Gefallene Engel, der große Gegenspieler
- ER ist es
- Der Verschleierer
- Die gestohlene Macht
- Das Szenario
- Die Namen des Teufels
- Wer ist der Teufel???
- Wie eine Fata Morgana, die Suche nach dem Teufel
- Die Lager
- Was ist bekannt?
- Die andere Seite Lichtbringer oder Feinde Gottes
- Gefallene Engel, der große Gegenspieler und was sonst zum Thema passt
ER ist es
(Er war sie eigentlich alle)
Nachdem ich viele Monate damit verbracht habe herauszufinden, wer nun alles der sogenannte Satan (Luzifer) hätte sein können, war mein Ergebnis eher unbefriedigend. Es gab wohl einige Kandidaten, doch fehlten in der Indizienkette immer noch gewichtige Argumente. Manchmal gab es für mich wichtige Überschneidungen, aber manchmal waren es eher Widersprüche, die alles genausogut wieder in Frage stellen konnten.
Ich nahm mir Zeit, auch in sogenannten Neuoffenbarungen nach verwertbaren Hinweisen in Sachen Luzifer Ausschau zu halten. — Hinweise gab es in der Tat viele. Meist waren diese nur sehr vage gehalten oder unseren Glaubensmustern angepasst.
Dennoch wollte es der Zufall, dass ich im Oktober 2003 gleich von mehreren Stellen Hinweise bekam bzw. auf Hinweise stieß, welche mich wohl auf die heiße Spur führten.
Danach haben wir es mit einer Person (Gottheit) zu tun, welche uns unter vielen Namen bekannt ist. Bei vielen von mir bereits untersuchten fraglichen Kandidaten handelte es sich tatsächlich nur um einen einzigen, der in unterschiedlichen Verkleidungen und Namen auftrat.
Manche mögen sagen, „was soll das?“. Entscheidend ist schließlich, ob es ihn gibt oder eben nicht. Dieser Meinung mag ich mich ganz und gar nicht anschließen. Ich will es nicht mit einem imaginären Gegner zu tun haben. Ich will wissen wer er ist, wo er ist und auch alle Umstände, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Die Fakten müssen auf den Tisch, wir haben ein Recht darauf, dass man uns die Wahrheit sagt.
Ist der entsprechende Kandidat erst einmal bekannt, wird aus einem unbekannten Teufel, der umhaftet ist mit vielerlei Mystik und Märchenhaftem, eine wirkliche Person (Gottheit), die auf unserer Erde manche Spuren hinterlassen hat.
Sein bekanntester Name mag wohl „Marduk“ lauten. Eine ähnliche Schreibweise wäre Merodach.
Marduk, und das wird von unterschiedlichsten Kommentatoren ebenfalls behauptet, steht im Zusammenhang (bzw. ist identisch) mit Baal.
Der Begriff Baal findet sich wiederum in den Namen Bel, Belial, Baal Zebub / Belzebub.
In den Schriften von Qumran wird Belial im gleichen Zuge genannt mit Mastemoth und Mastema. Da er auch der Sonnengott ist, trifft wie vermutet auch Apoll(on) Griechenland und Re (Ra) Ägypten auf ihn zu.
Selbstverständlich ist diese Übersicht nicht vollständig. Andere Kulturen haben ihm zusätzliche Namen gegeben. Da er auch gleichzeitig mit mehreren Identitäten zugegen sein konnte, wird das Erkennen nicht einfacher.
Wir brauchen uns also nicht mehr nur mit vagen Beschreibungen wie Teufel (Verleumder), Satan (Widerstand leistender), Fürst der Welt, Ankläger, Widersacher, Gott der Welt und anderen nur beschreibenden Begriffen zufrieden zu geben.
Die wichtigste Aussage scheint mir jetzt zu sein, dass der christliche Teufel und der geschichtliche Marduk ein und der selbe ist (oder wohl eher doch sein könnte).
Als Marduk können wir ihn in die Götterfamilie einordnen. Über Marduk ist uns geschichtlich eine Menge überliefert worden. Marduk findet auch in vielen Mythen Erwähnung. Das nächste wird also sein, entsprechende Quellen auf sein Wirken hin zu untersuchen.
Siehe auch eine (Unter-)Themenreihe über Marduk
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Eine Frage stellt sich mir aber immer noch. Marduk, so er der christliche Satan gewesen war – eine Tatsache die im Altertum wohl bekannt war, denn andernfalls ließen sich die vielen Parallelvergleiche nicht anstellen.
— Weswegen konnte dieser Sachverhalt jedoch dermaßen verschleiert werden?
Wohl gab und gibt es in neuerer Zeit auch entsprechende Hinweise auf Marduk, doch wenn der Sachverhalt so eindeutig ist, weswegen konnte er sich (als Information) nicht durchsetzen???
Taktik des „Verschleierers“?
Ist ihm die ganze Welt auf dem Leim gegangen?
Lest bitte auch den Artikel über Marduk unter der Rubrik „Mythische Kandidaten“
Zusatz aus dem Jahre 2011
Zwischenzeitlich sind mir diverse andere Informationen zugegangen – und was mir damals, nach langer Suche, fast schon wie eine gesicherte Erkenntnis schien, muss ich aus meiner Sicht jetzt ganz entschieden in Frage stellen.
Wir werden wohl niemals nur einen „Kandidaten“ haben, auf den alle Kriterien zutreffen. Wie ich auch schon an anderer Stelle schrieb, ist es ganz offensichtlich auch ein Politikum. Ein Teufel (Satan) ist vordergründig ein Widersacher, ein Gegenspieler. Ist die Herrschende Macht negativ ausgerichtet, dann wäre es sogar vernünftig anzunehmen, dass deren Gegenspieler eher einem positiven Lager zugeordnet werden müssen.
Der Verschleierer
Jemand hat die Spur verwischt
Auf der Suche nach dem Teufel bin ich auf manch interessante Hinweise gestoßen. Viele fragliche Kandidaten sind mir bei der Recherche in den Brennpunkt der Aufmerksamkeit geraten. Doch wer ist denn nun der Teufel? Oder gibt es mehrere Teufel? Oder haben die Teufel zwischenzeitlich ihre Rollen getauscht? – Immer wieder bekam ich aus ganz unterschiedlichen Lagern den Hinweis, »den Teufel gibt es nicht«. Auch der »Rollentausch« war darunter. — Aber das ist nicht befriedigend.
In diesem Aufsatz will ich aufzeigen welche Gründe es dafür gibt, dass es gar nicht so einfach ist, die Wahrheit über den Teufel aufzuspüren.
Gotteskriege
Fakt ist, dass es in Zeiten vor unserer Zeit, damit meine ich solche Zeiten, die vor unserer gesicherten Geschichtsschreibung lagen, mächtige Auseinandersetzungen unter den Göttern gegeben haben muß. Kriege, die mit entsetzlichen Waffen geführt wurden. In diesen Kriegen muß viel zerstört worden sein. Aber letztendlich haben sich Götter gegeneinander und miteinander bekriegt. Mythen aus aller Welt berichten uns davon. — Verbirgt sich dahinter vielleicht auch der Konflikt (Krieg) Gott gegen den Teufel? In der Offenbarung des Johannes ist schließlich auch von einem Krieg im Himmel die Rede.
Offb. 12,7 (Elberfelder rev.)
Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel;
Vorher gelang es dem Drachen 1/3 der Sterne (himmlische Geschöpfe?) auf seine Seite zu ziehen.
Offb. 12,4 (Einheits)
Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab. ..
Im Anschluß wurde der Drache (der Teufel?) zur Erde hinabgeschleudert, wo er von nun an Gottes Diener verfolgte.
Offb 12 (Einheits)
8 aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel.
9 Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.
Er wurde nicht nur zur Erde hinabgeworfen, so wie jemand ins Gefängnis geworfen wird. Ihm stand auf der Erde ein Terrain zur Verfügung, auf dem er fast uneingeschränkte Macht hatte.
Dies wird in einer Vielzahl von Bibelstellen belegt.
Siehe: des „Teufels Macht“
Hauptangriffsziel sind die Diener Gottes
Offb 12,17 (Albrecht)
Da ward der Drache grimmig über das Weib und ging hin, um zu streiten mit ihren anderen Kindern, die Gottes Gebote halten und das Jesuszeugnis treu bewahren.
