, er stellt sich nicht höher als andere. Die Deutschen sind kein Volk des Krieges. Sie sind ein Volk der Kultur, der Tugend und der Ideale. Diejenigen, die uns und den Völkern der Welt in ihrer egoistischen Machtgier den Unfrieden, den Zwist und den Krieg brachten sind zu verurteilen. “Und es mag am deutschen Wesen, einmal noch die Welt genesen.” I. Land der Dichter und Denker Walther von der Vogelweide (1170-1230) Minnesänger des Mittelalters Johannes Gutenberg (1400-1468) Erfinder des Buchdrucks Albrecht Dürer (1471-1528) Maler, Grafiker, Mathematiker und bedeutender Kunsthistoriker Martin Luther (1483-1546) Theologische Urheber der Reformation; Übersetzer der Bibel ins Deutsche Hans Sachs (1494-1576) Spruchdichter, Meistersinger und Dramatiker Johannes Kepler (1571-1630) Optiker und Physiker Paul Gerhardt (1607-1676) Evangelisch-lutherischer Theologe und bedeutender Kirchenlieddichter Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) Philosoph, Mathematiker, Diplomat, Historiker und politischer Berater der frühen Aufklärung; Vordenker der Aufklärung Maria Sibylla Merian (1647-1717) Naturforscherin und Künstlerin Johann Sebastian Bach (1685-1750) Bedeutender Komponist des Barock Georg Friedrich Händel (1685-1759) Komponist des Barock Johann Balthasar Neumann (1687-1753) Baumeister des Barock Leonhard Euler (1707-1783) Bedeutender Mathematiker und Physiker Immanuel Kant (1724-1804) Bedeutender Philosoph der Aufklärung Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) Dichter der Aufklärung Joseph Haydn (1732-1809) Komponist der Wiener Klassik Christoph Martin Wieland (1733-1813) Dichter, Übersetzer und Herausgeber der Aufklärung; mit “Viergestirn von Weimar” Johann Gottfried von Herder (1744-1803) Dichter, Übersetzer, Theologe sowie Geschichts- und Kultur-Philosoph der Weimarer Klassik; mit “Viergestirn von Weimar” Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) Bedeutendster Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung und der Weltliteratur; Dichter der nationalen Identität der Deutschen; mit “Viergestirn von Weimar” Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Komponist der Wiener Klassik Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759-1805) Bedeutender Dichter, Dramatiker, Lyriker, Philosoph und Historiker; mit “Viergestirn von Weimar” Georg Friedrich Benecke (1762-1844) Philologe der deutschen mittelalterlichen Literatur; Mitbegründer der Germanistik Friedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand von Humboldt (1767-1835) Preußischer Gelehrter und Diplomat, Staatsmann und Mitgründer der Berliner Universität (heute: Humboldt-Universität); Beschäftigung mit Bildungsproblematik, der Staatstheorie, der analytischen Betrachtung von Sprache, Literatur und Kunst sowie aktive politische Mitgestaltung als Reformmotor im Schul- und Universitätswesen; Begründer des “Humboldtschen Bildungsideals” von Universitäten (heute weitgehend durch internationale Praktiken (Bachelor/Master) und wirtschaftliche Anpassung von Universitäten ersetzt) Ernst Moritz Arndt (1769-1860) Schriftsteller, Historiker, Freiheitskämpfer und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung 1849; bedeutendster Lyriker der Befreiungskriege, deutscher Patriot Alexander von Humboldt (1769-1859) Naturforscher und Weltreisender Ludwig van Beethoven (1770-1827) Bedeutender Komponist der Wiener Klassik Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) Philosoph des deutschen Idealismus Johann Carl Friedrich Gauß (1777-1855) Bedeutender Mathematiker, Physiker, Astronom und Geodät Heinrich von Kleist (1777-1811) Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist Bettina von Arnim (1785-1859) Schriftstellerin der Romantik Gebrüder Jacob (1785-1863) und Wilhelm (1786-1859) Grimm Völkerkundler, Märchenerzähler und Mitbegründer der Germanistik Johann Nikolaus von Dreyse (1787-1867) Unternehmer, Konstrukteur und Erfinder des Zündnadelgewehrs, dem Vorläufiger heutiger Gewehre im