Der Kampf der Götter mit den Dämonen
- Der Kampf der Götter mit den Dämonen
- Einführung
- Kapitel eins Die organische Ordnung
- Zweites Kapitel Die Teilnahme
- Drittes Kapitel Wachstum in Teilen
- Viertes Kapitel Ich Muster
- Kapitel fünf Die Diagnose
- Sechstes Kapitel Die Koordination
Der Kampf der Götter mit den Dämonen
Der Kampf der Götter mit den Dämonen (Teil I – Teil IX)
Weit nördlich der höchsten Bergkette der Erde des Himalaja der Heimat des Schnees ragt der majestätische Berg Meru mit seinen drei Spitzen hervor.
über dreiunddreißigtausend Meilen erstreckt sich sein Massiv vierundachtzig Meilen hoch bohrt er seine Gipfel in den Himmel. Sonne Mond und Sterne alle Himmelskörper kreisen um ihn. Höher als die Sonne und ihrer Strahlen nicht teilhaftig hat er eigenes Licht und gleicht einer riesigen Feuermasse. Weit und breit in die Runde fällt sein Schein auf Berge und Ebenen; sie leuchten in der roten Glut die von seinen Felswänden ausgeht. Hier liegt der Garten in dem die Götter zusammenkommen um sich darin zu ergehen. Von hier führt ein Pfad durch den Luftraum in den Himmel wo die Götter ihren Wohnsitz haben.
In alter Zeit lebten dort die Asuras die Dämonen die älteren Halbbrüder der Dewas der Götter. Damals waren die Asuras den Dewas gleich: alle waren sie gut und gerecht edel und tapfer. Sie kannten und beachteten das ewige Gesetz Dharma und wurden in Gebeten angerufen. Viele Weltzeitalter hindurch lebten sie in Eintracht beieinander.
Doch als die Zahl der Asuras zunahm änderte sich ihre Art. Jetzt wurden sie übermütig schamlos und streitsüchtig. Sie brachen das Dharma und wurden neidisch auf ihre jüngeren Brüder die Dewas. Neid und Habgier führten zu fortwährender Zwietracht und zu unablässigem Streit um den Vorrang worüber alle brüderlichen Gefühle dahinschwanden und schließlich ganz verlorengingen. Am Ende des letzten Weltzeitalters kam es zu einem harten Kampf in dem die Asuras vernichtend geschlagen wurden.
Voller Angst vor dem Tode der auch sie einmal ereilen würde waren die Götter auf dem Berg Meru zusammengekommen um zu beratschlagen. Da saßen die mächtigen Himmlischen beieinander und hielten eine Versammlung ab. Sie waren gekommen um auf ein Mittel zu sinnen durch das sie in den Besitz des Trankes gelangen könnten der ihnen die Unsterblichkeit sichere. Keiner unter ihnen aber vermochte zu sagen wo dieser Unsterblichkeitstrank zu finden sei oder wie ihnen dazu verholfen werden könne. Als Wischnu die himmlische Versammlung in angstvoller Verlegenheit verharren sah sprach er zu Brahma:
‚Laß die Götter und die Scharen der Asuras den Ozean quirlen. Wenn das große Meer gequirlt wird dann wird sich der Trank bilden; nehmt alle Heilkräuter und alle Edelsteine werft sie in den Ozean und fangt an zu quirlen dann werdet ihr ihn gewinnen.‘
Erfreut über Wischnus weisen Rat begaben sich Götter und Asuras auf den Berg Mandara den sie zum Quirlstock ausersehen hatten.
Elftausend Meilen hoch erhebt sich dieser Riese in die Lüfte ebenso viele Meilen tief erstreckt er sich unter die Erde. Er ist der schönste von allen Bergen und reich mit Schlingpflanzen bewachsen Immerwährend hallt er wider vom Gesang mannigfaltiger Vögel und allerlei Arten wilder Tiere haben ihn sich als Behausung ausersehen. Diesen Berg versuchten die Götter mit vereinten Kräften zu entwurzeln doch waren sie außerstande ihn auch nur von der Stelle zu rücken.
So begaben sie sich zu Wischnu und Brahma und sprachen:
‚Fasset ihr beide nun einen Gedanken der uns den höchsten Segen schenkt und versucht uns allen zum Heil den Berg Mandara zu entwurzeln.‘
Wischnu und Brahma versprachen ihnen zu helfen und übertrugen diese schwierige Aufgabe Ananta der Weltschlange welche die Erde trägt und stützt. Diese hob darauf den Mandara samt Wäldern und Waldbewohnern auf und setzte sich mit ihm in Bewegung. Zusammen mit Ananta zogen die Dewas an die Küste des Ozeans und sprachen zum Gott des Meeres:
‚Um des Unsterblichkeitstranks willen sind wir hierhergekommen deine Wasser zu quirlen; gestatte uns daß wir deine Wasser quirlen!‘ Diese Bitte gewährte der Herr der Wasser unter der Bedingung daß auch er seinen Anteil an dem Unsterblichkeitstrank erhalte. Darauf wandten sich die Götter und Asuras an den Schildkrötenkönig und sprachen:
‚König der Schildkröten sei du die Grundfeste auf der der Berg beim Quirlen ruhen kann!‘ Der Schildkrötenkönig willigte ein und der Mandara wurde auf seinen Rücken gehoben und von Indra kunstgerecht darauf befestigt.
Nachdem die Götter und Asuras auf solche Weise den Berg Mandara zu ihrem Quirlstock und den Schlangenkönig zu ihrem Quirltau gemacht hatten schickten sie sich an den Ozean die Stätte der Wasser zu quirlen um den Unsterblichkeitstrank zu erlangen. Das eine Ende des Schlangenkönigs hielten die Asuras fest umklammert nach dem Schwanz zu hatten sich sämtliche Götter aufgestellt. Wischnu bewegte den Kopf des Schlangengottes abwechselnd auf und nieder Götter und Asuras zogen ihn mit Macht hin und her.
Aber durch die Reibung schossen unablässig schwarze Dämpfe mit Flammen vermischt aus seinem Munde hervor. Diese Rauchmassen verdichteten sich zu Wolkenmassen die mit Blitzen geladen waren und ihre Regenfluten auf die von Erschöpfung und Hitze übermannten Reihen der Götter und Asuras herabströmen Bellen.
Da sank ein Regen von Blumen vom Gipfel des Berges Mandara hernieder und hüllte die himmlischen Scharen ein. Erfrischt und gekräftigt begaben sich Götter und Asuras wieder an ihr schweres Werk. Da aber dröhnte aus der Tiefe des Ozeans ein furchtbares Grollen herauf wie das Grollen schwerer Wolken. Von dem riesigen Berg zermalmt kamen die Bewohner der Wasser zu Hunderten in der Meeresflut um. Ungezählte Geschöpfe Warunas des Meeresgottes ungezählte Bewohner der Unterwelt richtete der Erde-Träger zugrunde.
Vom Gipfel des Berges krachten große Bäume herab und stürzten übereinander. Das Feuer das aus ihrem Zusammenprall hervorschlug loderte hoch auf und umgab einer dunklen Wolke gleich den von Blitzstrahlen umzuckten Berg Mandara. Da verbrannten Elefanten Löwen und zahllose andere Tiere die auf dem Berge wohnten. Allenthalben richtete das Feuer entsetzliche Verwüstungen an bis Indra es mit starken Regengüssen löschte.
Während nun das Quirlen des Ozeans einige Zeit fortdauerte strömten allerlei Harze von den großen Bäumen und Säfte von Pflanzen und Kräutern in das Meer hinab. Diesen Säften die die Kraft des Unsterblichkeitstranks in sich bargen und einem Strom von Gold haben die Götter ihre Unsterblichkeit zu verdanken. Die Säfte verwandelten das Wasser des Ozeans in Milch und diese Milch wurde danach zu Butter.
Aber noch zeigte sich der Unsterblichkeitstrank nicht. Erschöpft und entmutigt gingen die Götter zu Brahma dem Gott der die Wünsche erfüllt und sprachen zu ihm:
‚Brahma wir sind sehr müde und noch zeigt sich der Trank nicht. Alle Götter außer Wischnu und alle Asuras haben nun schon geraume Zeit dieses Quirlen des Ozeans durchgeführt. Ohne Wischnus Hilfe wird der Trank nicht erscheinen.‘
Da sprach Brahma zu Wischnu:
‚Wischnu verleihe ihnen Kraft denn du bist ihre letzte Zuflucht.‘
Und Wischnu antwortete:
‚Kraft schenke ich allen die dieses Werk unternommen haben. Der Krug des Ozeans soll wieder in Bewegung gesetzt und der Mandara wieder gedreht werden.‘
Als die Götter und Asuras Wischnus Worte vernahmen fingen sie von frischer Kraft beseelt einmütig von neuem an die butterartige Masse des Ozeans zu quirlen. Nach einer Weile stieg aus dem gequirlten Ozean Sonia der Mondgott mit vielerlei Kostbarkeiten herauf.
Danach tauchte die Göttin Lakschmi die Göttin der Liebe des Glückes und der Schönheit in einem gelbfarbenen Gewande aus dem Ozean empor. Sie erhellte den Horizont durch ihren Glanz wie der Blitz der aus einer Wolke hervorbricht. Betroffen von ihrer Schönheit ihrem Adel ihrer Jugend und ihrer Pracht wurden Götter wie Asuras in gleichem Maße von dem Gefühl heftigen Verlangens nach ihr erfaßt. Indra bot ihr einen großen prächtigen Sessel an. Die Flüsse nahmen leibliche Gestalt an und reichten ihr lauteres Wasser in goldenen Gefäßen. Die Erde brachte ihr alle Pflanzen dar der Lenz seine Frühlingsblumen.
Die Sänger des Himmels stimmten glückverheißende Lieder an Tänzerinnen tanzten schöne Reigen. Der Ozean schenkte ihr einen Kranz nie verwelkender Blumen; Wischwakarma der Künstler unter den Göttern schmückte sie mit kostbaren Geschmeiden; Saraswati gab ihr eine Halskette Brahma eine Lotosblume und die Schlangen ein Paar Ohrringe. So geschmückt warf sich die Göttin in Gegenwart der Götter und Asuras an Wischnus Brust dessen Gemahlin sie fortan bleiben sollte.
Nun aber erhob sich aus dem Ozean eine wunderbare menschliche Gestalt ein Mann mit langen Armen kräftigem Nacken und braunen Augen; er war jung von dunkler Hautfarbe und mit einem Kranz und allerlei Zierat geschmückt. Er trug ein Gewand von gelber Farbe seine Brust war breit; seine mit Edelsteinen besetzten Ohrringe erstrahlten in lauterem Glanz. Die Enden seiner Haare waren gelockt; er war schön und besah die Kraft eines Löwen. Seine Arme die mit Armbändern geschmückt waren hielten einen Krug. Es war Dhanwantari der Arzt der Götter der den Trank der Unsterblichkeit das Amrita aus dem Ozean hervorbrachte.
Als die Asuras ihn mit seinem Krug erblickten erhoben sie ein furchtbares Geschrei und versuchten sofort ihm den Trank wegzunehmen.
Zwar ging das Quirlen des Ozeans immer noch weiter doch hatten die Asuras jetzt den Kampf gegen die Dewas die Götter ihre jüngeren Halbbrüder eröffnet.
Sie waren sehr verbittert darüber daß alle Kostbarkeiten die aus dem Ozean aufgetaucht waren allein den Göttern zufielen und so wollten sie jetzt um Lakschmi und das Amrita kämpfen. Es gelang ihnen den Amritakrug an sich zu bringen.
Außer sich über den Verlust des Tranks der Unsterblichkeit um dessentwillen sie sich der Mühe unterzogen hatten den Ozean zu quirlen begaben sich die Dewas zu Wischnu und baten ihn um Hilfe. Der wollte die Asuras überlisten und nahm vermittels seiner magischen Kraft die Gestalt eines jungen Weibes von unvergleichlicher und übernatürlicher Schönheit an. Ihr Antlitz hatte die tiefe Farbe der Lotosblume ihre Glieder waren von vollendetem Ebenmaß ihre Ohren waren gleichmäßig groß und mit wunderbaren Ringen geschmückt. Ihre Wangen waren edel ihre Nase sprang ein wenig vor. Schlank war sie um den Leib von vollen Brüsten. Ihre Blicke schweiften beim Summen der Bienen die von dem herrlichen Duft ihres Mundes angezogen wurden verwirrt und verwirrend umher. Die Fülle ihres Haares hielt ein Gewinde von blühendem Jasmin zusammen. Mancherlei Schmuck bedeckte ihren Hals und ihren herrlichen Nacken Armbänder zierten ihre schönen Arme. Ein schimmernder Gürtel hob die Schönheit ihrer breiten Hüften die ein weißes
So begab sich die schöne Frau zu den Göttern und Asuras und ihre zärtlichen und verführerischen Blicke die anmutigen Bewegungen ihrer Augenbrauen und ihr helles Lachen entfachten und nährten sogleich das Feuer der Liebe in den Herzen der Männer. Die sahen die wundersame Frau herannahen als sie sich gerade gegenseitig den Krug des Unsterblichkeitstranks aus den Händen rissen.
‚Welche Schönheit! Welch ein Glanzl Welch jugendlicher Liebreiz!‘
riefen sie aus und von heftiger Leidenschaft entbrannt eilten sie herbei und fragten:
‚Wer bist du deren Auge dem Blatt der Lotosblume gleicht? Woher kommst du und was ist dein Begehr? Sag an wessen Tochter bist du? Sage es uns bezaubernde Frau deren Anblick unser Herz schneller schlagen läßt! Gewiß hat noch kein Unsterblicher dich berührt noch einer der Menschen. Bist du uns vielleicht o Frau mit den schönen Augenbrauen von dem barmherzigen Schöpfer gesandt um unsere Herzen und Sinne mit Freude zu erfüllen? Bringe uns das Glück o Frau mit dem schlanken Leib uns die wir Kinder derselben Eltern um dasselbe Gut kämpfen. Wir sind alle Brüder schenke uns zu gleichen Teilen das Amrita daß der Streit ein Ende habe!‘
Auf diese Aufforderung antwortete Wischnu in der Gestalt der schönen Frau die lächelte und anmutige Blicke ausstreute:
‚Warum ihr Brüder kommt ihr damit zu mir die ich doch nur zum Genusse des Mannes da bin? Einer solchen schenkt doch der Weise kein Vertrauen! Wenig dauerhaft sagt man ist die Freundschaft wollüstiger Frauen die nur auf die Stimme der Leidenschaft hören und immer einen neuen Liebhaber suchen!‘
Hingerissen von ihrer feurigen Liebe zu der Frau und durch deren Reize verzaubert umdunkelten sich die Sinne der Asuras und sie übergaben ihr den Becher mit dem Trank der Unsterblichkeit. Sie nahm ihn und sprach mit lieblichem Lächeln:
‚Wenn ihr allem zustimmt was ich tun werde bin ich bereit das Amrita unter euch zu verteilen!‘
Die Asuras ermaßen die volle Tragweite dieser Worte nicht gaben ihre Einwilligung und sprachen:
‚So sei es!‘
Darauf badeten alle Götter und Asuras legten neue Gewänder an und versammelten sich in einem großen Saal der von Weihrauchduft erfüllt und mit Blumengewinden und Lichtern geschmückt war.
Dort setzten sich alle auf Bündeln von Kuschagras nieder dessen Spitzen nach Osten gerichtet waren. Alsbald trat die schöne Frau ein den Becher in der Hand. Ihre Hüften umhüllte ein berückendes seidenes Kleid ihr Gang war gemessen die goldenen Ringe an ihren Füßen erklangen bei jedem Schritt und ihre Augen glühten vor Leidenschaft. Im Dahinschreiten ließ sie den äußersten Zipfel ihres Gewandes der ihre Brüste bedeckte herabgleiten. Alle Götter und Asuras gerieten außer sich. In der Erkenntnis aber daß den Asuras Wesen von entarteter Natur das Amrita zu schenken das gleiche bedeutet hätte wie den Schlangen den Trank der Unsterblichkeit zu geben wollte sie das Amrita nur unter die Götter verteilen. Gewand umfloß und glänzende Ringe erklangen lieblich an ihren Füßen.