Es ist doch ein Selbstgänger, dass überall dort, wo Wahrheit verkündet und gelehrt wird, der „Widersacher“ schon auf der Matte steht, um entsprechende Aktivitäten zu ersticken.
Eigentlich ist es ein Thema für sich, auf all die verschiedenen Praktiken hinzuweisen, deren sich der Gegenspieler Gottes in der Vergangenheit immer wieder bediente und das bis heute noch tut.
Folgende Praktiken werden angewandt:
- Direkter Widerstand mit
- o Verfolgung,
- o Tötung
- o Einkerkerung
- o Pöbel
- o Misshandlung
- o Beschimpfungen
- o Wirtschaftlicher Druck
- Verbote und Maßnahmen, die alle Aktivitäten beschränken
- Beeinflussung der Hauptakteure Gottes
- o Disqualifikation (z.B. dass sie dem Maßstab nicht mehr entsprechen)
- o Massive Beeinflussung, damit sie offen für falsches Gedankengut wurden.
- o Steine in den Weg legen, damit ihnen die Puste ausgeht für weitere Aktivitäten.
- Das Einschleusen von:
- o Falschen Aposteln
- o Falschen Brüdern
- o Falschen Lehrern
- o Falschen Propheten
- o Falschen Zeugen
- o Bis hin zur „falschen Kirche“
- Er lässt „Die Welt“ verlockender erscheinen als Treue zu Gott.
Damit ist die Liste selbstverständlich noch nicht vollständig!
Sie waren immer schon Angriffsziel
Offb 16,6 (Elberfelder rev.)
Denn Blut von Heiligen und Propheten haben sie vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben; sie sind es wert.
Offb 17,6 (Elberfelder rev.)
Und ich sah die Frau trunken vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu
Offb 18,24 (Elberfelder rev.)
Und in ihr wurde das Blut von Propheten und Heiligen gefunden und von allen denen, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.
Der Antichrist
Über den Antichristen ist viel geschrieben worden. Auch Spekulationen, wer oder was verbirgt sich in der Jetztzeit hinter diesem Antichristen, ist oftmals Gegenstand von Predigten. – Aber dieser Antichrist war schon damals (im 1. Jahrhundert) am Werk.
Im Johannesbrief haben wir den Hinweis, dass der Antichrist schon seit jenen frühen Tagen am Werke war, und seither seinen Einfluss auf die Gemeinden ausgeübt hat. Ich stelle diesen Umstand nur noch einmal heraus, um zu verdeutlichen, dass sich die Christen (ihren Glauben betreffend) zu keiner Zeit in Sicherheit wiegen konnten.
1Joh 2:18 (Einheits)
Meine Kinder, es ist die letzte Stunde. Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt, und jetzt sind viele Antichristen gekommen. Daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.
Er hat die Menschen verblendet
2.Kor 4 (Einheits)
3 Wenn unser Evangelium dennoch verhüllt ist, ist es nur denen verhüllt, die verloren gehen;
4 denn der Gott dieser Weltzeit hat das Denken der Ungläubigen verblendet. So strahlt ihnen der Glanz der Heilsbotschaft nicht auf, der Botschaft von der Herrlichkeit Christi, der Gottes Ebenbild ist.
2.Kor 4 (Scofield)
- Wenn aber unser Evangelium doch verdeckt ist, so ist es ‹nur› bei denen verdeckt, die verloren gehen,
- den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen.
Wir leben nicht mehr in der Zeit des Paulus. Sicherlich würde sich Paulus heute etwas anders ausdrücken, denn es gibt heutzutage immerhin über eine Milliarde Christen. (Das sollte dem Apostel für die Welt doch eigentlich genug sein?) — Wirken sie aber alle so, wie es sich Paulus damals vorgestellt haben mag? Meine Meinung ist: „Ganz und gar nicht“.
Die Christenheit lebt nicht den Weg wie ihn Christen eigentlich hätten gehen sollen.
Die Geschichte ist ein Dokument, welches meine Aussage bezeugt.
Obwohl sich viele Christen nennen, gehen sie einen Weg der Verblendung. In einigen Kirchen kann man von Blendwerk im wahrsten Sinne des Wortes reden. Sie wandeln mehr durch Schauen als durch Glauben.
2Kor 5,7 (Scofield)
denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen -;
2Kor 5,7 (Einheits)
denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende.
Knackpunkt Nummer eins
Sind die Kirchen, all die Institutionen, jene Stätten also, die sich die Aufgabe gestellt haben
- Gottes Wort zu verkünden
- Über die reine Lehre zu wachen
- Den Gläubigen gotteswürdig zu erziehen auf dem richtigen Weg?
Vom Ansatz her klingt das ganz gut. Doch unterliegen alle Keimstätten der „Wahrheit“ automatisch dem, was ich unter „Hauptangriffsziel“ geschrieben habe. Es ist immer nur eine Frage der Zeit,
- bis das, was dort gelehrt wird, nicht mehr der Wahrheit entspricht
- bis eine Institutionalisierung eine Reform von innen fast unmöglich macht.
Neue Reformer müssen her, und das Spiel kann von neuem beginnen.
Deswegen!!!
Man kann man aufsuchen, welche Kirche man will, man wird sich immer wieder mit dem selben Problem konfrontiert sehen.
- Jene „Gläubigen“ wähnen sich in der richtigen Kirche,
- o sei es, dass es Familientradition ist
- o sei es, dass sie den Glauben geprüft haben
- o sei es, dass sie meinen, Gott habe sie dort hin geführt
- In der falschen Kirche sind immer die anderen! Logisch, denn sonst hätte man ja kein Argument, seiner Kirche treu zu bleiben.
Also Vorsicht, wenn Ihr denken oder sagen solltet, alle anderen Kirchen (Glaubenssysteme), seien vom Teufel. Das sagen die anderen nämlich von der Eurigen (Kirche) auch!
Am Beispiel der HLT
(Heiligen der letzten Tage)
Sie verfügen über weitere inspirierte Schriften. In diesen wird an vielen Stellen Klartext gesprochen. Auch in Sachen des Teufels. Dort wird übrigens genau das gesagt, was ich im vorhergehenden Aufsatz geschrieben habe. Hier einige Kostproben:
Satan wirkt auf die Schreiber ein
LuB 10
- 10. Und siehe, der Satan hat es ihnen ins Herz gegeben, die Worte zu ändern, die du hast schreiben lassen – nämlich die du übersetzt hast – und die dir abhanden gekommen sind.
- 33. So gedenkt der Satan dein Zeugnis in dieser Generation zu überwältigen, damit das Werk in dieser Generation nicht hervorkommen kann.
Sagt, es gibt keinen Teufel
2Nephi 28
21 Und andere wird er beschwichtigen und in fleischlicher Sicherheit wiegen, so dass sie sprechen: Alles ist wohl in Zion; ja, Zion gedeiht, alles ist wohl; und so täuscht der Teufel ihre Seele und verführt sie – sachte hinab zur Hölle.
22 Und siehe, andere umgarnt er schmeichlerisch und sagt ihnen, es gebe keine Hölle; und er spricht zu ihnen: Ich bin kein Teufel, denn es gibt keinen – und so flüstert er ihnen ins Ohr, bis er sie mit seinen furchtbaren Ketten faßt, aus denen es keine Befreiung gibt.
Vom Teufel beeinflußt
2Nephi 9
46 … aber ich kenne meine Schuld; ich habe dein Gesetz übertreten, und meine Übertretungen lasten auf mir; und der Teufel hat mich ergriffen, so dass ich seinem furchtbaren Elend zur Beute geworden bin.
Alle sind abgewichen
2Nephi 28
11 Ja, sie sind alle vom Weg abgewichen, sie sind verderbt geworden.
12 Wegen des Stolzes und wegen der falschen Lehrer und falschen Lehren sind ihre Kirchen verderbt geworden; und ihre Kirchen sind überheblich; ihres Stolzes wegen sind sie aufgeblasen.
13 Um ihrer schönen Heiligtümer willen berauben sie die Armen; um ihrer schönen Kleider willen berauben sie die Armen; und sie verfolgen die Sanftmütigen und die im Herzen arm sind; denn in ihrem Stolz sind sie aufgeblasen.
Obwohl ihre eigenen Schriften eine teilweise recht deutliche Sprache sprechen, ist auch die Kirche der Heiligen der letzten Tagen schon im Anfang ihres Entstehens von der Gegenseite mit allen erprobten Tricks manipuliert worden. Nicht umsonst soll es bei ihnen ca. 40 reformierte Gruppen geben.