Funktionsprinzip. Karl Lachmann (1793-1851) Germanistischer Mediävist und Altphilologe sowie Dozent und Professor an der Berliner Universität; seine Methode der historisch-kritischen Edition antiker Texte wurde zum Vorbild für die moderne Textkritik; Mitbegründer der Germanistik Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) Schriftstellerin und Komponistin Franz Schubert (1797-1828) Komponist Heinrich Heine (1797-1856) Bedeutender Dichter, Schriftsteller und Journalist; letzter Dichter der Romantik Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) Hochschullehrer für Germanistik, Sammler und Herausgeber alter Schriften; schrieb das “Lied der Deutschen” Wolfgang Menzel (1798-1873) Literaturkritiker und Schriftsteller im Vormärz; wird der berühmte Satz, von den Dichtern und Denkern zugeschrieben Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Pianist, Komponist und Organist; einer der bedeutendsten Musiker der Romantik; setzte als Dirigent neue Standards, die das Selbstverständnis des Dirigierens bis heute maßgeblich mitprägen Robert Schumann (1810-1856) Komponist der Romantik Richard Wagner (1813-1883) Komponist, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent Ernst Werner von Siemens (1816-1892) Erfinder, Industrieller und Begründer der Elektrotechnik, Gründer des späteren Unternehmens “Siemens” Karl Marx (1818-1883) Philosoph, Ökonom, Gesellschaftstheoretiker, politischer Journalist, Protagonist der Arbeiterbewegung sowie Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft und der Religion; zusammen mit Friedrich Engels einflussreichster Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus Clara Schumann (1819-1896) Komponistin und Pianistin Theodor Fontane (1819-1898) Schriftsteller des Realismus und approbierter Apotheker Friedrich Engels (1820-1895) Philosoph, Gesellschaftstheoretiker, Historiker, Journalist und kommunistischer Revolutionär; entwickelte gemeinsam mit Karl Marx die heute als Marxismus bezeichnete Gesellschafts- und Wirtschaftstheorie Johann Strauss (1825-1899) Komponist und Kapellmeister; international geschätzt als “Walzerkönig” Wilhelm Busch (1832-1908) Einflussreicher humoristischer Dichter und Zeichner; Erfinder des Comics Johannes Brahms (1833-1897) Komponist, Pianist und Dirigent der Hochromantik Gottlieb Wilhelm Daimler (1834-1900) Ingenieur, Konstrukteur und Industrieller; entwickelte den ersten schnelllaufenden Benzinmotor und das erste vierrädrige Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor Johann Philipp Reis (1834-1874) Physiker und Erfinder; Erfinder des Telefons Karl Friedrich May (1842-1912) Schriftsteller von Abenteurromanen Robert Koch (1843-1910) Mediziner und Mikrobiologe; Mitbegründer der modernen Bakteriologie und Mikrobiologie Carl Benz (1844-1929) Ingenieur und Automobilpionier; Erfinder des Automobils Friedrich Nietzsche (1844-1900) Bedeutender klassischer Philosoph Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923) Physiker; Entdecker der nach ihm benannten Strahlung Karl Wilhelm Otto Lilienthal (1848-1896) Luftfahrtpionier; erste Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugzeug (Hängegleiter) absolvierte Emil Berliner (1851-1929) Erfinder der Schallplatte und des Grammophons Paul Ehrlich (1854-1915) Arzt und Forscher, der als erster zwischen verschiedenen Blutzellen unterschied Sigmund Freud (1856-1939) Neurologe, Tiefenpsychologe, Kulturtheoretiker und Religionskritiker; Begründer der Psychoanalyse Heinrich Rudolf Hertz (1857-1894) Physiker; erbrachte den experimentellen Nachweis elektromagnetischer Wellen Rudolf Christian Karl Diesel (1858-1913) Erfinder des Dieselmotors und des gleichnamigen Kraftstoff Max Planck (1858-1947) Bedeutender Physiker der theoretischer Physik; Begründer der Quantenphysik Hugo Junkers (1859-1935) Ingenieur und Unternehmer; Begründer der modernen Luftfahrt Gustav Mahler (1860-1911) Komponist der Spätromantik; berühmter Dirigent seiner Zeit Gerhart Hauptmann (1862-1946) Dramatiker