Sie stellte die Götter und die Asuras in zwei getrennten Reihen auf und verteilte den Trank unter die Götter indes sie die Asuras mit ihren Reizen ablenkte. Die waren ganz von der Leidenschaft gefesselt und wagten auch gar nicht ein Wort des Vorwurfs zu äußern um nicht die Schmach auf sich zu laden mit einer Frau gestritten zu haben. So harrten sie schweigend auf das Kommende und waren ängstlich das Wohlwollen der schönen Frau zu verlieren.
Einer der Asuras aber mit Namen Rahu hatte die Gestalt eines Gottes angenommen und sich zu den Göttern gestellt. Er bekam einen Schluck des Unsterblichkeitstrankes doch dieser hatte seine Kehle noch nicht erreicht als schon die Sonne und der Mond den Frevel entdeckten und Wischnu verrieten.
Der schlug Rahu augenblicklich das Haupt ab das – durch das Amrita unsterblich geworden – zum Himmel auffuhr und ein furchtbares Geschrei begann. Es kämpft seitdem in einemfort mit Sonne und Mond und der Streit will kein Ende nehmen. Manchmal verschlingt Rahus Haupt Sonne und Mond dies aber nur für kurze Zeit. Sein Leib aber in den der Unsterblichkeitstrank noch nicht gedrungen war stürzte zur Erde nieder und unter seinem Fall erbebten die Berge Wälder und Inseln.
Da verwandelte sich Wischnu wieder zurück und nahm seine alte Gestalt an. Als die Asuras nun den Betrug merkten und sich des großen Vorteils ihrer Halbbrüder der Dewas bewußt wurden stürzten sie sich sogleich wutentbrannt auf dieselben. Die aber wehrten sich durch das Amrita gekräftigt und so entstand an den Ufern des Ozeans den sie gerade noch einträchtig alle zusammen gequirlt hatten ein schrecklicher Kampf.
Tausende von Speeren Lanzen und anderen Waffen wirbelten durch die Luft von den beiden Parteien aufeinander geschleudert. Von den Schwertern Keulen und Wurfwaffen der Götter getroffen sanken die Asuras in Scharen zu Boden und verbluteten.
Unablässig rollten Asurahäupter über das Schlachtfeld durch scharfe zweischneidige Schwerter vom Leibe getrennt. Allenthalben lagen die toten Asuras in ihrem Blut.
Man konnte glauben rotfarbene Berggipfel seien ringsum verstreut worden; rotgetränkt blutgetränkt war die Erde.
Und noch ehe die Sonne des nächsten Tages in voller Pracht aufging waren Tausende von Kriegern in blutige Kämpfe verstrickt. Die aus großem Abstand gegeneinander kämpften schleuderten große eiserne Wurfgeschosse mit tödlichem Schwung; die aus der Nähe miteinander stritten schlugen sich gegenseitig mit Fäusten zu Boden. Weithin war die Luft mit Wehgeschrei erfüllt weithin erklangen die furchtbaren Worte:
‚Triff ihn! Hau ihn nieder! Spalte ihm den Schädel!‘
Als der Kampf am heftigsten wogte erschien Wischnu und schwang seinen furchtbaren Diskus mit mächtigem Schwung rings im Kreise herum. Der schnellte flammend wie das Feuer das am Ende der Zeiten alles vertilgt aus seinen Händen und vernichtete Tausende von Asuras auf einmal. Einmal loderte er in feurigem Glühen auf und verzehrte Unzählige dann wieder mähte er andere auf seiner sausenden Fahrt nieder. Dazwischen stürzte er zur Erde und trank das Blut der Gefallenen.
Die Asuras ihrerseits fuhren weiß wie Wolken aus denen die Regenfluten zur Erde niedergeströmt sind in den Luftraum hinauf und schmetterten Tausende von mächtigen Bergen herab. Niedersausend prallten diese mit ihren Bäumen und flachen Gipfeln getürmten Wolkenmassen gleichend gegeneinander und verursachten ein furchtbares Gepolter. Die Erde mit all ihren Wäldern hub an zu beben als Tausende von Kämpfern wieder und wieder das Schlachtfeld mit ihrem Geschrei erfüllten und Berge und Wälder allenthalben herniederstürzten.
Schließlich zertrümmerten Pfeile mit goldenen Spitzen Berge und Felsen zu Staub und verfinsterten den ganzen Himmel. Von den Dewas vernichtend geschlagen und Wischnus Diskus vor Augen wie er die Felder des Himmels einem flammenden Feuer gleich durchraste suchten die Asuras Zuflucht in den Tiefen der Erde oder retteten sich in die Wasser des Ozeans.
So errangen die Götter den Sieg über die Asuras.
Dann erwiesen sie dem Berge Mandara die gebührende Ehre und setzten ihn wieder auf seinen Platz. Himmel und Luftraum hallten wider von Freudenrufen und sie kehrten in ihre Wohnsitze heim wie sie gekommen waren. Der gewaltige Kampf der beim Quirlen des Ozeans begonnen hatte entschied über das Schicksal der Asuras.
Eine Versöhnung kam nicht mehr zustande und seitdem sind sie die natürlichen Feinde der Götter. Wie diese das Gute verkörpern so verkörpern jene das Böse. Fortan gehörten sie zu den Dämonen und die Folge ihrer Niederlage war daß sie des Himmels als Wohnsitz verlustig gingen. Wohl haben sie dort noch drei Festungen gehalten eine aus Gold eine aus Silber und eine aus Eisen die der Dämon Maya für sie erbaut hatte und von wo aus sie die drei Welten noch wiederholt angriffen. Aber auch von dort wurden sie vertrieben. Danach hausten sie im Meer oder in Bergeshöhlen und Grotten auf der Erde. In der Unterwelt bewohnen sie mehrere große Städte.
Ihr Kampf aber gegen die Götter ist ein Kampf der kein Ende nimmt. Kaum sind sie niedergerungen so treten neue an ihre Stelle. Viele darunter sind gefürchtete und mächtige Widersacher sogar für manche Götter unüberwindlich. Ihnen gegenüber machen diese dann Gebrauch von den magischen Kräften über die sie verfügen – Fähigkeiten vermöge deren sie andere Gestalten annehmen Ja sogar sich unsichtbar machen können. Unter den Göttern besitzt vorzüglich Wischnu die magische Kraft.
Er ist es der immer wieder herabsteigt um in seinen fleischgewordenen Gestalten den Awataras das Böse zu bekämpfen.
Einführung
Dieses Buch stellt den Masterplan der University of Oregon vor. Es definiert einen Prozess, der kann. mit ein paar geringfügigen Änderungen als Masterplan von jeder Gemeinde in allen Teilen der Welt übernommen werden. Es ist das dritte in einer Reihe von Büchern, die eine völlig neue Herangehensweise an Architektur und Planung beschreiben; Der Strich veranschaulicht detaillierter, wie dieser Prozess durchgeführt werden kann. In diesem Sinne beschreibt das Buch ein Experiment. Wenn das Experiment erfolgreich ist, hoffen wir, dass es ein Paradigma für Projekte darstellt, die auf der ganzen Welt in ähnlichen Gemeinschaften durchgeführt werden.
Die University of Oregon beherbergt ungefähr 15.000 Studenten und 3.300 Fakultäts- und Mitarbeitermitglieder (1973). Es liegt am Stadtrand von Eugene, einer kleinen Stadt mit etwa 84.000 Einwohnern. Die Universität wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet. Während des größten Teils seiner Existenz beherbergte es nur ein paar tausend Studenten; erst in den letzten 10 Jahren hat sie die 10.000-Studenten-Marke überschritten. Der dramatische Anstieg in den letzten Jahren hat zu einem Krisenzustand geführt, der für sich schnell entwickelnde Gemeinschaften charakteristisch ist, aufgrund der Belagerung einer großen Anzahl von Verlagen, die viele Millionen Dollar kosten und von der Regierung hauptsächlich für technologische Aktivitäten finanziert werden. Die Universität, die von dieser technologischen Invasion überschwemmt wurde, benötigte einen allgemeinen Plan, um ihre Entwicklung zu regulieren und die Campusumgebung wieder so rational, vital und gesund zu machen, wie sie zuvor war, um nicht zu erliegen. Wir haben die Universitätsleitung davon überzeugt, dass dies nur durch die Zustimmung zu einem experimentellen Planungsprozess möglich ist völlig neu. Sie stimmten zu, diesen Prozess zu versuchen.
Der Prozess selbst ist eine praktische Manifestation der in den Bänden 1 und 2 vorgestellten Ideen.
Der erste Band, The Timeless Way of Building, illustriert eine Theorie des Planens und Bauens, die in ihren wesentlichen Zügen eine moderne postindustrielle Version der traditionellen Planungsprozesse der alten vorindustriellen Zeit ist, die für Jahrtausende die Geburtsstunde der schönsten Städte und Bauwerke der Welt.
Der zweite Band, A Pattern Language, veranschaulicht klar eine Reihe von Regeln für Planung und Design und definiert Muster in jedem Maßstab, von der Struktur einer Region bis zur Art, auf ein Fenster zu starren, die alle so dargestellt werden, dass a der Laie kann damit eine aus ökologischer Sicht zufriedenstellende und gesunde Umgebung für sich und seine Aktivitäten gestalten.
Dieser dritte Band stellt den Masterplan für die University of Oregon vor und veranschaulicht eine Möglichkeit, diese Konzepte in einer Gemeinde in die Praxis umzusetzen. Allerdings müssen wir gleich sagen, dass es sich hier um eine Gemeinschaft besonderen Typs handelt. Im Gegensatz zu den meisten Gemeinden hat es nur einen Eigentümer (den Bundesstaat Oregon) und ein einziges zentralisiertes Budget. Diese Situation ist nicht nur ungewöhnlich, sondern steht auch jenen Bedingungen entgegen, die tatsächlich notwendig sind, um jene konstruktive Methode, die wir das «zeitlose Bauen» nennen, in der Gesellschaft durchzusetzen. Wir glauben jedoch, dass es trotz dieser Einschränkungen möglich ist, eine modifizierte Version dieser Bauweise herzustellen; und dieses Buch versucht neben der Funktion, den Masterplan für die University of Oregon vorzustellen, auch, diesen Prozess zu definieren.
Dieser Prozess kann vollständig auf alle anderen Gemeinschaften angewendet werden, in denen es einen einzigen Eigentümer und ein einziges zentralisiertes Budget gibt. So kann es zum Beispiel für die Gestaltung eines Kibbuz, eines Krankenhauses, einer Industrieanlage, eines landwirtschaftlichen Betriebes, einer Genossenschaft, in allen Situationen, in denen der Begriff des Privateigentums abgeschafft ist, und in jeder von einem Staat zum Wohle seiner Bürger geleiteten Fürsorgeeinrichtung.
Wir wiederholen, dass wir Institutionen dieser Art nicht für ideal halten. In einem späteren Buch werden wir den Prozess der Entwicklung zu einer Gemeinschaft beschreiben, die unserem Ideal am nächsten kommt, das heißt, in der die Menschen, die sie bilden, die Häuser, in denen sie leben, das gemeinsame Land und die Werkstätten besitzen und in denen die Das Budget ist nicht zentralisiert. Nichtsdestotrotz schlagen wir in diesem Buch einen Prozess vor, der es den Menschen ermöglicht, sich selbst unter den nicht idealen Bedingungen einer zentralisierten Budgetierung um ihre Umwelt zu kümmern und eine gewisse Kontrolle über ihr eigenes Leben zu haben.
Dieses Buch wirft einen besonderen Blick darauf, welche praktischen Schritte unternommen werden müssen, um dies zu erreichen. Wir glauben insbesondere, dass der Prozess des Bauens und Planens in einer Gemeinschaft nur dann eine Umgebung schaffen kann, die den menschlichen Bedürfnissen entspricht, wenn er den folgenden sechs Entwicklungsprinzipien folgt:
1.Das Prinzip der organischen Ordnung.
2.Das Partizipationsprinzip.
3.Das Prinzip des Wachstums durch Teile.
4.Das Prinzip der Muster.
5.Das Diagnoseprinzip.
6.Das Prinzip der Koordination.
Wir empfehlen, dass die University of Oregon und jede andere Gemeinde mit einem einzigen Eigentümer und einem zentralisierten Budget diese sechs Prinzipien anstelle des konventionellen Masterplans und der traditionellen Budgetierungskriterien übernehmen, um Verwaltungsressourcen freizusetzen, die sie den Menschen ermöglichen, das zu entwerfen Räume, in denen sie tätig sind, und jenen demokratischen Prozess © einzuleiten, der ihre Kontinuität und Flexibilität gewährleistet.
Um so konkret wie möglich zu sein und einen Überblick über das Buch zu geben, skizzieren wir nun diese sechs Prinzipien.
1.Das Prinzip der organischen Ordnung. Planung und Bau unterliegen einem Prozess, der das Ganze nach und nach aus lokalen Eingriffen hervorgehen lässt.
2.Das Partizipationsprinzip. Alle Entscheidungen darüber, was und wie gebaut wird, liegen bei den Benutzern.
3.Das Prinzip des Wachstums durch Teile. Die in jeder Haushaltsperiode durchgeführten Bauarbeiten werden hauptsächlich auf kleine Projekte ausgerichtet sein.
4.Das Prinzip der Muster. Jedes Projekt und jede Konstruktion basiert auf einer Reihe gemeinsamer Planungsprinzipien, die von der Gemeinde übernommen und als Muster definiert werden.
5.Das Diagnoseprinzip. Die Effizienz des Ganzen wird durch eine jährliche Diagnose sichergestellt, die in jedem Moment des Lebens der Gemeinschaft detailliert aufzeigt, welche Bereiche vital und welche tot sind.
6.Das Prinzip der Koordination. Letztlich wird die langsame Entstehung einer organischen Gesamtordnung durch ein Vergabekriterium sichergestellt, das den Verlauf einzelner Projekte regelt! von Benutzern durchgeführt.
In den folgenden sechs Kapiteln werden diese sechs Prinzipien genauer definiert.
Jedes Kapitel kann als Diskussion betrachtet werden, die mit einer detaillierten Illustration eines dieser Prinzipien endet. In jedem Kapitel wird ein Prinzip diskutiert und wie es im Zusammenhang hergeleitet wurde unserer Arbeit als Planer an der University of Oregon. Unsere Beispiele stammen von der University of Oregon, und viele unserer Prozesse zur Verbesserung der Umwelt entsprechen der aktuellen Richtlinie der University of Oregon. Wir hatten überlegt, das Problem allgemeiner zu behandeln, entschieden uns aber schließlich, dass ein Buch, das sich auf ein praktisches Beispiel bezieht, klarer und überzeugender wäre, da es eng mit den spezifischen Details der University of Oregon zusammenhängt.
Jeder, der liest, was wir über diese Prinzipien geschrieben haben, wird sie an die Bedürfnisse seiner Gemeinschaft anpassen können. Obwohl diese Prinzipien für Gemeinschaften mit einem einzigen Eigentümer und einem zentralisierten Budget entwickelt wurden, glauben wir schließlich, dass einige Versionen modifiziert und dezentralisiert durch diese Prinzipien werden wahrscheinlich alle jene Gemeinschaften befolgen, in denen Menschen auf der Suche nach organischen und menschlichen Ergebnissen sind. In diesem Sinne glauben wir also, dass die Essenz dieser sechs Prinzipien grundlegend für alle Prozesse ist, in denen die „zeitlose Art des Bauens" möglich ist.