Resümee
Der Teufel hat hier auf der Erde seinen Machtbereich. Paradoxerweise wird ihm dieser von Gott auch nicht abgestritten.
Immer wenn es um den wahren Glauben geht, wenn Akteure Gottes auf den Plan treten, wird ihr Wirken bekämpft, ja meist schon im Keim erstickt.
Da der Teufel alle Fäden in der Hand zu haben scheint, ist es nur selbstverständlich anzunehmen, dass er seine eigene Identität, so weit es eben geht, verschleiert hat. Schriften und Zeugnisse seines Wirkens dürften also kaum die Zeit überdauert haben. Und wenn doch, dürften sie gut weggeschlossen vor der Öffentlichkeit irgendwo verborgen liegen.
Und dennoch haben Akteure Gottes immer aufs neue versucht, etwas Licht in dieses Geschehen zu bringen. Wer denn sucht, der mag mit etwas Glück tatsächlich hier und dort noch einige Reste ihrer Hinterlassenschaften aufspüren.
Die gestohlene Macht
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Gerade einmal eine Stunde lang hat die Schnitzerin für dieses detaillierte Trollgesicht benötigt. Die Vorlage hat sie sich aus dem Internet geladen und das Gesicht mit Linolschnitt-Werkzeugen aus dem Kürbis geschält.
Wer ist der Teufel???
Weitere Kandidaten (Wer bekam die Macht?)
In diesem Aufsatz möchte ich mehr Gewicht auf alte sumerische Quellen legen.
- Unter dem „Teufel“ wollen wir den Gegenspieler oder Widersacher (Satan) begreifen.
- Wir wollen auch berücksichtigen, dass er gefallen ist, d.h., dass er seine ursprüngliche Stellung im Einklang mit Gott verlassen hat.
- Natürlich geht es auch um „Macht“ über die Erde.
Auffällig unter den Göttern der Sumerer ist nun, dass es die Söhne waren, die nach der Macht über die Erde strebten.
Da war es auch der Enkiklan, der oft in Zwistigkeiten mit dem Enlilklan geriet und umgekehrt.
Die gestohlene Macht
ZU (in der Wortbedeutung von: → Weiser)
Dieser Zu*1 (wer war er?). Er muß ein mächtiger Gott gewesen sein. Man kannte ihn, gehörte er auch zur Verwandtschaft Anus? (Gottvater der Sumerer).
Dieser Zu hatte eigenmächtig die Tafel der Geschicke*2 ergriffen. Er hatte sie Enlil geraubt. Damit war die Macht auf ZU übergegangen. — Sprachlosigkeit herrschte daraufhin im Himmel.
*1 Sitchin bringt in seinem Buch „Der zwölfte Planet“ den Hinweis, dass „ZU“ der „Nannar“ (Wortbedeutung: → Heller) gewesen sein könnte. Nannar war der Erstgeborene Enlils, hätte es also sein können, dass sich Nannar nur das nahm, was ihm als Erstgeborenen zustand?
*2 „die Tafel der Geschicke“ scheinen eine sehr wichtige Rolle in Verbindung mit der Erde und der Macht hier zu haben. Wer sie besaß hatte Macht und Einfluß. Offenbar war es ein Unikat, sonst hätte man sich sicherlich eine weitere Tafel beschafft, um so die Fäden der Macht wieder in den Händen halten zu können.
Die Götterfamilie Anus sann nach Möglichkeiten, wieder in den Besitz dieser Tafeln zu gelangen. Den, der es schaffte, wollten sie zum Größten unter sich machen.
Enki empfiehlt, dass Ninurta (einer der Söhne Enlils) es machen sollte.
In der Tat wird er in Folge auch der Besieger von Zu. Dem geht aber eine lange Luftschlacht voraus, die in der ersten Phase keinen Erfolg für Ninurta zu bringen scheint.
In Folge wird nun Ninurta der erste unter den Machthabern auf der Erde.
Es gab allerdings auch Fälschungen in der Geschichte, so kommt es, dass aus babylonischen Quellen, diese Siegesleitung Marduk (Sohn Enkis) zugesprochen wird.
Das macht es für uns natürlich nicht einfacher, denn einmal haben wir Ninurta und einmal Marduk als fraglichen Kandidaten.
Kommen wir jetzt zur Analyse unserer Kandidaten:
- ZU (Nanna)
- Ninurta
- Marduk
ZU (Nanna)
Jemand, der sich eigenmächtig und hinterlistig fremden Eigentums bemächtigt, ist bestimmt so etwas wie ein Gegenspieler, und das umsomehr, als es hier um ausgedehnte Machtansprüche geht.
Natürlich wissen wir nicht was sich noch alles zwischen den Zeilen verbirgt, z.B. weswegen man Nanna, dem Erstgeborenen, nicht das damit verbundene Recht (Macht über die Erde) gegeben hat.
Dann könnte seiner Namensübersetzung auch noch eine Bedeutung zukommen, denn Nanna soll Heller bedeuten. Ein erster Hinweis auf den glänzenden Morgenstern, den gefallenen Engel aus Jes 14 oder Hes 28?
Jes 14 (Luther)
12 Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker niederschlugst!
13 Du aber gedachtest in deinem Herzen: »Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden.
14 Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.«
Hes 28:14
Du warst ein glänzender, schirmender Cherub, und auf den heiligen Berg hatte ich dich gesetzt; ein Gott warst du und wandeltest inmitten der feurigen Steine.
Beide zitierten Bibelstellen mögen eine Anspielung auf den Widersacher sein.
Beim Widersacher soll es sich nach überlieferter Meinung genauso um einen Sohn Gottes handeln, wie das für Christus zutrifft.
Zumindest könnte Nanna für sich in Anspruch nehmen, er sei der rechtmäßige Erbe über die Erde.
— Allerdings war er ganz offensichtlich nicht derjenige, der diese Macht auch tatsächlich hatte. Und das wiederum ist ein sehr wichtiges Merkmal des biblischen Teufels. Siehe dazu Lukas 4:6
Ninurta
Ninurta ist der Besieger ZUs, der Besieger des Widersachers. Paradox, — aber könnte auch er der biblische Widersacher gewesen sein?
Er war genauso wie auch Nanna ein Sohn Enlis (Jahwes?). Er war jener, dem die Macht übertragen wurde. Einerseits hätte ihm die Macht über die Erde wohl einst zugestanden, doch durch seinen Sieg über Nanna gelangte er frühzeitig an diese. Ninurta war also der, der von sich behaupten konnte, ihm hätte man die Macht über die Erde übertragen. (Luk 4:6)
Das Epos, das beschreibt, wie Ninurta an die Macht gelangte, könnte eine nachträglich konstruierte Rechtfertigung für die Machtansprüche Ninurtas sein.
Ninurta war der große Gegenspieler von Marduk, dem Haupterben Enkis.
Marduk
Der Vollständigkeit halber muß ich hier natürlich auch Marduk erwähnen, denn die babylonischen Quellen (obwohl nach Sitchin gefälscht) erwähnen ihn als den Besieger von ZU. Und damit wäre es Marduk, der die Macht über die Erde bekommen hätte. — Aber hatte er tatsächlich Macht über die Erde bekommen? Er hatte einst Macht über den Bereich von Babylon.
Oder sind die überlieferten Zeugnisse fingiert, um so einen angeblich rechtmäßig erworbenen Machtanspruch vorzutäuschen?
Bel
(wer ist wer)
oder auch Marduk, hebräisch Merodach (Jer 50,2), war zusammen mit Anu und Enki der höchste Gott des babylonischen Götterhimmels (Jer 51,44). Ursprünglich nur der Stadtgott von Babylon, gewann er seit der Zeit Hammurabis immer größere Bedeutung. Als sein Vater galt der Gott Ea (Enki), als sein Sohn Nebo (Jes 46,1). …
Schlußfolgerung
Drei Kandidaten, war der biblische Teufel dabei?
Den Kandidaten 2, Ninurta, sollte man einmal etwas genauer in Augenschein nehmen.
Ihm habe ich das Kapitel „Apollon“ gewidmet.
Das Szenario
Da sumerische Quellen die Anfangszeit der menschlichen Besiedlung viel ausführlicher behandeln, benutze ich im Anschluss vorzugsweise die Namen und Begriffe aus jenem Kulturkreis. Begriffe aus dem jüdisch – christlichen Sprachschatz lasse ich aber ansatzweise mit einfließen.