und Schriftsteller des Naturalismus Richard Strauss (1864-1949) Komponist; Kämpfer für das Musikwesen und Verbesserung des Urheberrechtes Ottomar Heinsius von Mayenburg (1865-1932) Apotheker; Erfinder der Zahnpasta Thomas Mann (1875-1955) Schriftsteller Albert Schweitzer (1875-1965) Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist Hermann Hesse (1877-1962) Schriftsteller, Dichter und Maler Albert Einstein (1879-1955) Chef vom Patentamt ,Theoretischer Physiker; einer der größten Physiker aller Zeiten Oswald Spengler (1880-1936) Geschichtsphilosoph, Kulturhistoriker; berühmt geworden durch sein Werk “Der Untergang des Abendlandes” Fritz Pfleumer (1881-1945) Ingenieur und Erfinder des Tonbands Erwin Rudolf Josef Alexander Schrödinger (1887-1961) Physiker und Wissenschaftstheoretiker; gilt als einer der Begründer der Quantenmechanik           Bertolt Brecht (1898-1956) am 10. Februar 1898 in Augsburg, Deutschland am 14. August 1956 in Berlin, Deutschland Exil Schweiz, Dänemark, Schweden, Finnland, Vereinigte Staaten von Amerika (USA), Schweiz Remigration Deutsche Demokratische Republik Beruf Schriftsteller, Theaterregisseur, Dramatiker Weiterführende Literatur: Mittenzwei, Werner: Das Leben des Bertolt Brecht oder der Umgang mit den Welträtseln. Berlin: Aufbau 1986 Schumacher, Ernst / Schumacher, Renate: Leben Brechts in Wort und Bild. Berlin: Henschel 1979 Viertel, Berthold: Oh du ausgebürgerter Brecht. In: Erinnerungen an Brecht. Hg. von Hubert Witt, Leipzig: Reclam 1964 Auswahl wichtiger Werke: Die Dreigroschenoper (Theaterstück, 1928) Die heilige Johanna der Schlachthöfe (Theaterstück, 1931) Leben des Galilei (Theaterstück, 1948) Der gute Mensch von Sezuan (Theaterstück, 1953) Hollywoodelegien (Gedichte, 1942) War Bertolt Brecht ein Emigrant? Er selbst hat sich so nicht verstanden. Gegen den Begriff, der eine Wahlfreiheit impliziert, die für die Vertriebenen nicht gegeben war, hat sich Brecht stets gewehrt. Sein Freund und Kollege Berthold Viertel schreibt schon 1938 über ihn: „Ein deutscher politischer Auswanderer willst Du nicht sein, nur ein Vertriebener, ein Verjagter, dessen Denken, Fühlen, Planen unermüdlich um den deutschen Boden kreisen, um das deutsche Volk, dessen Zukunft die deine sein wird, einer entfremdeten Gegenwart zum Trotz.“ Bevor Brecht 1933 aus Deutschland floh, war er einer der bekanntesten Theaterautoren in Deutschland. 1922 feierte Im Dickicht der Städte in München Premiere – schon die zweite Vorstellung wurde von Nationalsozialisten gestört und kurz danach abgesetzt. Spätestens nach der Uraufführung der Dreigroschenoper wurde Brecht auch über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannt. Während des Reichstagsbrands am 27. Februar 1933 lag Brecht im Krankenhaus. Er konnte es aber am gleichen Tag noch verlassen und packte die wichtigsten Sachen zusammen – vor allem seine Manuskripte. Über Prag und Wien floh er gemeinsam mit seiner Frau Helene Weigel in die Schweiz und dann nach Svendborg in Dänemark. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Dänemark begab er sich nach Finnland. Im Mai 1941 erhielt Brecht ein Visum für die USA. Sechs Jahre verbrachte er in Los Angeles, wo er sich in einer deutschen Exilgemeinschaft bewegte, der auch seine Freunde Lion Feuchtwanger und Hanns Eisler angehörten, wirklich angekommen ist Brecht dort nie. Nachdem Brecht vor dem Ausschuss für unamerikanische Umtriebe verhört wurde, ging er 1947 in die Schweiz, das einzige Land, für das er eine Aufenthaltsgenehmigung erhielt. Von dort aus sondierte er die Entwicklung des Theaters in Ost-Berlin und kehrte 1948/1949 dorthin zurück, wo er als Schriftsteller und Theaterschaffender eine der zentralen Figuren im Kulturbetrieb der jungen DDR wurde. Bedeutender Dramatiker und Lyriker; Begründer des dialektischen Theaters Porträt des Schriftstellers Bertolt Brecht von 1956. International bekannt wurde Brecht durch die mit dem Komponisten Kurt Weill verfasste „Dreigroschenoper“, die 1929 in Berlin mehr als 250mal aufgeführt wurde. 