Kapitel eins Die organische Ordnung
In der Mitte des 20. Jahrhunderts haben fast alle Gemeinden, die eine verantwortungsvolle Haltung gegenüber der Umwelt einnehmen wollen, ein Planungsinstrument namens "Masterplan" eingeführt oder beabsichtigen, es einzuführen, das jeden einzelnen Bauakt kontrolliert, der in der Umgebung stattfindet in Ihrer Nähe. In anderen Ländern wird dieser Masterplan als Entwicklungsplan, Übersichtsplan oder Rahmenplan bezeichnet.
Der Masterplan kann viele Formen annehmen, aber fast alle haben eines gemeinsam. Das heißt, dass ein Plan erstellt wird, der die zukünftige Entwicklung der Gemeinde festlegt und Landnutzungen, Funktionen, Prioritäten und andere Merkmale vorschreibt, die in verschiedenen Bereichen umgesetzt werden können oder müssen.
Diese Pläne zielen zusammen mit dem Masterplan darauf ab, die mehreren Hundert baulichen Eingriffe zu koordinieren, die ansonsten unabhängig voneinander wären. Mit anderen Worten, sie zielen darauf ab, sicherzustellen, dass die vielfältigen konstruktiven Interventionen in einer Gemeinschaft allmählich zur Schaffung eines integrierten Ganzen beitragen und nicht zu einer einfachen Ansammlung von nicht verwandten dementen Menschen, dh zu einem echten Chaos.
In diesem ersten Kapitel wollen wir zeigen, dass der allgemeine Plan, wie er allgemein verstanden wird, nicht in der Lage ist, ein integriertes Ganzes zu schaffen. Es kann eine Totalität schaffen, aber kein integriertes Ganzes. Sie kann eine totalitäre Ordnung schaffen, aber keine organische Ordnung. Wir wollen im Wesentlichen aufzeigen, dass, auch wenn es eine reale Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass die einzelnen konstruktiven Eingriffe ein integriertes Ganzes beleben, der Gesamtplan, konventionell verstanden - d.h. ausgehend von einem Zukunftsplan - dies jedoch nicht erfüllen kann Aufgabe. Wie wir sehen werden, ist der herkömmlich verstandene Masterplan das nicht es kann das zugrunde liegende Problem lösen, weil es zu starr dafür ist – und weil es darüber hinaus eine Reihe neuer Probleme schafft, die in menschlicher Hinsicht schädlicher sind als das Chaos, das es zu verhindern versucht.
Um diese These zu untermauern, werden wir jedoch die bereits im Buch The Timeless Way of Building dargelegten Argumente bis zu einem gewissen Grad erneut erläutern und uns hier mehr mit den praktischen Problemen befassen, die diese Argumente mit sich bringen.
Wir beginnen mit der Definition des Begriffs der organischen Ordnung. Jeder ist sich bewusst, dass dem größten Teil der gebauten Umwelt heute eine natürliche Ordnung fehlt, eine Ordnung, die an Orten, die in vergangenen Jahrhunderten gebaut wurden, immer vorhanden ist und umgekehrt. Diese Bestellung. natürlich oder organisch manifestiert sich, wenn es ein perfektes Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der einzelnen Teile und den Bedürfnissen des Ganzen gibt.
In einer organischen Umgebung steht jeder Ort für sich, aber verschiedene Orte beteiligen sich an der Bildung eines globalen Ganzen, das jeden einzelnen Teil umfasst und in dem sich jedes einzelne Individuum, das Teil davon ist, identifiziert.
Die Cambridge University ist ein Beispiel für perfekte organische Ordnung. Eines der schönsten Merkmale dieser Universität ist die Art und Weise, wie die Colleges – St. Johns, Trinity, Trinity Hall, Clare, Kings, Peterhouse, Queens – zwischen der Hauptstraße der Stadt und dem Fluss angeordnet sind. Jedes College besteht aus einem System von Wohngerichten, von denen jedes einen Eingang auf der Straße hat und den Fluss überblickt. jedes College hat seine eigene kleine Brücke, die den Fluss überquert und zu den Wiesen dahinter führt; Jedes College hat auch ein eigenes Bootshaus und Uferwege. Obwohl jede Hochschule dem gleichen System folgt, hat jede von ihnen ihren eigenen spezifischen Charakter. Die einzelnen Höfe, Eingänge, Brücken, Bootshäuser und Wege unterscheiden sich von College zu College. Der schönste Aspekt von Cambridge liegt vielleicht einerseits in der Gesamtorganisation aller Colleges und andererseits in den spezifischen Merkmalen der einzelnen Colleges. Dies ist ein Beispiel für perfekte organische Ordnung. Es herrscht auf jeder Ebene ein perfektes Gleichgewicht und eine perfekte Harmonie zwischen den einzelnen Teilen.
Was war der Grund für diese Bestellung? Es war sicherlich nicht geplant; Tatsächlich gab es keinen allgemeinen Plan. Die Regelmäßigkeit und Reihenfolge waren jedoch zu genau, um zufällig bestimmt zu werden. Irgendwie führte die Kombination aus stillschweigenden kulturellen Vereinbarungen und traditionellen Methoden des Umgangs mit bekannten Problemen dazu, dass Menschen, Während sie getrennt arbeiteten, arbeiteten sie dennoch zusammen und teilten dieselben Prinzipien. So besonders und charakteristisch die einzelnen Teile auch sein mögen, so gab es doch immer eine Ordnung, die das Ganze beherrschte.
Heute ist diese Kunst verloren. Heutzutage scheint der Prozess des Wachsens und Entwickelns fast nie in der Lage zu sein, diese subtile Balance zwischen der Bedeutung der einzelnen Teile und dem Zusammenhalt der Umwelt als Ganzes herzustellen. Das eine oder andere überwiegt immer.
In manchen Fällen gewinnen die Teile die Oberhand über das Ganze, wodurch es verloren geht. Dies ist zum Beispiel bei der University of California in Berkeley der Fall. Ein Campus, der einst schön war und jetzt auf eine Masse verstreuter Gebäude reduziert wurde, die sich alle voneinander unterscheiden und mit ihren eigenen lokalen Problemen zu kämpfen haben. Die verschiedenen Gebäude bilden kein integriertes Ganzes miteinander. Auf der Gesamtebene des Campus gibt es Funktionsmängel: Die Straßen sind verstopft; der Verkehr ist chaotisch.
Berkeley: Das Einzelne überwiegt das Ganze
In anderen Fällen kommt es vor, dass sich das Ganze durchsetzt und die Integrität der einzelnen Teile verloren geht. Dies geschah zum Beispiel auf dem Chicago Circle Campus der Universität von Illinois. Die Universität wurde von einer Gruppe von Architekten als Ganzes konzipiert; und die Bedürfnisse der Räume oder der einzelnen Gruppen wurden vollständig von der totalitären Ordnung der architektonischen Konzeption erstickt. Die Räume im Inneren des Gebäudes sind völlig ineffizient!: Sie haben willkürliche Formen, sie sind ohne Fenster usw. Es gibt eine gewisse Ordnung im Ganzen, aber keine Ordnungsmöglichkeit in den einzelnen Teilen.
Chicago Circle: das Ganze erstickt die Teile
Wir definieren organische Ordnung als jene Art von Ordnung, die erreicht wird, wenn ein perfektes Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der einzelnen Teile und den Bedürfnissen des Ganzen besteht.
Die University of Cambridge ist ein sehr schöner Ort, weil sie in diesem spezifischen Sinne eine organische Umgebung ist. Heute jedoch ist die Methode, mit der die University of Cambridge geschaffen wurde, nicht mehr nachzuvollziehen. Traditionen sind verschwunden; Probleme ändern sich schnell; kulturelle Arrangements verblassen; die traditionellen konstruktiven Einzeleingriffe können nicht mehr dazu dienen, eine organische Ordnung zu schaffen. Menschen, die sich mit der Umwelt beschäftigten und keine andere Lösung fanden, begannen zu glauben, dass die Umwelt geplant werden muss - viele Jahre im Voraus -, wenn die Art von Ordnung erreicht werden soll, die früher selbstverständlich war. .
Es ist sicherlich richtig, dass die heutigen Gemeinschaften einen Plan oder eine Planungsmethode brauchen, was auch immer es ist. Ohne einen Plan führt die Anhäufung einzelner fragmentierter Handlungen im Laufe der Zeit zu Tausenden von organisatorischen Fehlern, verzerrten Beziehungen und verpassten Gelegenheiten. Welche Garantien haben wir ohne einen Plan für die University of Oregon, dass das zu konfigurierende Straßensystem letztendlich einfach und leicht zu bedienen sein wird? Wie können wir sicher sein, dass die Schönheit der Willamette, die den Fluss überblickt, nicht allmählich durch eine unkoordinierte Entwicklung getrübt wird? Wer garantiert uns, dass die Parkplatzverteilung den aktuellen Bedürfnissen entspricht? Und wie können wir sicher sein, dass Abteilungen bei ihrer Entwicklung ein Gewebe gemeinsamer Interessen und Funktionen schaffen und kein Chaos zufällig hinzugefügter Teile?
Kurz gesagt, eine ungeplante Entwicklung kann leicht zu mangelnder Abstimmung zwischen einzelnen Teilen und Chaos im Ganzen führen. Wenn wir in der heutigen fragmentarischen Szene eine organische Ordnung schaffen wollen, können wir uns nicht mehr auf ungeplantes und unkoordiniertes Bauen verlassen. Ohne irgendeine Art von Planungsmethode besteht keine Möglichkeit, dass die University of Oregon jemals auch nur annähernd eine so tiefgreifende und harmonische Ordnung erreichen wird, wie sie in der University of Cambridge existiert.
Der Masterplan war der herkömmliche Weg, um diese Schwierigkeit zu lösen. Es versucht, einige allgemeine Kriterien festzulegen, die die Harmonie der Umgebung als Ganzes garantieren, während es gleichzeitig den einzelnen Gebäuden und Freiräumen für lokale Bedürfnisse Freiräume lässt. Fast alle großen Campus haben eine Art Masterplan verabschiedet; Die University of Oregon hatte im Laufe der Jahre einige.
Lassen Sie uns die Sache genauer untersuchen. Der Masterplan einer Hochschule besteht im Wesentlichen aus einem Projekt. Dieser Plan, der die Universität beschreibt, wie sie in recht ferner Zukunft stehen "sollte" - zum Beispiel fromm nach zwanzig Jahren. Der Plan berücksichtigt zwei Ordnungen von Elementen – diejenigen, die bereits jetzt existieren und die nach Ansicht der Planer dort bleiben müssen, wo sie sind; und solche, die es derzeit nicht gibt und die gebaut werden müssen. Da der Plan ein Bild der zukünftigen Universität als Ganzes darstellt, ist es recht einfach sicherzustellen, dass die Häuser, Klassenzimmer, Straßen, Parkplätze, Freiflächen alle Elemente in kohärenter Weise miteinander verbunden sind.
Die Umsetzung eines solchen Plans läuft zumindest theoretisch darauf hinaus, die Lücken zu füllen und dabei die durch den Plan festgelegte Landnutzung zu respektieren. Wenn der Prozess gewissenhaft befolgt wird, entspricht die gebaute Universität nach der festgelegten Anzahl von Jahren dem Masterplan; und all die verschiedenen Teile dieser Universität werden durch die einfache Tatsache, dass sie in die Räume der Zeichnung eingefügt werden, ein integriertes Ganzes bilden.
Theoretisch ist diese Vorgehensweise sinnvoll. Aber „In der Praxis verfehlen Masterpläne ihren Zweck, da sie eine totalitäre Ordnung schaffen und keine organische Ordnung. Sie sind zu starr; sie können sich nicht leicht an die natürlichen und unvorhersehbaren Veränderungen anpassen, die unvermeidlich im Leben einer Gemeinschaft auftreten. Wenn solche Veränderungen eintreten – in den Meinungen, in den politischen Vorstellungen, in den Möglichkeiten der Gemeinschaft – dann wird der Masterplan hinfällig und wird nicht mehr befolgt. Und selbst wenn die Masterpläne befolgt werden, tragen sie nichts dazu bei, dass jedes Gebäude tief und vital mit allen anderen umgebenden Elementen verbunden ist. Sie spezifizieren die Verbindungen zwischen Gebäuden, die menschliche Dimension, das Gleichgewicht der Funktionen usw. nicht ausreichend, Faktoren, die dazu beitragen, jedes Projekt und jede lokale Konstruktion in die Gesamtumgebung zu integrieren.
In Wirklichkeit stellen diese beiden Mängel die zwei Seiten derselben Medaille dar: die Tatsache, dass es möglich ist Entscheiden Sie heute, wie die Umwelt in zwanzig Jahren aussehen wird, und lenken Sie dann den Prozess der schrittweisen Entwicklung hin zu dieser imaginären und vorgefertigten Welt.
Nur eine totalitäre Vision lässt uns glauben, dass dieser Prozess möglich ist. Der Versuch, ein solches Verfahren zu implementieren, ähnelt ziemlich dem, ein Kinderbuch mit Farben zu füllen, in dem Figuren gezeichnet wurden, die das Kind dann ausmalt, indem es den Zahlen folgt, die in den verschiedenen Teilen angegeben sind. Die Ordnung, die sich aus einem solchen Vorgehen ergibt, ist bestenfalls trivial.
Ich werde diese Probleme mit zwei Beispielen aus dem Eugene-Campus veranschaulichen. Erstens das Problem der Steifigkeit. 1961 verabschiedete die University of Oregon einen Masterplan. Dieser Plan beinhaltete unter anderem die Zerstörung des schönen alten Pionierfriedhofs auf der Südseite des Campus und den Bau von Gebäuden auf dem vom Friedhof eingenommenen Gelände. Eine Gruppe wurde "zur Verteidigung des Friedhofs" gebildet und konnte seine Zerstörung verhindern. Die Universität verpflichtet sich, den Friedhof als historisches Denkmal zu erhalten. Aber das Ergebnis war, dass alles auf den Kopf gestellt wurde der Generalplan, der den Bau von Gebäuden auf dem Friedhofsgelände vorsah. Größe und Dichte der umlaufenden Gebäude wurden in den Plänen so konzipiert, dass sie mit den auf dem Friedhofsgelände errichteten Gebäuden übereinstimmen. Die Anordnung des gesamten südwestlichen Quadranten der Universität, einschließlich der Gestaltung eines verhaltenswissenschaftlichen Komplexes, war unter Berücksichtigung der Beziehungen zu den auf dem Friedhofsgelände entstehenden Gebäuden untersucht worden. Als feststand, dass die Universität dieses Areal nicht mehr bebauen würde, wurden diese Zusammenhänge unklar. Das gesamte Areal musste neu gestaltet werden. Die Gebäude, die auf dem Friedhofsgelände errichtet werden sollten, benötigten einen anderen Standort im Plan; Wahrscheinlich war es notwendig, die Verteilung aller Gebäude auf dem Campus zu überprüfen. Um diese Änderungen korrekt umzusetzen, wäre es notwendig gewesen, einen völlig anderen neuen Masterplan zu verabschieden. Aber das wurde natürlich nicht gemacht. Dafür waren weder die Mittel noch die Kraft vorhanden. Was den bestehenden Plan betrifft – er war offensichtlich zu starr. Es hätte nicht einfach angepasst werden können
Der allgemeine Plan des für die Unterbringung dieses Projekts vorgesehenen Gebiets erscheint vernünftig und ohne Nachteile...
an die Realität der Gemeinschaft, die sich veränderte. So wird jeder Masterplan immer weniger realisierbar, bis er schließlich ganz ignoriert wird, da er der Gemeinschaft keinen Nutzen mehr bringt.
Betrachten wir nun den Fall, wo stattdessen der Masterplan befolgt wird. Die drei Wohnheime im östlichen Bereich des Campus wurden nach einem 1962 erstellten Masterplan des Gebiets entworfen und angeordnet, der Teil eines Stadterneuerungsprojekts war.