Als Quellen dienten mir sowohl einige sumerische Schriften (allerdings alle bruchstückhaft) als auch Bücher von Zecharia Sitchin, hier insbesondere „… und die Anunnaki schufen den Menschen“
Im Anfang
Besucher ferner Welten brachten die Saat des Lebens zum Planeten Erde.
Viel Zeit verging nach menschlichem Maßstab, bis diese sich nach und nach entwickelte. Das Leben wurde nicht sich selbst überlassen, sondern stand unter Beobachtung. Höhere Lebensformen wurden später ebenfalls zur Verbreitung hier hergebracht.
Davor
Dieser Planet diente einst als Zufluchtsplanet für Wesenheiten, die auf anderen Planeten (Melina / Mars) keine Bleibe mehr hatten. Hier auf der Erde setzte bei ihnen aber ein regressiver Werdegang ein.
Unter Anu
Die Gottheit Anu errichtete auf der Erde eine Station. Ihr Anliegen war es, Rohstoffe, die ihr in der Heimat fehlten, auf der Erde abzubauen.
Zwei Söhne Anus, Enki der Erstgeborene und Enlil, der rechtmäßige Sohn wurden zu den hauptverantwortlichen Vertretern dieses Projektes.
Jene unter Anu kamen vom Planeten Nibiru, einem Planeten unseres Sonnensystems mit extrem langer und recht exzentrischer Umlaufzeit. Ein Umlauf soll etwa 3600 Jahre betragen.
Andererseits werden Anu und seine Leute, die Anunaki, als vom Sirius B kommend beschrieben. (Dann mag Nibiru nur eine Zwischenstation gewesen sein)
Adam
Da es den Besuchern an Arbeitskräften fehlte, kam es zum Projekt Mensch.
Enki gelang es, durch Kreuzung göttlichen und irdischen Erbgutes, einen Prototypen lebensfähig zu halten.
Dazu wurde die Eizelle einer Vormenschin, die wohl in Südafrika beheimatet war, künstlich mit dem Samen eines Himmlischen befruchtet. Der Embryo wurde von einer Himmlischen ausgetragen.
Nachdem dieser Hybride lebensfähig war, wurden weitere „Adams“ auf die gleiche Weise geschaffen. Jeweils sieben männliche und weibliche zugleich. (1Mo1:27)
Die Sünde
Die ersten Menschen waren Bastarde, sie waren nicht fähig, sich durch Kopulation fortzupflanzen. Der „Mensch“ war eben noch nicht ganz fertig. Es gab aber einen, der wusste, wie man diese natürliche biologische Sperre aushebeln konnte. Es war Enki, der Wissenschaftler. Er muss die ersten Menschen dazu gebracht haben, sich fortzupflanzen. Die Bibel spricht von der verbotenen Frucht. Sei es, dass es sich um eine wirkliche Frucht (Droge) handelte – oder um den Geschlechtsverkehr an sich, im Ergebnis wurde (konnte) Eva schwanger (werden).
Deswegen sagte Eva auch,
(1Mo 4,1 – Luther)
Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit Hilfe des HERRN.
Der Herr war in diesem Falle Enki. Mit seiner Hilfe bekam Eva einen Sohn. Hier wäre es sogar denkbar, dass Enki mit seinem Erbgut ausgeholfen haben könnte.
Die Schlange
Da Enkis Symbol die Schlange war, würde auch der biblische Fingerzeig mit der Schlange passen.
1Mose 3,4 (Luther)
Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, …
Ein ernstes Problem
Jetzt haben wir ein ernstes Problem, weil vorhandene Vorstellungen über das, was einmal war, völlig auf den Kopf gestellt werden.
Enki war jener, der einst den Menschen schuf. (Schöpfergott, Gottes Sohn, aber nicht Gottvater!)
Enki war aber auch jener, der sich über gewisse Anweisungen der Mächtigen hinwegsetzte. War er der biblische Teufel???
Wer schlüpft jetzt in welche Rolle? Wir werden noch einige weitere Eckpunkte zu berücksichtigen haben.
Dabei sollten wir versuchen, keine Fehler in der Zuordnung von Verantwortlichkeiten zu machen.
Die Sintflut
Jener, der beschloss, dass die Menschheit durch eine große Flut dahingerafft werden sollte, war Enlil, Enkis Halbbruder. Dieser fühlte sich nämlich durch die sich vermehrenden Menschen gestört.
Doch Enki (der Schlange) war daran gelegen, dass seine Kreaturen diese Katastrophe überlebten. Er zeichnete sich für das Überlebensprojekt „Arche“ verantwortlich.
Nach der Flut
Es folgen Auszüge aus dem entsprechenden Bibelbericht. Man achte auf die Hinweise, wer was gesagt – getan haben soll.
1Mo 8 (Luther)
14 Und am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats war die Erde ganz trocken.
15 Da redete Gott (Enki) mit Noah und sprach:
16 Geh aus der Arche, du und deine Frau …
1Mo 8,21
Und der HERR (Enlil / Jahwe) roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe.
Streit unter den Göttern
Die beiden Brüder waren oft unterschiedlicher Ansicht. Streitereien blieben nicht aus. Um sich nicht zu sehr in die Quere zu kommen, teilten sie gewisse Landstriche unter sich (unter ihren Völkern) auf.
Mesopotamien, das Industal und Ägypten wurden diesbezüglich in mesopotamischen Quellen genannt. Der Sinai blieb Sperrgebiet, reserviert für die Götter. (Anunnaki sumerisch / Elohim hebräisch).
Kriege auf Erden
Die Geschichte aus jener Zeit ist eine sehr kriegerische. Am Beispiel von Jahwe, der mit dem Volke Israel (seinem persönlichen Volk) handelte, ist diese Zeit in der Bibel ausführlich dokumentiert. Besetzungen sind an der Tagesordnung, ganze Landstriche werden ausradiert, – es ist hier nicht der Rahmen, um auf Einzelheiten einzugehen.
Unterm Strich ließe sich aber sagen, hier auf der Erde wurden Stellvertreterkriege der Götter geführt.
So hatten – wie es ja auch immer beschrieben wird – viele Völker ihre eigenen Götter. Die einen waren mächtiger, die anderen weniger. Aber anstatt an einem Strang zu ziehen, war man nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Besonders der biblische Gott ließ keine anderen Götter neben sich gelten.
Im Fleische
So manch ein Gott aus der Anfangszeit fand in diesem Szenario einen weiteren Fall. Die Folge war wohl eine Fleischwerdung unter den Erdlingen. Deswegen hat es auch Hand und Fuß, dass man wie im Falle der ägyptischen Patriarchen (Pharaonen), von Inkarnationen z.B. des Re / Osiris spricht.
In Ergebnis scheinen einige bis auf unsere menschliche Ebene gefallen zu sein, andere wiederum nicht. Die nichtgefallenen sind natürlich mit ihren gefallenen Geschwistern verbunden. Irgendwie scheint jeder in besonderer Weise vom anderen abhängig zu sein.
Von Gott eingesetzt
Enlil (Jahwe) war es, der vom Vater (Anu) auf der Erde eingesetzt wurde. Er war in der Tat der von Gott eingesetzte Herrscher auf Erden. Und dieses Recht, verbunden mit entsprechenden Machtansprüchen, setzte er auch vehement durch.
Jetzt bekommen wir es mit einem weiteren Paradox zu tun.
Wer ist der Teufel?
Wer jetzt eins und eins zusammenzählt, müsste eigentlich zu folgender Schlussfolgerung kommen. Zuerst aber noch ein weiterer Hinweis aus dem NT.
Luk 4,6 (Luther)
und sprach (der Teufel) zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will.
Joh 8,44
Schlange / Drache
Offb 12,9 (Scofield)
Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen.
Wenn es diesen Bibeltext nicht gäbe, dann ließe sich mit der Bibel kein Zusammenhang von der Schlange (evtl. Enki) zum Teufel herleiten. Dann könnte man sich ausschließlich mit der Bedeutung und dem Ursprung des „Drachens“ auseinandersetzen!
Ich werde mich dieser Frage in einem eigenen Thema stellen müssen. Denn sie ist einfach zu wichtig, als dass man sie hier so im Raum stehen lassen könnte.