1933 flüchtete Brecht vor den Nationalsozialisten ins Ausland. 1949 erfolgte die Rückkehr nach Ost-Berlin, wo er mit seiner Frau Helene Weigel das „Berliner Ensemble“ gründete. Zu seinen bekanntesten Stücken zählt u.a. „Mutter Courage und ihre Kinder“, „Der gute Mensch von Sezuan“ und „Der kaukasische Kreidekreis“. Bert Brecht starb am 14. August 1956 in Ost-Berlin an den Folgen eines Herzinfarkts. Mit mehr als 100 Veranstaltungen von der Ausstellung bis zum Kabarettabend ehrte die Stadt Berlin 1998 zum 100. Geburtstag ihren großen Sohn. Nach zweijähriger Umbauzeit wurde dort auch das Brechthaus wiedereröffnet. [ Rechtehinweis: Verwendung weltweit, usage worldwide ] Auf der Flucht vor meinen Landsleuten Bin ich nun nach Finnland gelangt. Freunde Die ich gestern nicht kannte, stellten ein paar Betten In saubere Zimmer. Im Lautsprecher Höre ich die Siegesmeldungen des Abschaums. Neugierig Betrachte ich die Karte des Erdteils. Hoch oben in Lappland Nach dem nördlichen Eismeer zu Sehe ich noch eine kleine Tür Bertolt Brecht, Steffinische Sammlung, 1940 Werner Karl Heisenberg (1901-1976) Einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts; Heisenbergsche Unschärferelation Manfred von Ardenne (1907-1997) Forscher der angewandten Physik; hielt am Ende rund 600 Patente in der Funk- und Fernsehtechnik, Elektronenmikroskopie, Nuklear-, Plasma- und Medizintechnik Konrad Zuse (1910-1995) Bauingenieur, Erfinder und Unternehmer; baute den ersten funktionsfähigen Computer der Welt Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun (1912-1977) Raketeningenieur; Wegbereiter der Raumfahrt und der Raketenwaffen, sowie Mitbegründer der NASA Günter Grass (1927) Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker Karlheinz Brandenburg Erfinder des mp3-Formats     „Die Deutschen tun nicht viel, aber sie schreiben desto mehr. […] Das sinnige deutsche Volk liebt es zu denken und zu dichten, und zum Schreiben hat es immer Zeit. Es hat sich die Buchdruckerkunst selbst erfunden, und nun arbeitet es unermüdlich an der großen Maschine. […] Was wir auch in der einen Hand haben mögen, in der andern haben wir gewiß immer ein Buch.“ (Wolfgang Menzel) II. Deutsche Nationalhelden Persönlichkeiten der Geschichte, die für die deutsche Nationalgeschichte bestimmend waren und sich durch herausragende Taten Ruhm und Ehre für das deutsche Volke erwarben. Antike und Mittelalter: Hermann, von den Römern “Arminius” genannt (17 v. Chr.-21 n. Chr.) Römisch erzogenen Germane, der die germanischen Stämme im Kampf gegen die Römer vereinte und in der Hermannsschlacht 9 n Chr. die Römischen Legionen am Rhein im Teutoburger Wald vernichtend schlug; Ursprungslegende der “Wacht am Rhein”; Symbol für den deutschen Freiheitskampf Widukind (743 bis um 807) Herzog der Sachsen zur Zeit Karl des Großen; führte einen 10-jährigen Widerstandskampf gegen Karl als dieser mit der Absicht die Germanen zu christianisieren und in sein Reich einzufügen das germanische Heiligtum, die Irminsul, zerstörte; Unterwarf sich Karl am Ende     Otto der Große (912-973) Erster deutscher Kaiser; Begründer des Heiligen Römischen Reiches, später mit “deutscher Nationen”, welches vom Papst auserkoren war die Christenheit zu verteidigen; Begründer eines fast 1000-jährigen deutschen Kaisertums Friedrich I., “Barbarossa” (“Roter Bart”) (1122–1190) Deutscher Kaiser; Teilnehmer an den Kreuzzügen; Die Legende besagt, dass der Kaiser eines Tages aus seinem Schlaf am Kyffhäuser erwachen wird, um sein Volk wieder zu führen. Wilhelm I. gilt als Vollender des deutschen Kaisertums, als erster deutscher Kaiser eines geeinten Deutschen Reiches. Friedrich der Große (1712-1786) König von Preußen und Kurfürst von Brandenburg; etablierte das Königreich Preußen als europäische Großmacht und ebnete so den Weg für die spätere deutsche Reichsgründung; bezeichnete sich selbst als “erster Diener des Staates”     Zeit der Befreiungskriege (1812/1813-1815): Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757-1831) Brachte Russland zur Zeit der Befreiungskriege (1812/13 – 1815) in das Bündnis mit Preußen und Österreich gegen Napoleon Carl Theodor Körner (1791–1813) Dichter patriotischer Lieder; “Sänger und Held” im Lützower Freikorps; wurde durch seinen Tod in den Befreiungskriegen zur patriotischen Identifikationsfigur “Unsre Lieben mögen’s erben, Was wir mit dem Blut befreit. Wachse, du Freiheit der deutschen Eichen, Wachse empor über unseren Leichen! – Vaterland, höre den heiligen Eid!” (aus ‘Bundeslied vor der Schlacht’, 1813) Marie Christiane Eleonore Prochaska (1785-1813) Soldatin im Lützower Freikorps während der Befreiungskriege; wurde später als die “Potsdamer Jean d’Arc” geehrt Gebhard Leberecht von Blücher (1742-1819) Preußischer Generalfeldmarschall und bedeutender Befehlshaber in den Befreiungskriegen; von den verbündeten Russen “Marschall Vorwärts” wegen seiner offensiven Taktik genannt; Sieg über Napoleon bei Waterloo 1815 Gerhard Johann David von Scharnhorst (1755-1813) Preußischer General und Befehlshaber in den Befreiungskriege; Organisator der preußischen Heeresreform; gilt er noch heute als der vorbildlichste der Militärreformer der Zeit der Befreiungskriege. Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (1759-1830) Preußischer Generalfeldmarschall und Befehlshaber in den Befreiungskriegen Graf August-Wilhelm Neidhardt von Gneisenau (1760-1831) Preußischer Generalfeldmarschall und Heeresreformer; organisierte den erfolgreichen Widerstand in der von Napoleons Truppen belagerten Stadt Kolberg (siehe auch Film “Kolberg”,1945); Sieg über Napoleon bei Waterloo 1815. Carl Philipp Gottlieb von Clausewitz (1780-1831) Preußischer General, Heeresreformer, Militärtheoretiker und -ethiker; Befehlshaber in den Befreiungskriegen; Seine Theorien über Strategie, Taktik und Philosophie hatten großen Einfluss auf die Entwicklung des Kriegswesens in allen westlichen Ländern und werden bis heute an Militärakademien gelehrt. Zeit der Deutschen Einigungskriege (1864-1871): Generalfeldmarschall Helmuth Graf von Moltke (1800-1891) Generalfeldmarschall und Chef des Generalstabes zur Zeit der Deutschen Einigungskriege; einer der bedeutendsten deutschen Befehlshaber; “Getrennt Marschieren, vereint schlagen.” Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck-Schönhausen (1815-1889) Vater der deutschen Nation; Begründer des Norddeutschen Bundes (1966-1871) und Begründer des Deutschen Reiches (1871), sowie beider Verfassungen; erster deutscher Reichskanzler Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg (1847-1934) Veteran und Held des ersten Weltkrieges; zweiter deutscher Reichspräsident der Weimarer Republik   III. Deutsche Ritterorden Zur Zeit der Kreuzzüge wurden drei große deutsche Ritterorden gegründet (teils auch in Frankreich), deren Aufgabe der Schutz der Pilger und der Heiligtümer sowie vor allem die Unterhaltung von Spitälern war. Letztere Aufgabe erfüllen die Orden bis heute. Der Deutsche Orden (“Ordo Teutonicus”) Die Ritter des Deutschen Ordens trugen Weiß mit einem schwarzem Kreuz. Flagge des Deutschen Ordens Aus dem Deutschen Orden wurde das zu Brandenburg gehörende Preußen und später das Königreich Preußen, dessen Flaggen dieses Erbe symbolisiert. Die Werte des Ordens gingen in Preußen auf und von Preußen in die preußisch-deutsche Armee über – symbolisiert in der Reichskriegsflagge mit dem schwarzen Kreuz und im Ritterkreuz, welches die deutsche Armee bis heute trägt. Der Johanniterorden Die Ritter der Johanniter trugen schwarz mit einem weißem Malteserkreuz. Der Malteserorden Die Ritter der Malteser trugen Rot mit einem weißen Kreuz.     Leitspruch: Tuitio fidei et obsequium pauperum – Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen Kaiserin Auguste Victoria trägt das Malteserkreuz Otto von Bismarck trägt das Malteserkreuz Kaiser Wilhelm II. trägt das Malteserkreuz und das Marianerkreuz des Deutschen Ordens