Der Plan zeigt die Anordnung der Wohnheime im östlichen Bereich des Campus. Es scheint gut geordnet zu sein, und tatsächlich wurden die Schlafsäle im Prinzip nach diesem Plan gebaut. Doch wer diese Schlafsäle heute besucht, dem fällt die Grobheit und Willkür ihrer Geometrie auf. Eines hat die Form eines Speichenrades, ein anderes ist eine Art Doppelkreuz, wieder ein anderes ist um einen geschlossenen Hof herum angeordnet. Aber allen fehlt völlig die Genauigkeit im Detail, auf die geachtet werden muss, um eine angenehme Umgebung für den Menschen zu haben.
Es fehlen jene grundlegenden Beziehungen zwischen Gebäuden und den sie umgebenden Freiräumen, die respektiert werden müssen, wenn sie für den Menschen angenehm sein sollen, und der Masterplan tut nichts, um seine Elemente, diese Gebäude, mit solchen Beziehungen in Einklang zu bringen. Im allgemeinen Plan scheint es, dass die gezeichneten Gebäude jede beliebige Form haben können. Es legt nicht fest, welche grundlegenden Beziehungen zwischen Gebäuden bestehen müssen, damit sie als Mitglieder derselben Familie funktionieren können. Andererseits ist es dazu nicht in der Lage. Wären die Gebäude im Gesamtplan detaillierter vorgesehen, um diese subtileren räumlichen Beziehungen zu gewährleisten, wäre der Plan zum Zeitpunkt der Erstellung der einzelnen Gebäude nicht flexibel genug.
Auf diese Weise erscheint der Gesamtplan, um eine organische Ordnung gewährleisten zu können, gleichzeitig zu detailliert und zu wenig detailliert. Das Ganze ist zu detailliert; die Details sind nicht genug. Es fa-
...aber jetzt, wo die Gebäude gebaut sind, passen sie nicht gut in ihre Umgebung
glatt, weil jeder Teil der Idee der "Totalität" untergeordnet ist und sich nicht den unvermeidlichen zukünftigen Entwicklungen anpassen kann, während er dennoch seine Ordnung beibehält. Und es scheitert, weil es aufgrund seiner Starrheit nicht in der Lage ist, sich um die Details der Gebäude zu kümmern, auf die es wirklich ankommt; und selbst wenn sie geheilt wären, wären sie zu steif.
Allgemeine Pläne haben auch zwei andere nachteilige Eigenschaften. Erstens entfremdet die Existenz eines Masterplans die Benutzer, in unserem Fall Studenten, Fakultäten und Mitarbeiter. Denn allein die Tatsache, dass es einen Masterplan gibt, bedeutet per Definition, dass Nutzer nur begrenzt Einfluss auf die zukünftige Struktur ihrer Community nehmen können, da fast alle wichtigen Entscheidungen bereits getroffen wurden. Wenn es einen Masterplan gibt, leben die Menschen in gewisser Weise mit einer fest vorgegebenen Zukunft und können nur bestimmte beeinflussen relativ unbedeutende Schnitte. Wenn Menschen ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihrer Umwelt verlieren und sich wie ein Rädchen in einer Maschine fühlen, die ihnen nicht gehört, wie können sie sich dann mit der Gemeinschaft identifizieren oder ihre Bestrebungen teilen?
Die Universität von Kalifornien, Irvine Campus. Können sich Nutzer mit diesem Gesamtkonzept identifizieren?
Zweitens können weder Benutzer noch wichtige Entscheidungsträger die tatsächlichen Auswirkungen eines Masterplans klar erkennen. Beispielsweise wurde kürzlich von der Stadt Göteborg in Schweden ein Masterplan verabschiedet. Nach seiner Verabschiedung befragten Soziologen die verschiedenen Gesetzgeber, die für seine Verabschiedung gestimmt hatten. Es stellte sich heraus, dass die meisten von ihnen den Plan nicht verstanden; in manchen Fällen war es ihnen nicht einmal möglich, die Pflanze genau zu studieren.
Wenn die Menschen nicht in der Lage sind, die realen und menschlichen Auswirkungen eines Masterplans zu verstehen, selbst nachdem sie ihn studiert haben, dann ist es äußerst töricht und gefährlich, sich auf einen solchen Plan zu verlassen, um die zukünftige Entwicklung zu regulieren. Welches Werkzeug auch immer zum Einstellen verwendet wird
Ein typischer Masterplan: Können Sie sich vorstellen, was hier passieren wird?
Entwicklung, es muss ein Werkzeug sein, das die Menschen auf der Grundlage ihrer täglichen Erfahrungen menschlich und real verstehen können.
Abschließend können wir den konventionellen Masterplan weder für die University of Oregon noch für eine andere Gemeinde empfehlen. Wir können nicht glauben, dass es dem Masterplan gelingen kann, konstruktive Interventionen über die Jahre zu koordinieren, um eine organische Ordnung als Ganzes zu gewährleisten. Wir glauben, dass ein herkömmlicher Masterplan schädliche Nebeneffekte auf die Gemeinschaft hat, d. h. die entstandene Kluft zwischen den Nutzern und ihrer Umwelt nährt.
IDie ersten Schritte, die unternommen werden müssen, um die Situation zu verbessern, werden durch den folgenden Grundsatz ausgedrückt.
IIPrinzip der organischen Ordnung: Planung und Bau unterliegen einem Prozess, der aus lokalen Eingriffen nach und nach das Ganze entstehen lässt. Zu diesem Zweck wird die Gemeinde keinen Plan annehmen IIInicht allgemein spezifisch, sondern folgt stattdessen dem in diesem Buch beschriebenen Prozess; Das Hauptelement dieses Prozesses besteht darin, dass er es der Gemeinschaft ermöglicht, ihre Ordnung nicht auf der Grundlage eines vorgefertigten Zukunftsplans, sondern auf der Grundlage einer gemeinsamen Sprache von Mustern zu bestimmen, wird die Methode sein Anwendung im Interesse der Gemeinschaft durch einen einzigen Planungsrat mit weniger als 10 Mitgliedern, der sich gleichermaßen aus Administratoren und Benutzern sowie einem Planungsdirektor zusammensetzt; Der Planungsdirektor wird Personal im Verhältnis von einer Person pro 2.000 Einwohner haben, um das Funktionieren der Gemeinde zu regeln.
Dieses Prinzip wird durch die folgenden Details besser verdeutlicht.
1.Die Gemeinde wird keinen bestimmten Masterplan annehmen, sondern dem in diesem Buch beschriebenen Prozess folgen.
Die Idee des Masterplans war ein ernsthafter Versuch, die Umwelt in Ordnung zu bringen. Das Abschaffen des Plans bedeutet nicht unbedingt, Chaos auszulösen. Vielmehr stellt es einen Versuch dar, die Schwierigkeiten zu überwinden, die mit dieser Art der Umweltordnung verbunden sind: die Unmöglichkeit, die Bedürfnisse und Ressourcen der Zukunft genau vorherzusagen; Mangelnde Kenntnis der detaillierteren Beziehungen zwischen den verschiedenen Elementen, Beziehungen, die nicht durch den Plan hergestellt werden; die Unempfindlichkeit des Plans gegenüber sich ständig weiterentwickelnden Benutzeranforderungen; und die entfremdende Qualität des Plans als Verwaltungsbehelf.
Wir beabsichtigen, diese Ordnung der Umwelt durch einen Entwicklungsprozess zu ersetzen: einen Prozess, der so sorgfältig definiert ist, dass die Gemeinschaft ihn Punkt für Punkt übernehmen kann; ein Prozess, der sich nicht auf einen vorgefertigten Plan für die Zukunft stützt, um Ordnung zu schaffen, sondern der stattdessen Tausende von lokalen Projekten anregt und direkt darauf abzielt, unmittelbare und gefühlte Bedürfnisse zu befriedigen.
Die in diesem Buch diskutierten Prinzipien definieren dieses Pro-Toilette. Die sechs wichtigsten Prinzipien! mit jedem von ihnen sind sekundäre Prinzipien verbunden. Sekundärprinzipien können entweder so wie sie sind übernommen werden oder mit den notwendigen Modifikationen, um sie an lokale Bedingungen anzupassen. Das bedeutet, dass der Prozess als Ganzes formell nicht nur von der University of Oregon übernommen werden kann, sondern nach entsprechenden Modifikationen auch von jeder anderen ähnlichen Gemeinschaft.
2.Das Hauptelement dieses Prozesses besteht darin, dass er es der Gemeinschaft ermöglicht, ihre Ordnung nicht auf der Grundlage eines vorgefertigten Zukunftsplans, sondern auf der Grundlage einer gemeinsamen Sprache von Mustern zu bestimmen.
Dieser Punkt, der den Grundstein für alles Folgende bildet, wird in den ersten beiden Büchern der Reihe „The Timeless Way of Building" und „A Pattern Language" behandelt.
Im vierten Kapitel werden wir erklären, wie dieser Prozess mit der Sprache der bereits veröffentlichten Muster in Beziehung gesetzt werden kann. Versuchen wir zunächst klarzustellen, dass das, was wir als Prozess anstelle eines bestimmten Masterplans definieren, keine fromme Hoffnung ist, die nur auf den Nachteilen des spezifischen Masterplans basiert. Eigentlich wollen wir den Masterplan durch einen Prozess ersetzen, da die Werkzeuge und die Theorie für diesen Prozess bereits ausgearbeitet sind.
3.Der Prozess wird im Interesse der Gemeinschaft von einem einzigen Planungsrat mit weniger als 10 Mitgliedern, der sich zu gleichen Teilen aus Administratoren und Benutzern zusammensetzt, und einem Planungsdirektor durchgeführt.
Eine zentralisierte Machtgruppe, die Projekte konzipiert und durchführt, kann der Gemeinschaft den gleichen Schaden zufügen wie ein vorgefertigter Masterplan. Der Masterplan kann keine organische Ordnung schaffen, weil er unempfindlich gegenüber den unterschiedlichen Kräften ist, die in den verschiedenen Teilen der Gemeinschaft am Werk sind. Das gleiche Problem entsteht, wenn eine kleine Gruppe von Einzelpersonen zu viel Macht und Kontrolle über die Konzeption und Ausführung von Projekten in der Gemeinschaft hat.
Ein Administrator, der eine große Anzahl von nehmen muss Entscheidungen über die äußerst komplexen Probleme, mit denen eine Gemeinschaft konfrontiert ist, haben möglicherweise nicht die Zeit, jedes einzelne auftretende Problem gründlich zu analysieren. Er wird dann zwangsläufig gezwungen sein, seine Entscheidungen auf der Grundlage einer undifferenzierten und oberflächlichen Analyse der wirkenden Kräfte zu treffen. Dies wird jedoch wahr sein, wie weitsichtig oder wohlwollend er auch sein mag. Es ist daher unvermeidlich, dass er Entscheidungen unter dem entscheidenden Einfluss seiner „Meinungen" treffen wird! persönlich, seiner Eigenheiten und nicht unter denen von Tausenden und Zehntausenden von Kräften, die in diesem Moment in der realen Situation wirken.
Unter solchen Umständen werden die Gebäude, die gebaut werden, zwangsläufig diese eigenwilligen Ansichten widerspiegeln und sich den unzähligen besonderen Einflüssen einer lebendigen Gemeinschaft so schlecht anpassen wie Gebäude, die nach einem Masterplan gebaut werden.
Um diese Mängel zu beheben, die zwangsläufig in jedem System auftreten, in dem die Macht zu zentralisiert ist, ist es zuallererst wesentlich, dass alle Projekte von den Benutzern und nicht von der Verwaltung konzipiert werden.Dieses Problem wird ausführlich im zweiten Kapitel diskutiert Auch wenn der zentralisierten Entscheidungsfindung ein Prozess gegenübersteht, in dem Projekte von Benutzern konzipiert werden, bleibt das wesentliche Problem der Verwaltung und des Managements offen: Die unzähligen Projekte, die aus einer großen Gemeinschaft hervorgehen, müssen auch von einer Art Exekutive koordiniert werden Macht. Welche Form muss diese Exekutivgewalt annehmen, um das Gleichgewicht einer organischen Entwicklung aufrechtzuerhalten?
Derzeit wird dieser Stewardship-Prozess an der University of Oregon von drei verschiedenen Gruppen verwaltet: einer sehr kleinen Gruppe von Top-Treuhändern, die mit dem Präsidenten zusammenarbeiten, um wichtige Entscheidungen zu treffen – in Bezug auf Budgets und Programme, ein Ausschuss von achtzehn Benutzern, der als Campus-Planungsausschuss bezeichnet wird, die von den Administratoren konsultiert wird höchster Rang des Präsidenten; und ein völlig separates Personal für die Campusplanung, das den leitenden Administratoren unterstellt ist und auch das Personal des Campusplanungsausschusses vertritt.
Von diesen drei Gruppen spielte der Campus-Planungsausschuss die Hauptrolle. Wenn einer dieser drei derzeit für den „Planungsprozess" verantwortlich ist, dann ist dies genau dieser Ausschuss. Dennoch sind wir der Meinung, dass diese dreifache Aufgabenverteilung den Erfordernissen eines umfassenden Planungsprozesses zuwiderläuft; Dementsprechend schlagen wir vor, das Campus-Planungskomitee zu einem einzigen Planungsvorstand zu stärken, der die Funktionen aller drei Gruppen ausgewogen vereint und es ihnen ermöglicht, gemeinsam die vollständige Verantwortung für die Verwaltung und Leitung des Planungsprozesses zu übernehmen.
Die große Stärke des Campus-Planungsausschusses ist die Nutzerorientierung. Es setzt sich aus neun Studenten, fünf Professoren und vier Administratoren zusammen und wird auf diese Weise stark von den Nutzern beeinflusst. Die große Bedeutung der Nutzerinnen und Nutzer liegt weniger darin, dass sie die Bevölkerung der Universität im institutionenpolitischen Sinne repräsentieren, sondern darin, dass sie für sich selbst sprechen, als sachkundige Personen, die ihre Beobachtungen und Entscheidungen auf die eigenen stützen können eigene Alltagserfahrung; sie sind aufgrund ihrer Position nicht gezwungen, ihren Entscheidungen abstrakte Termin- und Kostenüberlegungen zugrunde zu legen.
Das aktuelle Campus-Planungskomitee ist jedoch so stark benutzerorientiert, dass es fast keine Arbeitsbeziehung mehr mit Administratoren hat. Es stimmt, dass vier leitende Direktoren von Rechts wegen Mitglieder des Ausschusses sind, aber das ist eher eine Formsache als alles andere.
Die Direktoren sind in einer solchen Minderheit, dass sie in keiner Weise exekutive Maßnahmen vorschlagen können, während er Mitglied des Ausschusses ist. Im Gegenteil, sie erachten ihre Anwesenheit im Komitee nur als notwendig für Verbindung und Information; in der Praxis sind sie aufgrund der Art der Situation, in der sie sich befinden, gezwungen, ihre grundlegenden Entscheidungen privat und außerhalb der Beratungen des Ausschusses zu treffen. Und das kann ihnen niemand vorwerfen. Aus Sicht der Administratoren ist der Ausschuss zu langsam, um ernsthafte Entscheidungen zu treffen.
Diese Tatsache verringert die Wirksamkeit des Ausschusses. Entscheidungen werden ohne Bezugnahme auf die Hauptthemen getroffen, die die Direktoren zu berücksichtigen versuchen; Daraus folgt, dass die Empfehlungen des Ausschusses keinesfalls als mehr als Informationen der Direktoren angesehen werden können.
Es wäre viel besser, wenn die nutzerorientierte Funktion des Gremiums mit der Exekutivgewalt der obersten Administratoren kombiniert werden könnte. In diesem Fall bestünde die Möglichkeit, dass ausgewogene Entscheidungen getroffen und getroffen werden. Dies kann jedoch nur geschehen, wenn das Board aus einer gleichen Anzahl von Administratoren und Benutzern besteht; und ob es klein genug ist, um praktisch Entscheidungen treffen zu können.