Die Namen des Teufels
Auf dieser Seite möchte ich einige Namen des Teufels auflisten. Es gibt deutlich umfangreichere Listen von Teufelsnamen. Doch diese schließen auch andere Kulturkreise mit ein. Hier geht es um die Namen, die einen Bezug zum jüdisch / christlich / moslemischen Kulturkreis haben. Auch bleiben die „Unterteufel“ in dieser Aufstellung unberücksichtigt.
Der Widersacher in der Bibel (und in verwandten Kulturkreisen) Namen und Begriffe des Gegenspielers
Satan* (47) → Widersacher
Teufel* (27) → Verleumder
Drache* (09)
Schlange* (09)
Beelzebub* (Beelzebul) (07) → Mistgott?
Fürst der Welt* (03)
Macht der Finsternis (03)
Widersacher (03)
Gott der Welt (02)
Versucher (02)
Fürst der Luft (01)
Abaddon* (01) → Verderber
Belial* (Beliar) (01) → Nichtsnutz
Weltbeherrscher (01)
Ankläger (Verkläger) (01)
Menschenmörder (01)
Lügner (01)
Namen und Begriffe gegnerischer Gottheiten
Dagon* (06)
Baal* (recht häufige Verwendung des Namens, aber oft nur als Wortverbindung)
Bel* (03)
Moloch* (Molek) (09)
(Marduk* erscheint nur unter anderen Namen wie Bel oder Moloch)
Namen und Begriffe mit einem Bezug zum Teufel Folgende Begriffe finden auch gelegentlich Bezug zum Teufel.
Gog* (von Magog) (13)
Leviatan (Drache/Krokodil) (05)
Behemot (Nilpferd?) (01)
Die Zahlen in den Klammern beziehen sich auf das Vorkommen in der revidierten Elberfelder Bibelübersetzung. Es gibt noch weitere Begriffe, die mit dem Teufel in Verbindung gebracht werden könnten. * (zu den mit Sternchen gekennzeichneten Begriffen gibt es eigene Seiten)
(Ergänzende Begriffe der Apokryphen)
Mastema*
Mastemoth *(siehe Mastema)
Zabulus
(Namen aus dem Koran)
Iblis*
Schaitan
Ebenfalls geläufig
Luzifer* → Lichtbringer
Dagon* →
Diabolus → abwärts fließend
Weitere Namen (eine kleine Auswahl)
Ahriman,
Angra Mainyu,
Diabolos,
Mara,
Pazuzu
Saitan
Sammael → Gift Gottes
Wer ist der Teufel???
Was hat er gemacht?
Diese Recherche hat die Bibel zur Grundlage
Die Verführung
In Sachen Hiob
Der Fall
Bei Jesus
In den Briefen
In der Offenbarung
Wer war er nun?
Zusatzhinweise
Als erstes muss man auflisten, wofür der Teufel verantwortlich gemacht wird.
Dann kann man beginnen, den entsprechenden Verantwortlichen zuzuordnen.
Es reicht meines Erachtens nicht, pauschal vom Widersacher oder vom Teufel zu sprechen. Am Ende wird man möglicherweise zu einem falschen Ergebnis kommen.
Ich orientiere mich bei dieser Bestandsaufnahme an der klassischen Lehrmeinung, so wie sie uns die christlichen Kirchen überliefert haben. Ansatzweise werden einige sumerische Namen ins Bild mit einbezogen, um einen ersten Schritt zu tun, das Geschehen in einem größeren Rahmen betrachten zu können.
(Die Bibelzitate stammen, falls nicht anders kenntlich gemacht, aus der Einheitsübersetzung)
Die Verführung
In der Bibel tritt der Teufel als Widerstreiter zu Gott erstmalig in Verbindung mit der Verführung Evas auf.
1Mose 3 (Einheits)
Die Schlange war schlauer (*) als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?
……
4 Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben.
5 Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon eßt, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.
….
13 Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt, und so habe ich gegessen.
(*): Ist die Schlange wirklich ein besonders schlaues Tier? Hinweise, die das bestätigen würden sind mir bislang nicht zu Ohr gekommen.
Aber die Schlange ist ja nicht nur eine Schlange, sondern der Gott Enki, dessen Symbol die Schlange ist. Und eben dieser Enki galt unter den Göttern als besonders schlau. Er war eben der schlaueste von ihnen. Er war, nebenbei bemerkt, Gottes (Anus) Erstgeborener.
Noch zwei Referenztexte aus dem NT:
2.Kor 11,3 (Einheits)
Ich fürchte aber, wie die Schlange einst durch ihre Falschheit Eva täuschte, könntet auch ihr in euren Gedanken von der aufrichtigen und reinen Hingabe an Christus abkommen.
Offb 12,9 (Einheits)
Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.
Durch die Verführung und die daraus entstehenden Folgen, wurde eine Kette von Ereignissen ausgelöst, die nicht im Sinne von Jahwe waren.
Folgeereignisse
Damals gab es gewisse Aktivitäten der Anunnaki’s, Gottessöhne, welche eine ganz bestimmte göttliche Spezies darstellten.
Im Gegensatz dazu sollte eine andere, eine irdische Spezies, geschaffen werden. Diese war für andere Aufgaben gedacht. Deshalb durfte sie auch nicht all die göttlichen Merkmale haben, wie sie die Anunnaki’s hatten. Es wurde zwar besonders herausgestellt, also gutgeheißen, dass diese irdische Spezies den Himmlischen ähnlich sah. Aber der Erdenmensch Adam / Adapa sollte eine eingeschränkte Version sein.
Ursprünglich war daran gedacht, dass er den Himmlischen dienen sollte.
Aber jeder weiß, dass man in Sachen Software auch solche eingeschränkten Versionen kennt. Mit etwas Ahnung oder etwas krimineller Energie lässt sich so manch ein Programm knacken, das heißt, man kann ihm weitere Funktionen entlocken.
Mit dem neuen Menschengeschlecht schien es ähnlich zu sein. Der Baum des Lebens und die verbotene Frucht geben uns Hinweise auf weitere angedachte Eigenschaften.
Außerdem lässt die Wortwahl der Schlange deutlich erkennen, dass dem „Menschen“ etwas vorenthalten würde. Er könnte sehr wohl sein wie Gott. Die „Hardware“ würde das hergeben. Aber ganz offensichtlich sollte der Mensch nicht so sein wie Gott. Das zu klären wäre aber ein eigenes Thema.
Ein Artikel passend zum Thema wäre z.B.: Luzifer, Was wirft man ihm vor?
In Sachen Hiob
Hiob 1 (Einheits)
6 Nun geschah es eines Tages, da kamen die Gottessöhne, um vor den Herrn hinzutreten; unter ihnen kam auch der Satan.
7 Der Herr sprach zum Satan: Woher kommst du? Der Satan antwortete dem Herrn und sprach: Die Erde habe ich durchstreift, hin und her.
8 Der Herr sprach zum Satan: Hast du auf meinen Knecht Ijob geachtet? Seinesgleichen gibt es nicht auf der Erde, so untadelig und rechtschaffen, er fürchtet Gott und meidet das Böse.
9 Der Satan antwortete dem Herrn und sagte: Geschieht es ohne Grund, dass Ijob Gott fürchtet?
10 Bist du es nicht, der ihn, sein Haus und all das Seine ringsum beschützt? Das Tun seiner Hände hast du gesegnet; sein Besitz hat sich weit ausgebreitet im Land.
11 Aber streck nur deine Hand gegen ihn aus, und rühr an all das, was sein ist; wahrhaftig, er wird dir ins Angesicht fluchen.
12 Der Herr sprach zum Satan: Gut, all sein Besitz ist in deiner Hand, nur gegen ihn selbst streck deine Hand nicht aus! Darauf ging der Satan weg vom Angesicht des Herrn.
Hiob 2 (Einheits)
1 Nun geschah es eines Tages, da kamen die Gottessöhne, um vor den Herrn hinzutreten; unter ihnen kam auch der Satan, um vor den Herrn hinzutreten.
2 Da sprach der Herr zum Satan: Woher kommst du? Der Satan antwortete dem Herrn: Die Erde habe ich durchstreift, hin und her.
3 Der Herr sprach zum Satan: Hast du auf meinen Knecht Ijob geachtet? Seinesgleichen gibt es nicht auf der Erde, so untadelig und rechtschaffen; er fürchtet Gott und meidet das Böse. Noch immer hält er fest an seiner Frömmigkeit, obwohl du mich gegen ihn aufgereizt hast, ihn ohne Grund zu verderben.
4 Der Satan antwortete dem Herrn und sagte: Haut um Haut! Alles, was der Mensch besitzt, gibt er hin für sein Leben.
5 Doch streck deine Hand aus, und rühr an sein Gebein und Fleisch; wahrhaftig, er wird dir ins Angesicht fluchen.
6 Da sprach der Herr zum Satan: Gut, er ist in deiner Hand. Nur schone sein Leben!
Satan hat freien Zutritt zu himmlischen Gefilden und Zusammenkünften. Er ist also frei und in keiner Weise ausgestoßen.
Er hat sein Beschäftigungsfeld offenbar vorzugsweise auf der Erde.
Er hält Anklage gegen den „Mensch“ in dem Sinne, dass dieser niemals untadelig sein könne.
Der letzte Hinweis dürfte entscheidend sein!
Dieser „Satan“ hat etwas an der Schöpfung Mensch auszusetzen.
Wenn wir einen Blick zurück werfen, dann war es Enlil (Jahwe?), der unwillig gegenüber dem „Mensch“ war, der ihn vernichten wollte, der ihm unterstellte, dass er im Herzen böswillig sei. (1Mo 8:21)
Enki war jedoch der Erschaffer. Er setzte sich für seine Schöpfung ein.
Gemäß anderen Quellen (u.a. dem Koran), war es Satan (Iblis), der dadurch, dass er der neuen Schöpfung nicht huldigte, sein Missfallen signalisierte.
Sure 7
11 Und wir haben doch euch (Menschen) geschaffen. Hierauf gaben wir euch eine (ebenmäßige) Gestalt. Hierauf sagten wir zu den Engeln: ‚Werft euch vor Adam nieder!‘ Da warfen sie sich (alle) nieder, außer Iblis. Er gehörte nicht zu denen, die sich niederwarfen.
12 Gott (w. Er) sagte: ‚Was hinderte dich daran, dich niederzuwerfen, nachdem ich (es) dir befohlen habe?‘ Iblis (w. Er) sagte: ‚Ich bin besser als er. Mich hast du aus Feuer erschaffen, ihn (nur) aus Lehm.‘
13 Gott (w. Er) sagte: ‚Geh von ihm (d.h. vom Paradies) hinab (auf die Erde)! Du darfst darin nicht den Hochmütigen spielen. Geh hinaus!
Dieser Satan / Iblis ist also ganz offensichtlich nicht identisch mit der Schlange aus dem Garten Eden.
Der Satan aus dem Bibelbuch Hiob müsste also Enlil, Gottes (Anus) rechtmäßiger Sohn (Jahwe) sein, der mehrfach in Rivalität mit seinem Bruder Enki, Gottes erstgeborenen Sohn geriet.
Der Fall
Ein weiteres Kriterium findet Anwendung auf den „Teufel“, und das ist sein Sturz bzw. sein Fall.
Diesem Thema habe ich ein eigenes Kapitel gewidmet.
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Danach tritt der sogenannte Teufel / Satan / Widersacher im AT nicht weiter in Erscheinung (außer vielleicht in einer weniger spektakulären Begebenheit im Bibelbuch Sacharja).
Bei Jesus
Der Satan bzw. der Teufel wird in den Evangelien recht häufig erwähnt. Man könnte fast geneigt sein, zu schlussfolgern, dass erst in Verbindung mit Christus die Person des Teufels Gestalt annahm.
Offenbar war dieser Satan oder Teufel der direkte Gegenspieler von Christus. Klar, dass in dieser Inkarnation des Gottes Joshua, sein ihm widerstrebender Gegenspieler, der Gott dieser Welt, sein Werk zu vereiteln suchte.
Wie wir gesehen haben, gibt es im AT durchaus einige Hinweise auf den Teufel (Satan), aber er hat hier eher eine Nebenrolle, wohingegen er im NT neben Christus zum Hauptakteur im Geschehen wird.
Die Versuchung
Lukas 4 (Einheits)
2 und dabei wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt. Die ganze Zeit über aß er nichts; als aber die vierzig Tage vorüber waren, hatte er Hunger.
3 Da sagte der Teufel zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl diesem Stein, zu Brot zu werden.
4 Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot.
5 Da führte ihn der Teufel (auf einen Berg) hinauf und zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde.
6 Und er sagte zu ihm: All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich dir geben; denn sie sind mir überlassen, und ich gebe sie, wem ich will.
7 Wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest, wird dir alles gehören. ……
Ein bemerkenswerter Text, der bezeugt, dass:
- der Widersacher der ist, der Macht über die Erde hat. Er kann sie auch nach eigenem Gutdünken verteilen.
- ihm Anbetung sehr wichtig ist.
- er durch Verlockungen versucht, Einfluss auf das Geschehen zu nehmen.
Lehrreden
In vielen seiner Gleichnisse und Reden nahm Christus auf den Teufel Bezug.
Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass er einen Gegenspieler hat, der bemüht ist, sein Werk zum Scheitern zu bringen.
Jesus bezeichnet ihn auch tatsächlich als den Herrscher dieser Welt. Er trägt also diesem Sachverhalt durchaus Rechnung. Er räumt ihm große Macht ein. Etwas, was von den meisten „Gläubigen“ irgendwie unterschätzt wird. Viele wähnen sich in Sicherheit, wenn sie den Regeln irgendeiner Kirchenrichtung gehorchen. — Ein großer Irrtum, aber ein ganz anderes Thema!
Mt 13,39 (Einheits)
der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel.
Joh 12,31 (Einheits)
Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden.
Joh 14,30 (Einheits)
Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht,
Der Erschaffer
Christus hat sich als Schöpfer (Erschaffer) des Menschen geoutet. Wenn die von ihm gemachten Hinweise stimmen, dürften wir ihn demnach gut ins Puzzle einfügen können.
Wenn wir Christus den Schöpfer des Menschen nennen können, dann entlastet ihn das zwar nicht von der Beschuldigung, er sei die Schlange gewesen. Es entlastet ihn aber auf jeden Fall darin, dass er es nicht ist, der als Ankläger der Menschen auftritt. Genauso wenig ist er der große Verführer.
Christus als der Schöpfergott wird uns hervorragend im Prolog des Johannes beschrieben.
Joh 1 (Einheits)
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
2 Im Anfang war es bei Gott.
3 Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
…..
9 Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
11 Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
…..
14 Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.
Weitere Schriftstellen runden die von Johannes gemachten Aussagen ab.
Siehe dazu :
1Kor 8,6 Röm 11,36 Kol 1,16 Heb 1,2 Spr 8,22-36
Christus, der Schöpfergott (nicht Gottvater) begab sich in seine eigene Schöpfung. Die Welt erkannte ihn aber nicht als solchen.
Christus hatte in der Tat zeitweise mit erheblichem Widerstand fertig zu werden.
Das begann mit dem Kindesmord, der Versuchung (wurde von mir behandelt), großem Widerstand der religiösen Führer bis hin zum Verrat, dem Prozess, der Demütigung und der Hinrichtung.
Ein großer Teil des Widerstandes war hausgemacht, d.h., es hätte auch jeden von uns treffen können, wenn wir in jener Zeit, so wie Christus, gegen den Strom geschwommen wären.
Unter dem Strich muss man einräumen, dass der Gegenspieler nur zeitweise versuchte, die Ereignisse in seinem Sinne zu beeinflussen. (Luk 4,13)
In den Briefen
Unter den ersten Christen schien man dem Teufel noch mehr an Gewicht beizumessen als man es aus den Reden des Christus hätte ableiten können.
Ich habe hier eine kleine Auswahl entsprechender Schriftstellen angeführt. Die meisten Bibelstellen in Sachen „Teufel“ beinhalten weniger Hinweise auf den Teufel als vielmehr Warnungen vor dem Teufel:
Eph 4,27 (Einheits)
Gebt dem Teufel keinen Raum!
Jak 4,7 (Einheits)
Ordnet euch also Gott unter, leistet dem Teufel Widerstand; dann wird er vor euch fliehen.
2.Kor 11,14 (Einheits)
Kein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts.
2.Thess 2,4 (Einheits)
der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt.
1.Petr 5,8 (Einheits)
Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann.
1.Joh 3,8 (Einheits)
Wer die Sünde tut, stammt vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören.