Dafür ist der derzeitige Campusplanungsausschuss zu groß. Schwierige Fragen können nicht ernsthaft diskutiert werden, weil die Diskussion zu langatmig wird, kein 18-köpfiges Komitee, das sich nur wenige Stunden im Monat trifft, kann auf etwas anderes als Geschwätz hoffen. Wir schlagen vor, dass der Planungsrat aus sieben oder höchstens neun Mitgliedern besteht. Die allgemeine Erfahrung lehrt uns, dass sieben Mitglieder die maximale Grenze darstellen, um kollektive Entscheidungen treffen zu können, ohne sie an einen Unterausschuss zu delegieren. Wir glauben auch, dass die Gruppe als „Rat" und nicht als „Ausschuss" konstituiert werden sollte, um viel größere Verantwortung übernehmen zu können als der derzeit bestehende Ausschuss.
Schließlich glauben wir, dass der Planungsdirektor sollte auf dem Brett stehen. Er wird den Prozess oft besser kennen als jede andere Person; und was noch wichtiger ist, da er oder jemand aus seinem Personal in direktem Kontakt mit Benutzergruppen steht, ist er besser in der Lage, die Situation der Benutzer zu erklären, um ihre Stärken oder Schwächen festzustellen. Wir raten jedoch dazu, Interessenkonflikte so weit wie möglich zu vermeiden, da der Planungsdirektor zwar im Vorstand sitzt, aber kein Stimmrecht hat.
Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren empfehlen wir, dass der Planungsrat aus sieben Mitgliedern besteht, darunter zwei Studenten, zwei Fakultätsmitglieder, von denen einer aus der Verwaltung kommt, zwei leitende Administratoren und der Planungsdirektor.
4.Der Planungsdirektor wird Personal im Verhältnis von einer Person pro 2.000 Einwohner haben, um das Funktionieren der Gemeinde zu regeln.
Der Planungsrat kann das Verfahren leiten. Es kann jedoch unmöglich die Arbeit erledigen, die der Prozess von Tag zu Tag erfordert, zumal es, wie wir sehen werden, erfordert, dass die Konzeption von Projekten vollständig dezentralisiert und lokalen Gruppen anvertraut wird. Dafür braucht der Planungsdirektor Personal, und es ist äußerst wichtig, dass dieses Personal groß genug ist. Das Planungspersonal an der University of Oregon wurde in den letzten drei Jahren von dreieinhalb Vollzeitstellen auf zweieinhalb und dann auf zwei reduziert. Mit so wenig Personal war es unmöglich, den Prozess effektiv zum Laufen zu bringen.
Wir rechnen damit, dass der Eugene-Campus, eine Gemeinde mit etwa 20.000 Einwohnern, mindestens 60 Projekte pro Jahr produzieren könnte, wenn die Methode effektiv funktioniert. Die Erfahrung mit der Mustersprache und mit Benutzergruppen zeigt, dass jede Person an etwa sechs neuen Projekten pro Jahr teilnehmen und alte Projekte weiterführen kann. Bei dieser Geschwindigkeit produziert eine Gemeinschaft 60 neue Projekte Das Jahr würde 10 Leute brauchen, die Vollzeit arbeiten. Wir erwarten nicht, dass sich die Universität 10 Vollzeitbeschäftigte leisten kann. Wir glauben jedoch, dass wir uns dieser Zahl annähern können. Erstens kann es sich bei mindestens der Hälfte dieser 10 um paraprofessionelles, nicht graduiertes oder in Ausbildung befindliches Personal handeln, das über die erforderlichen Fähigkeiten verfügt, um bei der Erfüllung der Funktionen dieses Prozesses zu helfen. In Oregon sind Architektur- und Planungsstudenten für diesen Zweck möglicherweise gut geeignet; Personen ohne Abschluss, die sich mit diesem Prozess auskennen, können hilfreich sein, um anderen zu helfen. Zweitens, wie wir sehen werden, könnte ein Teil des Geldes, das normalerweise für die professionelle Arbeit von Architekten bereitgestellt wird, zur Aufstockung des Personals verwendet werden, da dieser Prozess die Phase des schematischen Zeichnens von Architekturprojekten ersetzt.
Das Personal sollte Planer, Architekten, Bauherren und andere Fachleute umfassen, die mit der Funktionsweise und den Problemen im Zusammenhang mit der Gemeinschaftsplanung usw. vertraut sind. Alle anderen gemeindenahen Fachleute – in Oregon der Campus-Architekt und der Leiter der Einrichtungen – sollten Teil dieses Personals sein, und ihre Arbeit sollte vom Planungsdirektor koordiniert werden. Das gemeinsame Band, das diese verschiedenen Mitarbeiter verbindet, sollte nicht durch eine der Berufsdisziplinen repräsentiert werden, die sie derzeit kennen. Alle Mitarbeiter müssen lediglich den in diesem Buch beschriebenen Planungsprozess verstehen und über gründliche Kenntnisse verfügen; und was am wichtigsten ist, es müssen Leute sein, die mit Benutzergruppen vertraut sind – Leute, die bei der Designarbeit nicht die Führung übernehmen und ihr eine willkürliche Reihenfolge auferlegen. Wir empfehlen, das erste Buch dieser Reihe, The Timeless Way of Building, als Schulungshandbuch für Ihre Mitarbeiter zu betrachten. Dies wird dazu beitragen, den Geist zu bewahren, der für die Gemeinschaft und die lokale Planung charakteristisch ist.
Zweites Kapitel Die Teilnahme
Nur die Menschen, die in der Gemeinschaft leben, können ihren organischen Entwicklungsprozess steuern. Sie kennen ihre eigenen Bedürfnisse, die Funktionalität von Räumen, Gebäuden, Fußgängerwegen und Freiflächen besser als jeder andere. Beginnen wir also mit den Menschen, die an der University of Oregon in Eugene leben und arbeiten: den Studenten, Lehrkräften und Mitarbeitern.
Architekten und Planer können, so gut sie auch entwerfen oder wie sorgfältig sie dabei sein mögen, Umgebungen nicht schaffen, die die Vielfalt und Ordnung haben, die wir suchen. Ein organisches Ganzes kann nur durch das Handeln einer Gemeinschaft geschaffen werden, in der alle an der Gestaltung der Teile der Umwelt mitwirken, die sie am besten kennen.
Die Argumente, die diese Behauptung veranschaulichen, werden im ersten Buch der Reihe The Timeless Way of Building ausführlicher erörtert. Wir fassen sie hier zusammen, obwohl uns in diesem Buch vor allem die praktischen Probleme interessieren, die sie mit sich bringen. Kann das passieren? Haben Lehrer und Schüler genügend Zeit, sich zu beteiligen? Ist die Absprache mit den Architekten so, dass die Nutzer ihre Ideen tatsächlich ausdrücken können, ohne dass diese lächerlich gemacht und verzerrt werden? Befähigen die Informationen der Mustersprache wirklich dazu, selbst zu gestalten? Sind die Baupläne groß genug, um diesen Prozess praktisch durchführbar zu machen? Haben Menschen, die in einer Gemeinschaft leben, die ihnen eigentlich nicht gehört, genug Interesse, um verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen? Inwieweit brauchen Benutzer Anleitung, und wer sollte sie beim Entwerfen in der Sprache der Muster anleiten?
Wir beginnen damit, uns zu fragen, was genau „Beteiligung" bedeutet. Dieser Begriff kann jede Art von Prozess bezeichnen, durch den Benutzer ihre Umgebung mitgestalten können. Die einfachste Art der Partizipation ist, dass Nutzer als Auftraggeber eines Architekten ein Gebäude mitgestalten. Der komplexeste Typ ist, wo Benutzer ihre eigenen Gebäude bauen.
Für den Eugene-Campus schlagen wir eine Zwischenform der Beteiligung vor, bei der Gebäude von Benutzern entworfen und dann von Architekten und Bauunternehmern gebaut werden. Gemäß diesem Prozess werden schematische Zeichnungen von den Teams der Fakultät, der Studenten und der Mitarbeiter erstellt. Die Architekten helfen später bei der Fertigstellung der Entwürfe; aber die Essenz des Projekts wird von den Benutzern festgelegt.
Versuchen wir zu klären, warum wir diese Form der Partizipation für die Universität so wichtig finden.
Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe. Erstens ist Partizipation von Natur aus positiv; es stellt Menschen in einen Vergleich, bezieht sie in ihre eigene Umgebung ein; es weckt in ihnen Interesse an der Welt um sie herum, da dies die Welt ist, zu deren Erschaffung sie beigetragen haben. Zweitens kennen diejenigen, die täglich in Gebäuden wohnen, ihre Bedürfnisse besser als jeder andere; daher neigt der partizipative Prozess dazu, Umgebungen zu schaffen, die sich viel besser an menschliche Funktionen anpassen als jene, die durch einen zentral verwalteten Planungsprozess geschaffen werden.
Wir beginnen mit der Analyse der Idee, wonach Partizipation an sich positiv ist. Wenn wir sagen, dass Menschen mehr in die Welt, in der sie leben, eingebunden werden können, wenn sie an ihrer Gestaltung teilhaben, müssen wir zwei Aspekte dieses Konzepts berücksichtigen. Einerseits müssen Menschen in der Lage sein, effektive Entscheidungen über die Umwelt zu treffen. Dies ist ein menschliches Grundbedürfnis. Es ist ein Bedürfnis zu erschaffen und zu kontrollieren. Jedes Mal hehe
Detail des Goddard College, Vermont, entworfen und gebaut von Studenten und Dozenten...
Die Menschen haben die Möglichkeit, ihre Umgebung zu verändern, sie tun es gerne und sie sind sehr zufrieden mit dem Essen, das sie zubereitet haben. Andererseits müssen sich Menschen mit dem Teil der Umwelt, in dem sie leben und arbeiten, identifizieren können; es will gewissermaßen das Gefühl haben, dass das Land ihm gehört. Das wesentliche Problem bei den verschiedenen Umgebungen einer Gemeinschaft ist immer das: die Menschen, die diese Umgebungen nutzen! Besitzt er sie psychisch? Er hat das Gefühl, mit ihnen machen zu können, was er will; sie hat das Gefühl, dass die Umwelt ihr gehört; und frei, das Umfeld, in dem es tätig ist, zu seinem eigenen zu machen?
Diese beiden Aspekte – kreative Kontrolle und Zugehörigkeitsgefühl – sind natürlich miteinander verbunden. Wir können eine Umgebung nicht kontrollieren, wenn sie zu einem gewissen Grad nicht uns gehört. Und wir können nicht spüren, dass eine Umgebung auf uns zutrifft
... Zeichnungen wurden im Laufe der Arbeiten an den Wänden skizziert
es geht, wenn wir es bis zu einem gewissen Grad nicht kontrollieren können. Studenten und Lehrkräfte werden sich nie wirklich in die Universität eingebunden fühlen, bis ihnen die Labors und Büros zu einem gewissen Grad gehören und bis zu einem gewissen Grad die Veränderungen herbeigeführt werden können, die sie zufrieden stellen. Der Hauptgrund für die Förderung von Partizipation besteht also darin, dass es den Menschen ermöglicht, sich in ihrer eigenen Gemeinschaft zu engagieren, wodurch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung und ein gewisses Maß an Kontrolle sichergestellt wird.
Lassen Sie uns nun das zweite Element der Partizipation analysieren: die Tatsache, dass diejenigen, die in Gebäuden leben, ihre Bedürfnisse besser kennen als jede andere Person; es ist eigentlich praktisch unmöglich, eine passende Struktur zu bauen
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In der Universität gibt es unzählige Fälle von Wissenschaftlern, die bei dem Versuch gescheitert sind, einem Architekten die Eigenschaften eines Labors zu beschreiben. Es scheint immer so, als seien Wissenschaftler nicht in der Lage, Architekten ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Es stellt sich heraus, dass ihre Gebäude schlechte Beleuchtung, schlechte Schallisolierung an entscheidenden Stellen, unzureichende Lagermöglichkeiten, wenige Sitz- und Denkmöglichkeiten, fehlende Fenster dort, wo sie benötigt werden, und so weiter haben. Das passiert regelmäßig die ganze Zeit. Wir haben eine Bestätigung dieser Situation von Studenten und Fakultätsmitgliedern erhalten, die im neuen Wissenschaftsgebäude der University of Oregon arbeiten.
Bis zu einem gewissen Grad kann diese Schwierigkeit überwunden werden, indem man sich der Muster bedient, die in dem Buch A Pattern Language illustriert sind. Muster definieren die Eigenschaften, die ein Gebäude besitzen muss, um den menschlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Allerdings gibt es unzählige Bedürfnisse und
besondere Bedürfnisse, die solche Muster nicht berücksichtigen. Wenn der Einzelne für sich ein Büro gestaltet, berücksichtigt er diese zusätzlichen und besonderen Bedürfnisse wie selbstverständlich, da er sie erleben kann. Aber wenn er sie einem Architekten erklären muss, werden nur die Bedürfnisse befriedigt, die er in Worten erklären konnte.
Damit ist klar, dass eine Beteiligung erhebliche Vorteile hat. Es gibt jedoch zwei wichtige Einwände gegen das Konzept der Partizipation. Erstens: «Beteiligung erzeugt Chaos, da die Leute beim Planen und Zeichnen nicht merken, was sie tun». Zweitens: «Die meisten Studierenden und ein guter Teil des Lehrpersonals bleiben weniger als fünf Jahre an der Universität; daher sehen wir keine Notwendigkeit für sie, das Layout der Universität zu entwerfen, da die Benutzer nach fünf Jahren nicht mehr diejenigen sein werden, die heute die Pläne gemacht haben ».
Betrachten Sie den ersten Einwand, dass von Benutzern ausgeführte Designs Chaos erzeugen. Die jüngere Architektur- und Planungsgeschichte hat den falschen Eindruck erweckt, dass nur Architekten und Planer wissen, wie Gebäude gestaltet werden sollten. Die Zeugnisse der letzten zwei- oder dreitausend Jahre Geschichte sagen uns etwas anderes. Fast alle Umgebungen wurden im Laufe der Geschichte von gewöhnlichen Menschen entworfen. Viele der wundervollen Orte auf der ganzen Welt, die Architekten heute gerne fotografieren, wurden nicht von Architekten, sondern von einfachen Menschen entworfen.
Um jedoch Ordnung und kein Chaos zu schaffen, müssen die Menschen natürlich einige gemeinsame Prinzipien befolgen. Nichts ist schlimmer als eine Umgebung, in der jeder Quadratmeter nach ganz anderen Prinzipien gestaltet wurde. Das wäre ein Veto-Chaos. In unserem Vorschlag wird dieses Problem gelöst, indem den "Mustern" gefolgt wird, die im vierten Kapitel beschrieben werden. Diese Muster bieten Benutzern eine solide Grundlage für Designentscheidungen. Jede Person oder Personengruppe
Architektur ohne Architekten: eine Stadt in der Schweiz
Sone wird in der Lage sein, einzelne Elemente zu entwerfen, aber immer in Übereinstimmung mit der morphologischen Struktur, die durch das Muster geschaffen wird. Kurz gesagt, das Muster innerhalb der Universität spielt die Rolle, die die Tradition in der traditionellen Kultur gespielt hat. Wir sind sicher, dass der Beteiligungsprozess, der durch die Muster geschaffenen Struktur folgt, zu einer reichen und vielfältigen Ordnung führen wird.
Heimtückischer ist der Einwand, eine Beteiligung sei nicht sinnvoll, da die Nutzer, die heute Projekte der Universität durchführen, nicht dieselben sein werden, die sie in den kommenden Jahren nutzen werden. Auf den ersten Blick scheint es richtig zu sein. Aber das ist es wirklich nicht, weil es auf einem Missverständnis über die wahren Zwecke und Auswirkungen des von den Benutzern durchgeführten Projekts basiert.