Ob nun Satan, wie im Falle von Christus, bei den ersten Christen unmittelbar ins Geschehen eingriff, wird man nicht eindeutig nachweisen können. Zweifellos wurde ihm aber für so manche Entwicklung die Schuld gegeben.
In der Offenbarung
Hier kommt dem Teufel eine recht umfassende Bedeutung zu. Er wird als Drahtzieher für Großereignisse kenntlich gemacht. Hier wird uns ein kleiner Blick hinter die Kulissen erlaubt, so erkennen wir auch, dass die „Akte Satan“ sich nicht nur auf die Erde beschränkt.
Er, der Widersacher, hat auch in außerirdischen Bereichen rebellisches Verhalten an den Tag gelegt.
Offb 12,9 (Einheits)
Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.
Offb 12,12 (Einheits)
Darum jubelt, ihr Himmel und alle, die darin wohnen. Weh aber euch, Land und Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen; seine Wut ist groß, weil er weiß, dass ihm nur noch eine kurze Frist bleibt.
Offb 20,2 (Einheits)
Er überwältigte den Drachen, die alte Schlange – das ist der Teufel oder der Satan -, und er fesselte ihn für tausend Jahre.
Wer war er nun?
Theoretisch kommen nach wie vor mehrere dafür in Frage!
1.Am Beispiel der Verführung gemessen, müsste es Enki gewesen sein.
2.Am Beispiel Hiobs und des von Christus könnte es Enlil (Jahwe, der andere Sohn Gottes) – oder aber auch eine dritte Person gewesen sein.
3.Am Beispiel der Offenbarung kämen sowohl Enki, als auch Enlil in Frage. Zusätzlich sogar noch der Drache(*). Diesen habe ich in meinen Ausführungen bisher noch nicht weiter behandelt.
4.Sogar folgende Variante wäre denkbar: Enki ist der Satan aus der Genesis. Wohingegen Enlil (Jahwe?) der Satan / Teufel aus neueren Schriften sein könnte.
Das Ganze ist recht paradox. Aber das Leben auf unserer Erde scheint oftmals paradox zu sein. — Es wäre ein Thema für sich, über dieses Phänomen einmal zu referieren und anhand von Beispielen aufzuzeigen wie oft wir mit diesem Paradoxon im Leben konfrontiert werden.
(*) der Drache:
In der Tat versteckt sich hinter diesem Begriff ein wichtiger Hinweis, der an anderer Stelle noch näher beleuchtet werden soll! Siehe z.B. die Themenreihe „Reptos“ oder „Die gefallenen Engel“
Zusatzhinweise
Ich habe nachträglich noch zwei Hinweise gefunden.
Erstens
(Aus: Die Legende von Naram Sin) gefunden in „… und die Anunnaki schufen den Menschen“ / Zecharia Sitchin)
Dort ist von Mischwesen / Monstern / Androiden usw. die Rede.
Es galt zu erkennen, woran man sie von einem Menschen unterscheiden könne.
»Wenn Blut herauskommt, dann sind es Menschen, wie wir es sind«, sagte der König aber »wenn kein Blut herauskommt, dann sind es Dämonen, Teufel, von Enlil erschaffen.«
Der Hinweis, dass hier die Erschaffung von Dämonen und Teufeln mit Enlil in Verbindung gebracht wird, würde Enlil einmal mehr als den großen Gegenspieler kenntlich machen. (Es muss aber erwähnt werden, dass auch der Enki im Schaffen von Kreaturen dem Enlil bestimmt um nichts nachstand.) Androiden, Roboterwesen mögen tatsächlich in ihrem Körperaufbau kein Blut haben. Interessant doch, dass schon so alte Schriften uns Hinweise in diese Richtung gaben. Jetzt steht der Mensch selbst kurz vor dem Augenblick, „Gott“ spielen zu können. Einerseits wird er bald Roboter haben, die einen Menschen ansatzweise ersetzen können und andererseits ist die Genforschung so weit, dass die ersten „Klonmenschen“ die Labore verlassen.
Zweitens
Der Teufel behauptete, ihm gehöre die Welt. Das sind die selben uns überlieferten Worte, die auch einst Jahwe gebraucht haben soll.
2. Mose 19,5 (Einheits)
Jetzt aber, wenn ihr auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, werdet ihr unter allen Völkern mein besonderes Eigentum sein. Mir gehört die ganze Erde,
Zum Vergleich die Aussagen des Teufels aus der Versuchung:
Luk 4,6 (Elberfelder rev)
Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie
Luk 4,6 (Hoffnung)
und bot sie Jesus an: «Alle Macht über diese Welt und ihre Herrlichkeit will ich dir geben; denn mir gehört die Welt, und ich schenke sie, wem ich will.
Mal so, mal so
Wundert es uns, dass das NT eine ganz andere Sprache spricht, als das AT? Wundert es uns, dass Jesus seinen Vater niemals mit JHWH betitelt?
In großen Teilen des AT tritt Jahwe als alleiniger Gott auf.
Andere Teile des AT handeln von mehreren Göttern (den Elohim)
Dann haben wir Zeitabschnitte in denen der alte Gott bereits entmachtet ist.
Der Gott des AT wiederum spielt im NT gar keine Rolle mehr.
Recht unbefriedigend
Lieber Leser, es gefällt mir ganz und gar nicht, dass ich im Ergebnis zu einem so unbefriedigenden Resultat komme.
Wie schön und einfach wäre es doch, wenn man unzweideutig den einen oder anderen als den „Widersacher“ kenntlich machen könnte.
Nicht dass es schön wäre, einen Widersacher zu haben. Aber wenn es ihn schon geben soll, will man doch genau wissen, wer er ist.
Unter Berücksichtigung der Bibel und sumerischer Schriften (also der ältesten relevanten Quellen) müsste man zu den von mir präsentierten Aussagen gelangen. — Würde ich jedoch noch andere Quellen mit einbeziehen, ergäbe sich ein anderes Bild. Irgendwie scheint es fast unmöglich, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. — Ist das Absicht?
| Achtung lieber Leser, dies ist noch nicht der letzte Stand meiner Recherche. Ich durfte inzwischen einer weiteren Spur folgen, welche mich dem Ziel noch wesentlich näher bringen sollte.Der eine der sie alle war |
Himmlische Politik
Könnte es nicht auch sein, dass hier eine Art Politik eine Rolle spielt?
Die Regeln und Praktiken der Politik dürften uns ja geläufig sein.
Als da wären:
der Stärkere hat Recht
Partei (Land) a bezeichnet Partei (Land) b als gefährlich, schlecht, überholt …..
Partei (Land) b bezeichnet Partei (Land) a als gefährlich, schlecht, überholt …..
Geschichte wird neu geschrieben, wenn sich die Machtverhältnisse ändern.
Wie unten so oben?
Wir sind hier die Abbilder von denen da „oben“. Können wir da nicht entsprechende Rückschlüsse wagen?
Auf Erden gab es und gibt es schreckliche Kriege.
Heißt „da oben“ immer nur eitel Sonnenschein?
Die Mythen berichten uns von schrecklichsten Kriegen, die die Götter unter sich ausgetragen haben sollen.
Genauso, wie die machthabenden Götter sich in der Zeit ablösten, genauso kann auch der eine und andere einmal zum Widersacher geworden sein, wenn sich die Machtverhältnisse änderten.
BF im März 2000
(etwas überarbeitet im Okt 2011)
Wie eine Fata Morgana, die Suche nach dem Teufel
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Ein Thema wie dieses war niemals von mir angedacht gewesen. Für mich stand anfangs wohl fest, daß das Thema „Teufel“ auf meiner Homepage »Gottwissen« nicht fehlen durfte. Und mein damaliger Erkenntnisstand hatte gewisse Vorstellungen von diesem Thema. Also schnell die Fakten zusammensuchen, niederschreiben und fertig!
Da es nicht mein Anliegen ist, vorgefertigte Meinungen oder Dogmen zu präsentieren, ging ich dem Thema so weit auf den Grund, wie es mir neben meinen weltlichen Tätigkeiten eben möglich war.
Ich geriet schnell in Bereiche, in denen ich mit meinem Latein am Ende war. Alles war nicht so, wie ich es angenommen hatte, das Puzzle wollte einfach nicht passen.