Wenn eine Gruppe von Doktoranden ein Breakout-Center entwirft, in dem sie über Physik diskutieren können, wird der Ort, den sie schaffen, nicht nur oder in erster Linie ihren Bedürfnissen als Tom, George und Mary dienen. Vielmehr und vor allem wird der Veranstaltungsort auf die Bedürfnisse einer Gruppe von Doktoranden eingehen, die über Physik diskutieren, und als solche
es sollte auch bequem sein für die Gruppe der Studenten für die spätere Promotion, sowie für die Gruppe, die danach kommt
10entworfen hat. Natürlich wird es nicht perfekt den Bedürfnissen aller folgenden Schülergruppen gerecht. Aber bevor wir diese Schwierigkeit überbetonen, sollten wir die Alternative nicht aus den Augen verlieren. Die Alternative ist, dass das Projekt gar nicht von den Nutzern durchgeführt wird, sondern von einer Gruppe von Architekten und Administratoren, die noch weiter von den Bedürfnissen der Nutzer entfernt sind.
Mit anderen Worten, es führt kein Weg daran vorbei, dass die Gebäude der Universität von anderen Personen entworfen werden als diejenigen, die sie in den folgenden Jahren nutzen werden. Das einzige Problem besteht dann darin, festzustellen, inwieweit sie sich von den derzeitigen Benutzern unterscheiden werden. Es scheint klar, dass wir Menschen auswählen müssen, die Bedürfnisse und Gewohnheiten haben
11möglichst ähnlich denen der Menschen, die die Gebäude letztendlich nutzen werden. Da eine Gruppe von Doktoranden die Bedürfnisse einer anderen Gruppe von Doktoranden besser kennt als jede Gruppe von Architekten und Administratoren, wird klar, dass wir die Designhand der Benutzer verlassen müssen, obwohl wir wissen, dass es nach ihnen noch weitere Nutzergenerationen geben wird und sie deshalb Gebäude nicht nur für sich selbst entwerfen.
Kurz gesagt, auf dem Wohnungsmarkt sind nicht in Serie gebaute Privathäuser immer mehr wert als in Serie produzierte Häuser. Wenn Sie ein solches Haus kaufen, passt es besser zu Ihnen, nicht weil Sie die Person waren, die es geschaffen hat, sondern einfach weil eine bestimmte Person es geschaffen hat. Diese einfache Tatsache allein reicht aus, um sicherzustellen, dass die Räume des Hauses authentischer, besser nutzbar und mit den realen Lebensbedingungen besser harmonieren als jedes andere Haus, das unpersönlich von einem Designer für den Massenmarkt geschaffen wurde.
Dasselbe kann für die Universität passieren. In dem Maße, wie Räume von den Menschen, die sie bewohnen, geschaffen und verändert werden, nimmt die Universität allmählich Gestalt an
Grundlage angesammelter echter menschlicher Erfahrung und wird auf diese Weise ein geeigneter Ort für andere, neuere, menschliche Erfahrungen sein, ein viel geeigneterer Ort, als es je eine unpersönliche und starre Umgebung sein könnte.
Aus all diesen Gründen ist es klar, dass eine Teilnahme wünschenswert ist. Aber ist es in der Realität machbar? Ist die erhoffte Partizipation unter den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen realisierbar? Respektiert ein von einfachen Menschen konzipiertes Projekt die Anforderungen des Lebens und die Ordnung, die gute Architekten bei der Gestaltung ihrer Gebäude respektieren?
Um diese Fragen zu beantworten, präsentieren wir nun einen Gebäudeentwurf einer Gruppe von Studenten, Dozenten und Mitarbeitern der University of Oregon. Der Entwurf und die Zeichnung eines ziemlich großen Teils eines Gebäudes: eine Erweiterung um einen halben Meter: eine Million Dollar für die Musikschule und eine umfassende Renovierung des bestehenden Gebäudes. Dem Projekt liegt ein Verfahren zugrunde, das im sechsten Kapitel näher erläutert wird. Wir stellen es jetzt vor, um sofort zu zeigen, was Partizipation leisten kann.
I/ Projekt für die Musikschule. Die derzeit bestehende Musikschule ist ineffizient und teilweise aufgegeben. Die Übungsräume sind nicht gut schallisoliert; es gibt nur wenige Orte, an denen sich Lehrer und Schüler außerhalb formeller Verpflichtungen treffen können; Gebäudeeingänge sind nicht deutlich gekennzeichnet; es ist kein Ort für kleine öffentliche "Vorträge"; Verkehrslärm stört die Menschen, die in den Studios arbeiten. Eine erste Analyse ergab, dass zur Lösung dieser Probleme ein Neubau mit einer Fläche von 16.000 Quadratmetern erforderlich wäre. Auf unsere Anregung hin stimmte der Leiter der Musikabteilung zu, dass er mit einer Gruppe von Leuten aus der Abteilung nach dem von uns vorgeschlagenen Verfahren selbst einen Entwurf für den Neubau machen würde. Es wurde eine Gruppe von sieben Personen gebildet: der Dekan, drei Fakultätsmitglieder, ein Student und zwei von uns. Wir sieben
Wir bildeten das Zentrum der Gruppe. Wir haben eine ganze Woche lang zusammengearbeitet, um einen schematischen Entwurf zu erstellen. Während der Woche wurden andere Personen in die Gruppen eingeführt, wenn Probleme auftauchten, die sie betrafen. Der Hochschuldesigner trug zur Debatte über Fußgängerbewegungen bei; der für die Reparatur der Ausrüstung zuständige Techniker wurde eingeladen, den Standort seines Labors zu planen und festzulegen; Die Studenten wurden gebeten, ein privates Lager für ihre Werkzeuge zu entwerfen.
Die Arbeiten begannen mit einer Bestandsaufnahme. Die Untersuchung ergab, welche Teile der Bestandsgebäude bei guter Funktion erhalten bleiben können; welche Teile repariert werden mussten; und welche Teile eine komplette Überholung benötigten. Der Direktor und die Fakultät fügten ein Programm hinzu, in dem die verschiedenen Arten von neuen Räumen beschrieben wurden, die benötigt wurden.
Schließlich startete die Gruppe das Projekt. Die diesbezüglichen Entscheidungen wurden von Zeit zu Zeit unter Berücksichtigung eines Musters nach dem anderen getroffen, wie im sechsten Kapitel beschrieben. Die zur Erstellung der Zeichnungen verwendeten Muster werden im vierten Kapitel beschrieben. Entscheidungen wurden einstimmig getroffen; der Universitätsplaner und Mitarbeiter des Zentrums spielten hauptsächlich die Rolle von Beratern, die auf die Implikationen hinwiesen und Ratschläge erteilten. Die meisten Entwurfsarbeiten wurden auf dem Boden selbst durchgeführt, indem man um die bestehenden Gebäude herumging. Die Zeichnungen wurden gemacht, um unsere Arbeit auf dem Boden aufzuschreiben; Diese Entwürfe wurden jedoch immer erst nach den Entscheidungen an Ort und Stelle erstellt. Die Entwürfe sind nicht „auf dem Papier" entstanden.
Dies ist die Folge von Zeichnungen, die von Benutzern in dieser Woche durchgeführt wurden.
Diese Zeichnung gibt der Abfolge eine Ordnung. Die bestehenden Gebäude der Musikschule sind gekennzeichnet.
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Die am Donnerstag durchgeführte Zeichnung war das Ergebnis eines langen Spaziergangs durch die zu bebauenden Gebiete, bei dem die genaue Lage der Gebäude, der Eindruck, den die Freiflächen hinterlassen würden, und die Effizienz der Erschließung zwischen den verschiedenen Gebäuden imaginiert wurden. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Gebäude in einem genaueren Maßstab gezeichnet und die ungefähren Ziele der
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Wir glauben, dass dieses Projekt sehr wichtig ist, um das Gefühl der Partizipation zu etablieren. Die beteiligten Personen nahmen voll am Designprozess teil; sie konnten das projekt nur aufgrund ihrer profunden kenntnis der täglichen aktivitäten und probleme der schule auf diese weise durchführen. Auch wenn das Projekt kaum skizziert ist, sieht man schon, wie lebendig und reich es ist, wie viel Liebe und Sorgfalt in jedem Teil steckt, mehr als in den extrem vereinfachten Projekten in Fächern, die wir hier oft finden in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts.
Der Dekan der School of Music, Robert Trotter, schrieb einige Monate nach dieser Planungswoche über diese Erfahrung in einer Lokalzeitung, „Avenu", School of Architecture and Arts, University of Oregon: „…
der Woche hatten alle eine Art nächtliche Bekehrung erlebt. Es war, als ob er sich fragte: „Was passiert hier? ". Was passiert wirklich? Was habe ich getan, was ich nicht hätte tun sollen und umgekehrt? Und das Gleiche geschah mit jeder anderen Person in der Gruppe. Am Mittwoch gab es also einen außergewöhnlichen Unterschied in unserer Erfahrung – von Mittwoch- auf Freitagnachmittag begannen wir wirklich gut zu arbeiten…
Und für die meisten von uns war das natürlich das erste Mal, dass wir uns mit Raumproblemen und Raumbildern auseinandersetzen mussten. Auch ganz ungewöhnlich fingen wir an, uns direkt zu treffen – und die Experten spielten nicht Katz und Maus mit uns, sondern sagten tatsächlich … verdammt, sie sagten nichts, sie machten uns immer wieder klar, dass sie es nicht taten. Es war so sehr, dass sie wussten, was zu tun war, und es uns nicht sagen wollten; vielmehr musste die Essenz dessen, was sich ergeben hätte, von uns kommen.
Kehren wir nun zu den praktischen Implikationen unserer Diskussion zurück. Welche Schritte müssen in einer Gemeinde wie der University of Oregon unternommen werden, wo es eine große Anzahl von Benutzern gibt, die rechtlich gesehen nicht die Eigentümer der Gebäude sind, damit diese vorübergehenden Benutzer aktiv am Gebäudeentwurfsprozess teilnehmen können? Welche Maßnahmen zu ergreifen sind, zeigt unser zweites Prinzip:
Partizipationsprinzip: Alle Entscheidungen darüber, was und wie gebaut wird, werden den Nutzern anvertraut. Zu diesem Zweck wird für die Gestaltung jedes zu errichtenden Gebäudes ein aus Nutzern bestehendes Planungsteam gebildet; jede Benutzergruppe kann ein Projekt entwerfen, und nur Projekte, die von Benutzern entworfen wurden, werden für eine Finanzierung berücksichtigt; Das Planungsteam bietet den Mitgliedern des Designteams alle Muster, Diagnosen und zusätzliche Hilfe, die sie für Projekte benötigen. Zeit und Benutzer
sie zur Durchführung eines Projekts verwenden, werden als legitimer und wesentlicher Teil ihres Geschäfts betrachtet; Das Designteam wird seine schematischen Entwürfe fertigstellen, bevor die Architekten oder Bauherren eine wichtige Rolle spielen.
Dieses Prinzip wird durch die folgenden Details besser verdeutlicht.
1.Für die Gestaltung jedes zu errichtenden Gebäudes wird ein aus Nutzern bestehendes Planungsteam gebildet.
Wir gehen von der Überlegung aus, dass jedes Gebäude und jeder Anbau an ein Gebäude, der von einer Gruppe von Nutzern entworfen wird, einen Querschnitt der Nutzer darstellt, die dieses Gebäude jetzt oder in Zukunft nutzen werden. Wenn die Gruppe von einer Person gegründet wird – einem Direktor, einem Direktor, einem Administrator – muss man sehr darauf achten, dass der Querschnitt die gesamte Gemeinschaft repräsentiert. Wenn die Zusammensetzung eines Planungsteams von einer Gruppe bestritten wird, die eine Vertretung beansprucht, geht die Angelegenheit zur Prüfung an den Planungsrat. Typischerweise der Planungsrat und der Richter der fairen Vertretung! von Benutzern.
Um sicherzustellen, dass ein Designteam arbeiten kann, muss eine Obergrenze für die Größe des Teams festgelegt werden. Unsere Erfahrung mit Designteams sagt uns, dass diese Grenze auf sechs oder sieben Mitglieder festgelegt werden sollte. Es ist unmöglich, ein effektives Team zu haben, in dem jedes Mitglied eine echte Rolle spielt, wenn das Team größer wird.
Da die Gruppen klein gehalten werden müssen, ist es notwendig, die Zahl der "besuchenden" oder beratenden Teammitglieder festzulegen. Wenn das Projekt einen Punkt erreicht, an dem es die Interessen nicht anwesender Personen berührt, hat die Gruppe das Recht, diese Personen einzuladen, einen bestimmten Teil des Projekts zu erarbeiten, der sich auf ein bestimmtes Problem bezieht.
2.Jede Benutzergruppe kann ein Projekt entwickeln, und nur Projekte, die von Benutzern entwickelt wurden, werden für eine Förderung berücksichtigt.
Es versteht sich, dass jede Gruppe von Benutzern, ob klein oder groß, ein Projekt vorschlagen kann und die gleichen Chancen auf eine Finanzierung hat. Um die Benutzer zu ermutigen, Projekte einzureichen, schlagen wir vor, dass öffentliche Bekanntmachungen für Projekte jährlich stattfinden. Diese Bekanntmachungen machen deutlich, dass jede Gruppe, seien es Studierende, Fakultäten oder Mitarbeiter, ob ad hoc oder offiziell konstituiert, ein Projekt einreichen kann.
So naheliegend diese Idee auch erscheinen mag, in der aktuellen Praxis tritt genau das Gegenteil ein. Im Allgemeinen werden Projekte fast ausschließlich von einer kleinen Anzahl von Personen konzipiert – Dekane, Dekane der Fachbereiche, einige Professoren, die sich in speziellen Räten versammeln, Universitätsverwaltungen und ihre Assistenten. Zweifellos haben diese Leute einen außergewöhnlichen Vorteil, und es lohnt sich, ihre Projekte durchzuführen. Die aktuellen Designmethoden haben diese Menschen jedoch zu den einzigen gemacht, die die Macht besitzen, Projekte zum Leben zu erwecken. Das Konzept, nach dem jede gebildete Gruppe von Nutzern – ad hoc oder offiziell konstituiert – unter gleichen Bedingungen Projekte starten kann, wurde offiziell gefördert. Es ist jedoch offensichtlich, dass diese Konzeption im Laufe der Jahre eine Reihe viel reichhaltigerer und viel humanerer Ideen hervorbringen wird als das derzeit geltende begrenztere Planungssystem.
3.Die Planungsmitarbeiter bieten den Mitgliedern des Designteams alle Muster, Diagnosen und zusätzliche Hilfestellungen, die sie für Projekte benötigen.
Jede Gruppe von Benutzern, die sich an das Designteam wenden, erhält eine Reihe von Informationen, die alle derzeit angenommenen Muster und Diagnosen mit allen Plänen und entsprechenden Adressen enthalten; nach einer Diskussion entscheiden die Nutzer, welche Muster und welche Teile der Diagnosen auf das von ihnen durchgeführte Projekt zutreffen;
Darüber hinaus kann die Gruppe die Hilfe eines Mitglieds des Planungsstabs anfordern.
IGeschulte Nutzergruppen reichen einen Entwurf ihres Projektes beim Planungsstab ein. Der Planungsstab wird dann mit ihnen zusammenarbeiten, unklare Punkte der Diagnosen und Muster erläutern und ihnen helfen, einen endgültigen Entwurf des Projekts zu erstellen, damit er offiziell dem Planungsrat vorgelegt werden kann.'
4.Die Zeit, die Benutzer für die Durchführung eines Projekts benötigen, wird als legitimer und wesentlicher Teil ihrer Tätigkeit angesehen.