Was ich auf diesen Seiten präsentiere, ist eine ehrliche Darstellung der Fakten, die uns die Geschichte bzw. die Kirchen hinterlassen haben. Allerdings ist das Ziel von mir noch nicht gefunden. Damit meine ich einen Stand zu haben, wo ich die Indizien lückenlos zusammenbringen kann, um den großen Widersacher Gottes eindeutig identifizieren zu können. Etwa ein halbes Jahr habe ich jetzt (Anfang Juni 2003) mich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Meine Suche nach dem Teufel ist aber immer noch nicht abgeschlossen, d.h., ich werde zu späterer Zeit dieses Thema immer wieder einmal aufgreifen und ergänzen müssen.
Der Stand der Dinge ist, daß es sehr viele Kandidaten für den Teufel gibt; darunter sogar solche, von denen man es sich niemals hätte vorstellen können. Allerdings scheint sich die Schlinge um einen Kandidaten deutlich enger zusammenzuziehen.
Ausblick
Manche weitere Aufsätze zum Thema sind bereits angedacht oder in Arbeit. Weitere werden zwangsläufig folgen. Auch die Helfershelfer dürfen nicht fehlen!
Habt also bitte noch etwas Geduld um auch Antworten zu diesen Themen auf dieser Homepagepräsenz zu finden.
Die Lager
(Ansichten über den Teufel)
Erste Gruppierung
Hier möchte ich einwänden, sie haben allesamt nur an der Oberfläche recherchiert.
Zweite Gruppierung
Hier möchte ich einwänden, sie machen es sich ein wenig zu leicht. Ihr „Teufelswissen“ ist meist klischeehaft und in der Regel nicht sehr konkret.
Dritte Gruppierung
Hier möchte ich einwänden, sie haben nicht ausreichend die Folgen und Konsequenzen berücksichtigt, denen wir aufgrund des Einflusses des „Lichtbringers“ zur Zeit ausgesetzt sind.
Vierte Gruppierung
Hier möchte ich einwänden, dass das zwar im Ansatz eine interessante Entwicklung ist, berücksichtigt man dabei, dass die Kirche alles andere als eine reine und heilige Repräsentanz Gottes ist. Eine Umkehr der kirchlichen Regeln könnte also im Ansatz wieder zum Ursprung führen. Letztendlich ist aber die doppelte Verdrehung von Wirklichkeiten nicht als empfehlenswerter Weg anzusehen. Sich zusätzlich mit den Attributen des Satans zu identifizieren, macht das Ansinnen nicht besser. Außerdem gilt es (wie bereits gesagt) zu berücksichtigen, dass die Ansichten der Satanisten sehr breit gefächert sind. Sie bekennen sich mehr oder weniger eindeutig zu Satan.
Was ist bekannt?
Was weiß man über den Teufel?)
Ich fasse kurz die gängige (überlieferte) Meinung zusammen.
Danach war der legendäre Teufel einst ein heiliger Engel an der Seite Gottes. Er war mächtig und schön zugleich. Von Gott geliebt hatte er seinen Platz in der Schöpfung Gottes.
Stolz kam in ihm auf, weswegen seine Loyalität zu Gott Schaden litt.
Er strebte nach mehr. Er wollte die Macht Gottes vereinnahmen.
In Folge wurde er in seiner Macht beschränkt. Die Erde, der Planet mit dem freien Willen, blieb ihm als sein Refugium. Doch seine Zeit auf der Erde sollte nicht unbegrenzt sein. Das ist, auf wenige Sätze reduziert, unser (Klischee-) Wissen vom Teufel.
Dieses will ich ergänzen mit Aussagen aus dem Bereich der Religion und einiger Neuoffenbarungen. Ich hoffe, dass man unter dem Strich vielleicht ein einigermaßen objektives Bild vom Teufel hat. Man achte auf meine Wortwahl! Damit will ich zum Ausdruck bringen, dass wir hier ein heißes Eisen anfassen, und dass die Wahrheitsfindung nicht ganz einfach sein wird.
Die andere Seite Lichtbringer oder Feinde Gottes
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Dies ist ein äußerst brisantes und heikles Thema. Die Informationen, die in diesen Bereich fallen, sind sehr widersprüchlich. Deswegen gehe ich es von ganz unterschiedlichen Seiten an. Ich versuche viele Quellen unterschiedlichster Herkunft zu berücksichtigen. Nur so ist es vielleicht möglich, der Sache im Ansatz gerecht zu werden.
Verschiedene Quellen, verschiedene Meinungen! Meine Absicht ist es nicht, den Leser zu verwirren, aber es ist nicht auszuschließen, dass sich hier und da Aussagen widersprechen.
Hinweise über den Teufel sind uns ganz besonders durch die Bibel zugeflossen. Daraus ist auch zu entnehmen, dass dieser Gegenspieler Gottes eine äußerst wichtige Rolle im Geschehen auf dieser Erde spielt.
Das heißt also, dass wir ihn nicht links liegen lassen dürfen. Wir sollten versuchen, so weit es uns möglich ist, den Schleier abzustreifen, der uns die freie Sicht auf seine Identität behindert.
- So sollen natürlich vorzugsweise auch die Informationen aus der Bibel berücksichtigt werden.
- Dabei soll versucht werden, soweit es möglich ist, auch zwischen den Zeilen zu lesen.
- Aussagen verschiedener religiöser Richtungen sollen Berücksichtigung finden.
- Parallelen in alten außerbiblischen Quellen sollen so weit wie möglich den Horizont erweitern helfen. (Apokryphen / Mythen)
- Neuere Quellen sollen ebenfalls berücksichtigt werden.
- Fakten aus der Gegenwart und der Vergangenheit sollen die gemachten Aussagen untermauern.
Das Projekt, das ich unter dem Begriff „Fallwelt“ publiziere, wird recht komplex werden.
Ende März 03, habe ich die ersten Berichte zum Thema erstellt. Von einer sofortigen Veröffentlichung habe ich aber schnell Abstand genommen, weil ich zunächst genügend repräsentativen Stoff bearbeiten wollte. Auch jetzt, im August 03 sind längst nicht alle geplanten Aufsätze zum Thema geschrieben. Wenn man etwas unter der Oberfläche gräbt, tut sich weit mehr Stoff auf, als anfangs gedacht. Ich bitte den interessierten Leser also um Geduld, bis nach und nach die Themen komplettiert werden.
Es kann sein, dass die Architektur der Internetseite noch mehrmals umstrukturiert wird.
- Freytag
(Webautor)
Gefallene Engel, der große Gegenspieler und was sonst zum Thema passt
View attachment 1656Auf diesen Seiten finden sich unterschiedliche Dokumente und Aufsätze zum Thema.
Ich bemühe mich, diesen brisanten Themenkomplex einigermaßen objektiv aufzuarbeiten.
So werden ganz unterschiedliche Quellen herangezogen, die sich manchmal auch widersprechen.
Wer und was ist der biblische Teufel? Diese Frage steht mehr oder weniger im Mittelpunkt. — Einst sagten mir einige, den Teufel gäbe es nicht, ich bekam sogar einmal den Hinweis, daß die Fronten gewechselt hätten. Das begriff ich natürlich nicht und es ließ sich mit meinem Gottesbild auch nicht vereinen.
Dann kam der Zeitpunkt, an dem ich mich endlich daran machte, dieses Thema aufzuarbeiten. Es würde schon nicht so kompliziert sein, meinte ich, dieses Thema mit meinem Wissen am Rande mit bewältigen zu können.
Dann traten aber schnell die ersten Probleme auf. So einfach war es nicht. Es war nicht damit getan, das Thema mit ein paar Bibelzitaten abzuhandeln. — Ich kam schnell an einen Punkt, an dem ich nicht mehr wußte, wer der Teufel wirklich ist. Mir blieb nichts anderes übrig als mich tiefer mit dem Stoff auseinander zusetzen. Wer sucht, der findet. Einiges davon wird auf diesen Seiten präsentiert.
Ich bin bemüht, den unterschiedlichsten Standpunkten gerecht zu werden. Es wäre verheerend, durch einige Rückschlüsse zu falschen Resultaten zu kommen. Letztendlich könnte man sogar den „Lieben Gott“ selbst zum Teufel abstempeln. Das ist bestimmt nicht meine Absicht.
Wer auf diesen Seiten etwas über »Satanismus« vermutet, den muß ich enttäuschen. Nichts dergleichen versteckt sich auf den von mir präsentierten Seiten. Genauso werden möglicherweise jene enttäuscht werden, die den Teufel ausschließlich aus mittelalterlich christlicher Sicht verstanden wissen wollen.