In der Universität sollte die Zeit, die die Nutzer mit der Planung und Gestaltung von Gebäuden verbringen, als legitimer Teil ihrer Lehr- und Forschungsaufgaben, ihrer Verwaltungsaufgaben oder ihrer Studienleistungen angesehen werden, je nachdem, ob sie Professoren, Mitarbeiter oder Studenten sind. Professorinnen und Professoren werden auf ihre Beratungstätigkeit angerechnet, wenn sie einer Nutzergruppe angehören; Studierende werden für diese Arbeit im Rahmen des Studiums anerkannt.
5.Das Designteam wird seine schematischen Entwürfe fertigstellen, bevor die Architekten oder Bauherren eine wichtige Rolle spielen.
IIDer illustrierte Prozess ermöglicht es dem Benutzerteam, schematische Designs selbst zu entwickeln. In diesem Kapitel haben wir gezeigt, wie eine Gruppe von Benutzern solche Projekte durchführen kann, wenn der Designprozess sie dazu ermutigt. Dieses sekundäre Prinzip unterstreicht diesen Punkt: Benutzergruppen haben nicht nur die Möglichkeit, schematische Designs für ihre Umgebungen zu entwickeln, sondern es ist auch wichtig, dass wir lernen, diese Fähigkeit voll auszuschöpfen. Wenn wir die Benutzer einfach gebeten hätten, ihre Bedürfnisse zu ermitteln oder unrealistische Pläne zu machen, und diese Informationen dann an einen Architekten oder Planer auf dem Campus weitergegeben hätten, hätten wir verloren
1 Weitere Einzelheiten zu Mustern, Diagnosen und dem Designprozess finden Sie in den Kapiteln 4, 5 und 6.
angesichts der Essenz der Partizipation – der Tatsache, dass Benutzer in der Lage sind, einem Projekt eine Essenz zu verleihen, die Fachleuten normalerweise entgeht.
Wir wissen jedoch, dass die Sprache der Muster den Benutzern zwar die Möglichkeit gibt, selbst die Führung im Projekt zu übernehmen, sie aber dennoch eine Art Anleitung und Ermutigung benötigen. Aber wie werden sie gelenkt?
Wir rechnen jedes Jahr mit Hunderten von Projekten, die von den unterschiedlichsten Nutzergruppen initiiert werden. Die meisten dieser Gruppen werden keinen Zugang zu Finanzierungsmitteln haben, daher ist es notwendig, dass der generische Planungsprozess keine Mittel zur Finanzierung externer Fachkräfte umfasst. Stattdessen müssen Benutzergruppen in der Lage sein, die Hilfe zu erhalten, die sie von internen Planungsmitarbeitern benötigen. In Fällen, in denen ein Designteam in der Lage ist, frühzeitig im Planungsprozess professionelle Hilfe von außen zu erhalten, ist es wichtig, dass sie – und nicht die Fachleute – die Verantwortung für das Design behalten, bis sie die Entwurfsphase des Schaltplans erreichen .
Sobald der schematische Entwurf zur Finanzierung eingereicht und genehmigt wurde – an diesem Punkt ist es zwingend erforderlich, einen Architekten einzustellen, der in der Lage ist, eine Reihe von Konstruktionszeichnungen zu erstellen. Um sicherzustellen, dass der Architekt die schematischen Zeichnungen richtig interpretiert, ist es wichtig, dass die Benutzer, die den Entwurf ausgeführt haben, bereits in diesem Stadium die Befugnis haben, den Architekten zu beschäftigen, und dass er bereit ist, den Entwurf zu akzeptieren und zu akzeptieren tat.
Eine Notiz. Wir schließen dieses Kapitel mit einigen Bemerkungen zu Dimensionen. Die erhoffte Beteiligung funktioniert nicht, wenn einzelne Bauvorhaben zu groß sind. Menschen können an der Ausführung kleiner Projekte beteiligt sein – ein Klassenzimmer, Freiflächen, ein kleines Gebäude, der Raum zwischen zwei Gebäuden. Aber sie können nicht an der Hinrichtung beteiligt sein
Entwicklung von Großprojekten — Wolkenkratzer, Gebäudekomplexe, neue Entwicklungsprojekte. Und das aus drei Gründen.
Erstens kann kein Team von mehr als 10 Personen, die zusammenarbeiten, bequem den Entwurf eines Gebäudes übernehmen. Dies bedeutet, dass jedes Projekt, das mehr als zehn Personen dient, bereits außerhalb der direkten Kontrolle einiger Benutzer liegt. Wenn das Projekt 50 bis 100 Personen dient, ist es möglich, dass alle beteiligt sind, zumindest durch die Vertretung eines Freundes; Niemand wird für mehr als eine Phase vom Designprozess ausgeschlossen. Aber wenn das Projekt mehr als 100 Menschen dient, ist es offensichtlich, dass die Entwurfsentscheidungen von einer Gruppe getroffen werden müssen, die in gewissem Maße unabhängig von den Menschen ist, die in dem Gebäude leben und arbeiten werden. Mit zunehmender Größe des Projekts wird auch die Benutzerdarstellung immer weniger reaktionsschnell und das Gebäude selbst tendenziell unpersönlicher.
Zweitens, wenn Komitees über Budgets diskutieren, haben wir gesehen, dass sie "zu viel Zeit" damit verbringen, kleine Projekte zu diskutieren - wie den Bau eines Gartenzauns - und sehr wenig Zeit damit verbringen, große Unternehmungen zu diskutieren, wie den Bau einer Einrichtung im Wert von mehreren Millionen Dollar. Die Vorstandsmitglieder können sich beim Bau eines Gartenzauns persönlich beteiligt fühlen und haben dabei intelligente Einblicke! und zuverlässig darüber, und sie können darüber streiten. Wenn es um ein gigantisches Projekt geht, können sie sich nicht persönlich beteiligt fühlen, diskutieren es sehr abstrakt und treffen übereilte Entscheidungen. Kurz gesagt, selbst auf den höchsten Entscheidungsebenen fühlen sich die Menschen von der Planung riesiger Unternehmen entfremdet. Es sind die kleinen Projekte, die ihre Fantasie und ihre Emotionen anregen und sie zum Mitmachen anregen.
Schließlich beteiligen sich Menschen nur dann an der Planung, wenn sie sich für ihre Umwelt verantwortlich fühlen; und sie werden sich nur dann verantwortlich fühlen, wenn sie die Teile der Umwelt identifizieren können, die ihnen gehören. Große Projekte
des Bauens nehmen den Menschen diese Gefühle. Wenn große Gebäude gebaut werden, werden Personen und Abteilungen als Objekte behandelt und in Gruppen in den Räumlichkeiten der Gebäude platziert, wie Packkisten in den Laderäumen von Frachtschiffen. Ist es unter solchen Bedingungen möglich, ein gewisses Zugehörigkeits- und Verantwortungsgefühl zu empfinden? Ist es möglich, sich um seine Umgebung zu kümmern und Pläne zu schmieden, um sie zu verändern?
Wir sehen also, dass die Beteiligung von der Größe der Bauvorhaben abhängt. Wenn Projekte zu groß sind, wird die Teilnahme beeinträchtigt. Wir hätten in dieses Kapitel eine Klausel über die Größe der Projekte in das Beteiligungsprinzip aufnehmen können. Es gibt aber noch so viele andere wichtige Gründe, warum Bauvorhaben klein sein sollten, dass wir diesem Thema lieber ein ganzes Kapitel gewidmet haben. Das nächste Kapitel schließt mit dem Prinzip des partiellen Wachstums ab, dem Prinzip, das sicherstellt, dass Bauprojekte klein genug sind, damit die Benutzer an der Gestaltung teilnehmen können
Drittes Kapitel Wachstum in Teilen
Wir kommen zur Definition der Idee des Wachstums in Teilen. Unter Wachstum in Teilen verstehen wir ein Wachstum, das in kleinen Schritten voranschreitet, bei dem jedes Projekt die verschiedenen Arten von Funktionen und die Anordnung des Grundstücks berücksichtigt und sich an sie anpasst: ein kleiner Flügel, der einem Gebäude hinzugefügt wird, um Klassenzimmer und einen offenen Raum zu schaffen und sonnig, ein kleiner Parkplatz, der neben einer Hauptstraße in den toten Raum gebaut wurde; ein schmaler Torbogen, der zwei Gebäude verbindet und eine Fußgängerpassage bildet; eine von einer Pergola überdachte Open-Air-Halle, die an einem Ort gebaut wurde, an dem Menschen oft anhalten und bleiben. Gruppe; ein Café in einer Ecke der Universität, wo es anders als jetzt Platz zum Sitzen und Lernen gibt; jedes projekt in übereinstimmung mit der beschaffenheit des grundstücks, der bäume, der rasen, dem charakter der umliegenden gebäude. In diesem Kapitel wollen wir aufzeigen, dass partielles Wachstum, wie Partizipation, für die Schaffung einer organischen Ordnung wesentlich ist.
Wir beginnen damit, das Konzept des organischen Entwicklungs- und Reparaturprozesses zu untersuchen. Jedes lebende System muss sich ständig selbst reparieren, um sein Gleichgewicht und seine Koordination sowie seine Gesamteigenschaften aufrechtzuerhalten. Im Fall eines lebenden Organismus ist es nur die ständige Reparatur, die Anpassung chemischer Bestandteile, der Ersatz von Zellen und die Heilung von beschädigtem Gewebe, die die morphologische Integrität des Organismus selbst aufrechterhält.
Im Fall der Umwelt ist der Entwicklungs- und Reparaturprozess, der zur Aufrechterhaltung der morphologischen Integrität erforderlich ist, viel komplexer. Reparaturen müssen wie bei einem Organismus eine vorher festgelegte Ordnung aufrechterhalten, sich aber auch kontinuierlich an die Nutzungen und Aktivitäten anpassen, die sich auf jeder Maßstabsebene ändern. Für die Umgebungen, al-
Nun muss ein organischer Entwicklungs- und Reparaturprozess zu einer allmählichen Abfolge von Transformationen führen, und diese müssen auf jeder Maßstabsebene gleichmäßig verteilt sein. Der Instandsetzung von Details – Räumen, Gebäudeflügeln, Fenstern, Gehwegen – muss ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt werden wie dem Bau neuer Gebäude. Nur in diesem Fall kann eine Umgebung in jedem Moment ihrer Entwicklung ausgeglichen werden, sowohl als Ganzes als auch in den einzelnen Teilen, aus denen sie besteht.
Alle einladenden Umgebungen, die wir kennen, haben diese Eigenschaft gemeinsam: Sie sind vollständig und lebendig, weil sie sich langsam über lange Zeiträume Stück für Stück entwickelt haben. Die Teile sind klein und es gibt immer eine ausgewogene Anzahl von Projekten in allen Größenordnungen. Wenn ein großes Gebäude errichtet wird, werden viele Anpassungen und viele kleinere Transformationen gleichzeitig in allen Räumen durchgeführt, die es umgeben; und jeder Neubau stellt keine "endgültige" Sache dar, sondern beinhaltet in seiner Zukunft eine lange Reihe kleiner Anpassungsprojekte. So passen sich die Gebäude den Nutzern und ihren sich ständig ändernden Bedürfnissen an. Gebäude werden nie zerstört oder abgerissen, sondern immer verschönert, modifiziert, reduziert, erweitert, perfektioniert. Diese Methode zur Sanierung der Umwelt ist seit Tausenden alltäglich
Schnelle Entwicklung des Palazzo Pubblico, Siena
of years.in traditionellen Kulturen. Wir können die Essenz dieser Methode in einem Satz zusammenfassen: Wachstum durch Teile.
Die Bedeutung des Wachstums in Teilen scheint offensichtlich. Wie dem auch sei, es wird 1972 von Architekten, Verwaltern, Planern und Unternehmen, die in der Universität tätig sind, nicht viel geteilt
Partt Wachstum und Anpassungen im Laufe der Jahre eine Straße in Canterbury, England
Im Gegenteil, die meisten derjenigen, die in den letzten zwanzig Jahren an der Entwicklung der Universität beteiligt waren, haben eine entgegengesetzte Sichtweise vertreten, eine Sichtweise, die wir als «Entwicklung durch intensive und konzentrierte Blöcke» definieren können.
Bei der Entwicklung für intensive und konzentrierte Blöcke wird die Umgebung in massive Blöcke unterteilt. Die Gebäude haben oft
1 In dieser Hinsicht ist die einzige Analyse, die wir über die Bedeutung des Wachstums von Teilen kennen, durch den schönen und prägnanten Artikel von E. H. Gombrich, The Beauty of Old Howns, in «Architectural Association Journal», April 1965, vertreten. Leider scheint dieser Artikel dies zu tun sind nur in einer kleinen und wenig bekannten Zeitung erschienen, und tatsächlich ist ihre Hauptbotschaft im Strudel der modernen Architektur verloren gegangen.
Oregons Uniuersild, Science-Gebäude: das Ergebnis einer Entwicklungssequenz für intensive und konzentrierte Blöcke
mehr als drei oder vier Stockwerke und nehmen eine Fläche von 20.000 Quadratfuß ein. Ein einmal gebautes Gebäude ist endgültig; Im Laufe der Zeit sind keine Anpassungsprojekte vorgesehen. Diese "endgültigen" Gebäude sind auf eine begrenzte Lebensdauer ausgelegt; Der Umweltentwicklungsprozess wird als ein Prozess betrachtet, bei dem Gebäude nach einer bestimmten Anzahl von Jahren abgerissen und durch neue ersetzt werden, die wiederum eine begrenzte Lebensdauer haben. Die zentrale Annahme dieser Sichtweise ist, dass es besser ist, in einem neuen Gebäude zu bleiben als in einem alten: Folglich wird das der Umwelt zugeteilte Kapital für riesige neue Projekte angesammelt, während das Kapital für die Instandhaltung der Altbauten werden minimiert.
Wir werden nun den Prozess des partiellen Wachstums mit dem Prozess der intensiven und konzentrierten Blockentwicklung vergleichen und versuchen zu zeigen, dass eine intensive und konzentrierte Blockentwicklung in fast allen interessierenden Fällen schlechter ist als ein partielles Wachstum.
Beginnen wir mit einem Beispiel der University of Oregon. Die Schule für Pädagogik braucht viel mehr Platz. In den 1960er Jahren produzierte ein Team von Verwaltungsbeamten und Architekten, das sich nach den üblichen Methoden der Universität verhielt,
Die aktuelle Schule der Pädagogik
Er setzte den Bau eines Multimillionen-Dollar-Komplexes in Gang, der die School of Education ersetzen und die Abteilungen für Bildung, Psychologie und Soziologie beherbergen sollte. Dieser Komplex stellt ein typisches Entwicklungsbeispiel für intensive und konzentrierte Blöcke dar. Vergleichen wir dieses Blockprojekt mit einer Projektskizze, die zeigt, wie die Schule für Pädagogik nach dem Kanon des partiellen Wachstums erweitert und modifiziert werden kann. (Die Pläne für die beiden anderen Abteilungen haben wir nicht gezeigt. Gemäß einem Growth-by-Parts-Ansatz sollten diese Abteilungen in ihrer Umgebung verbleiben und mit einem ähnlichen Verfahren gebaut werden).
Was sind die offensichtlichsten Unterschiede zwischen den beiden Projekten? Das Projekt bewahrt und repariert in Teilen die effizienten Orte, die im Laufe der Jahre einen gewissen menschlichen Charakter angenommen haben; Die blockweise Bebauung zerstört diese Orte und ersetzt sie durch einen Monolithen. Das partielle Projekt harmonisiert jedes neue Gebäude harmonisch mit dem Territorium und den Räumen, die es umgeben; das andere Projekt, das wie ein frecher Außenseiter agiert, stört die Größe und Struktur dieser Ecke des Campus. Auf der Kostenseite verursacht das Blockprojekt einen Aufwand von mehreren Millionen Dollar für einen einzigen Baueingriff, 2,3 Millionen Dollar allein für die School of Pe-
Intensive konzentrierte Entwicklung - unterdrückt die aktuelle Schule. Phase 1, Phase 2, Phase 3
Dagogie; während das Projekt in Teilen eine konservativere Ausgabe für eine Reihe von Projekten für insgesamt 1,4 Millionen Dollar beinhaltet.
Der grundlegende konzeptionelle Unterschied zwischen den beiden Ansätzen ist folgender: Die blockweise Entwicklung basiert auf einem Konzept, nach dem die Umgebung als statisch und diskontinuierlich betrachtet wird; der partiellen Entwicklung liegt vielmehr eine Konzeption zugrunde, nach der die Umwelt als dynamisch und kontinuierlich betrachtet wird.
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Die Entwicklung für intensive und konzentrierte Blöcke basiert auf dem Konzept der Substitution. Dem Wachstum nach Teilen liegt hingegen der Reparaturgedanke zugrunde. Da Ersatz Ressourcenverbrauch, Reparatur Ressourcenschonung bedeutet, ist es leicht nachzuvollziehen, dass Wachstum in Teilen aus ökologischer Sicht am gesündesten ist.
Aber es gibt noch deutlichere Unterschiede. Die Entwicklung durch intensive und konzentrierte Blöcke basiert auf dem falschen Glauben, dass es möglich ist, perfekte Gebäude zu bauen. Teilweises Wachstum basiert auf dem vernünftigsten und realistischsten Glauben, dass Fehler unvermeidlich sind. Natürlich ist kein Gebäude perfekt, wenn es einmal gebaut ist. Es wird immer Mängel aufweisen, die sich in den ersten Jahren seiner Verwendung nach und nach zeigen werden. Wenn die Kapitalien zur Korrektur dieser Unvollkommenheiten nicht verfügbar sind, bleibt jedes Gebäude, wenn es einmal gebaut ist, zwangsläufig bis zu einem gewissen Grad ineffizient.
Die Entwicklung für schwere und konzentrierte Blöcke funktioniert auf eine Weise, die die Korrektur dieser Unvollkommenheiten behindert. Große Projekte mit großen Baubudgets schließen kleine Projekte aus und besonders extrem kleine, die minimale Korrekturen an der Umgebung vornehmen können. Die für große Bauprojekte verantwortlichen Verwalter scheinen zu glauben, dass Architekten unfehlbar sind; sie geben die Gewissheit des Irrtums nicht zu und versäumen es daher, die für die Korrektur dieser Irrtümer erforderlichen Mittel beiseite zu legen. Die Gebäude
Eine Entwicklung hin zu intensiven und konzentrierten Blöcken behindert die Möglichkeit, diese Fehler noch deutlicher und schwerwiegender zu korrigieren. Alle Fehler, die gemacht werden, werden aller Wahrscheinlichkeit nach durch die Größe der Gebäude vergrößert – so dass eine große Summe Kapital erforderlich ist, um selbst einen kleinen Fehler zu korrigieren. So wurden beispielsweise am College of Environmental Design in Berkeley versehentlich zu wenige Einbauten installiert! mit der Folge, dass das Summen der Neonröhren die Konzentration im Gebäude störte. Da das Gebäude eine Fläche von 225.000 Quadratfuß umfasst, hätten die Kosten für die Reparatur dieses kleinen Fehlers in der Größenordnung von 20.000 Dollar gelegen – ein Betrag, der einfach nicht verfügbar war – und so sind es sieben Jahre nach dem Bau des Gebäudes immer noch gestört durch das Summen der Lampen in ihren Büros und Seminarräumen.
Beim partiellen Wachstum sind die Fehler zunächst kleiner. Im Zusammenhang mit dem Wachstum in Teilen ist es vielleicht sogar falsch, sie als Fehler zu definieren. Wachstum in Teilen basiert auf der Annahme, dass die Anpassung von Gebäuden an die Nutzer zwangsläufig ein langsamer und kontinuierlicher Prozess ist, der niemals auf einmal erreicht werden kann. Es ist also klar, dass jedes Jahr für jeden Teil der Gemeinschaft ein kleiner Betrag zurückgelegt werden muss, damit die Anpassung überall als kontinuierlicher Prozess weitergehen kann.
In einer Gemeinde mit zentralisiertem Haushalt wie Oregon hat die Entwicklung durch intensive und konzentrierte Blöcke eine andere und schwerwiegendere Konsequenz. Da das Budget einzigartig und begrenzt ist, müssen die verschiedenen Gruppen innerhalb der Gemeinschaft um die Zuteilung der Mittel konkurrieren. Sie wissen, dass in jedem Jahreshaushalt nur ein oder zwei Projekte finanziert werden, und wissen daher, dass sie den tatsächlichen Bedarf nachweisen müssen.
Je größer die bewilligten Projekte, desto größer die Unzufriedenheit der Nutzer. Wenn es eine intensive und konzentrierte Blockentwicklung gibt, kann keine Abteilung hoffen, das Geld für den Bau mehr als einmal alle zwanzig oder dreißig Jahre zu bekommen. Da sich Gebäude nie unmittelbar nach dem Bau an die Nutzer anpassen, befinden sich die Abteilungen in einer misslichen Lage: Sie können nicht die Reihe von Korrekturen vornehmen, die die Gebäude nach und nach ihren Bedürfnissen anpassen würden; sie können nicht hoffen, ihren Bedarf in absehbarer Zeit zu decken. Solange in intensiven und konzentrierten Blöcken entwickelt wird, ist dies in den meisten Abteilungen häufig der Fall. Sie fühlen sich schlecht wegen dem, was sie haben; und wenn sie endlich die Möglichkeit haben, etwas dagegen zu tun, legen sie wieder alle Eier in einen riesigen Korb und warten dann weitere zwanzig Jahre, um von den Mängeln ihrer letzten Fehler zu leben.
Beim Wachstum in Teilen ist alles im Kleinen. Es besteht keine Notwendigkeit, dass die Menschen ihre Bedürfnisse übertreiben, da Geld nur für Bedürfnisse ausgegeben wird, die im Moment vorhanden sind. Dadurch reduziert sich der jährliche Gesamtbedarf so drastisch, dass genügend Geld zur Verfügung steht, um alle Bedarfe, die vorhanden sind, wenn sie tatsächlich vorhanden sind, jetzt und nicht später zu decken. Die Zuteilungen werden verteilt, jeder Platz wird Jahr für Jahr Stück für Stück verbessert.
Uneinheitlicher Charakter der Bebauung durch Blöcke in-
Verschiedene Stadtteile sind aus ganz ähnlichen Gründen degradiert. Das Kapital wird in diese gigantischen Entwicklungsprojekte gelenkt, in Gebieten, in denen die Grundstückskosten niedrig sind; die alten Stadtteile sind dem Verfall preisgegeben; nichts wird "gewonnen", indem man sie verbessert. Obwohl sie nicht allzu schnell zurückgehen, stehen viele Campusse derzeit vor einer ähnlichen Aussicht. Ursprünglich gab es ein Zentrum. Das Zentrum wird alt und baufällig, während neue Komplexe an der Peripherie gebaut werden. Aber die Kosten für den Neubau sind enorm, und so werden die notwendigen Reparaturen zur Revitalisierung des alten Zentrums zurückgestellt. Je mehr das Zentrum in Trümmern liegt, desto weniger einladend wird es sein; und am Ende wird es zu einer Hütte reduziert.
An der University of Oregon haben zwei Jahrzehnte intensiver, konzentrierter Blockentwicklung den Campus in diese missliche Lage gestürzt. Ein kürzlich erschienener Bericht der Eugene Register-Guard der University of Oregon stellte fest: „Die Hälfte der Gebäude auf dem Campus muss renoviert werden, und weitere zehn Prozent bedürfen größerer Verbesserungen.“ Wenn der derzeitige Entwicklungskurs für intensive und konzentrierte Blöcke noch zwei Jahrzehnte fortgesetzt wird, wird diese Entwicklung bis in die 1990er Jahre ganze Teile der University of Oregon degradieren.
Um uns um die Universität als Ganzes zu kümmern, müssen wir uns jedes Mal um alle Teile kümmern, die sie ausmachen. Das bedeutet, dass die zur Verfügung stehenden Mittel so eingesetzt werden müssen, dass sie gleichmäßig auf alle Teile der Universität verteilt werden. Um einen extremen Fall zu machen, in illustrativen
Innenhof der Wissenschaftsbibliothek: Beginn der Degradation. Dieser Fehler kann im Rahmen einer konzentrierten intensiven Entwicklung nicht korrigiert werden, es ist kein Geld vorhanden
Wachstum in Teilen kommt diesem Konzept viel näher als Entwicklung in intensiven und konzentrierten Blöcken. Jedes Jahr wird ein kleiner Betrag für Parkplätze ausgegeben, ein anderer für die Verbesserung der Wohnungen, ein anderer für die Perfektionierung von Lesesälen, ein anderer für die Verbesserung von Freiflächen, ein anderer für jedes der akademischen Gebäude. Langsam aber sicher verbessert sich das universitäre Umfeld; alte Zonen dürfen nicht verfallen. Da die Entwicklung an allen Fronten gleichzeitig voranschreitet, werden die verschiedenen Teile, aus denen sie besteht, nach und nach zu einem Ganzen.
Aus all diesen Gründen neigt das Wachstum in Teilen dazu, eine organische Ordnung zu schaffen; Entwicklung durch konzentrierte intensive Blöcke neigt dazu, es zu zerstören.
Ein Zweifel bleibt: Vielleicht ist Wachstum in Teilen teurer. Einer der Gründe, die oft genannt werden, um das zu rechtfertigen
Auf den folgenden Seiten versuchen wir aufzuzeigen, dass die angeblichen Kosteneinsparungen bei großen Gebäuden haltlos sind. Kleine Gebäude kosten pro Nutzfläche nicht mehr als große Gebäude. Im Gegenteil, wir haben festgestellt, dass die Baukosten generell mit der Größe und Höhe der Gebäude steigen.
Erstens erfordern große Gebäude teurere Gebäudetypen. Tabelle 1 zeigt die Bauarten, die erforderlich sind, um den Uniform Building Code für Bildungsgebäude mit einer Größe von 5.000 bis 130.000 Quadratfuß zu erfüllen; und Höhen von einem bis zu acht Stockwerken. Da von verschiedenen Bauarten eine unterschiedliche Lebensdauer ausgeht, berechnen wir diese neuen Kosten, indem wir die aktuellen Kosten für den Ersatz des Gebäudes bei dessen Verfall addieren (Tabelle 1, Spalte 6). Auch nach dieser Korrektur können wir sehen, dass kleine Gebäude weniger pro Quadratfuß kosten als große.
Die anderen großen Kostensteigerungen bei großen Gebäuden resultieren aus dem Verlust an Nutzfläche, der Bereitstellung von Aufzügen und einer Erhöhung der Baukosten um 1 % für jedes zusätzliche Stockwerk. Die Erhöhung um 1 % wurde gemäß den im Marshall and Stevens Evaluation Handbook, 1970, beschriebenen Baukostenkalkulationsmethoden geschätzt. Der Verlust an Nutzfläche in hohen Gebäuden ist auf die Zunahme von Korridoren, Vorräumen, Aufzügen und für Systeme vorgesehenen Räumen zurückzuführen. Um diese Verluste zu berechnen, haben wir die Prozentsätze verwendet, die wir aus den von Skidmore, Owings und Merrill bereitgestellten Daten erhalten haben (Tabelle 2, Spalte 3). Der Gesamtkostenvergleich ist in Tabelle 2 dargestellt.
Die folgenden zwei Grafiken fassen die Beziehungen zwischen Gebäudegröße und Kosten zusammen. Zuerst die
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Fläche in Quadratmetern
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Anzahl der Etagen
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Beschreibung der Konstruktion (A).
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Dauer der Strukturen
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Kosten pro Quadratfuß (B)
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Kosten des Verderbens
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Gesamtkosten pro Quadratmeter
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5.000
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1
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Struktur aus Holz oder aus Metallrohren
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35
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$ 14.78
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$3.68
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$ 18.46
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10.000
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1
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Stahlkonstruktion oder tragende Wände, Ziegel, Block oder Beton
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40
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16.29
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1.62
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17.91
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15.000
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2
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Stahlpfeiler, Binder oder Balken, Ziegel- oder Betonblöcke
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50
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19.90
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0
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19.90
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20.000
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2
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Stahl oder Beton, feuerfest X 2 h.
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50
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22.50
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0
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22.50
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30.000
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3
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>>
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50
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22.50
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0
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22.50
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40.000
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3
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Stahl oder Feuerfestbeton X 4 h.
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50
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24.00
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0
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24.00
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50.000
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4
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»
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50
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24.00
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0
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24.00
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60.000
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4
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>>
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50
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24.00
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0
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24.00
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70.000
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5
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50
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24.00
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0
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24.00
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80.000
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5
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24.00
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0
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24.00
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90.000
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6
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50
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24.00
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0
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24.00
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100.000
|
6
|
50
|
24.00
|
0
|
24.00
|
|
|
110.000
|
7
|
50
|
24.00
|
0
|
24.00
|
|
|
120.000
|
7
|
*’
|
50
|
24.00
|
0
|
24.00
|
|
130.000
|
8
|
50
|
24.00
|
0
|
24.00
|
i A): Secondo 1' «Uniform Building Code».
< B): Costi stabil!ti dal „Marshall and Stevens Validation Service“ 1970.
|
Fläche in Quadratmetern
|
Anzahl der Etagen
|
Nettoprozentsatz (Ä) der Nutzfläche
|
Gesamtnettoquadratmeter
|
Kosten pro Bruttoquadratfuß (B)
|
Gesamtkosten brutto
|
Aufpreis für Aufzüge (C)
|
Gesamtkosten des Gebäudes
(D) |
Kosten pro Quadratmeter netto
|
| 5.000 |
1
|
90%
|
4.500
|
$ 18.46
|
92.300 |
DAS
|
92.300
|
$ 20.51
|
| 10.000 |
1
|
90%
|
9.000
|
17.91
|
179.100
|
179.100
|
19.90
|
|
| 15.000 |
2
|
90%
|
13.500
|
19.90
|
298.500
|
>>
|
298.500
|
22.11
|
| 20.000 |
2
|
90%
|
18.000
|
22.50
|
450.000
|
»
|
450.000
|
25.00
|
| 30.000 |
3
|
90%
|
27.000
|
22.73
|
681.900
|
(2) 131.000
|
812.900
|
30.11
|
| 40.000 |
3
|
88%
|
35.200
|
24.25
|
970.000
|
(2) 131.000
|
1.101.000
|
31.28
|
| 50.000 |
4
|
86%
|
' 43.000
|
24.50
|
1.225.000
|
(3)202.000
|
1.427.000
|
33.18
|
| 60.000 |
4
|
85%
|
51.000
|
24.50
|
1.470.000
|
(3) 202.000
|
1.672.000
|
32.80
|
| 70.000 |
5
|
84%
|
58.800
|
24.75
|
1.732.500
|
(4) 269.000
|
2.001.500
|
34.04
|
| 80.000 |
5
|
83%
|
66.400
|
24.75
|
1.980.000
|
(4) 269.000
|
2.249.000
|
33.87
|
| 90.000 |
6
|
82%
|
73.800
|
25.00
|
2.250.000
|
(5)353.000
|
2.603.000
|
35.27
|
|
100.000
|
6
|
81%
|
81.000
|
25.00
|
2.500.000
|
(5) 353.000
|
2.853.000
|
35.22
|
|
110.000
|
7
|
80%
|
88.000
|
25.25
|
2.777.500
|
(5)353.000
|
3.130.500
|
35.57
|
|
120.000
|
7
|
80%
|
96.000
|
25.25
|
3.030.000
|
(6)433.000
|
3.463.000
|
36.07
|
|
130.000
|
8
|
80%
|
104.000
|
25.50
|
3.315.000
|
(6) 433.000
|
3.748.000
|
36.04
|
| : : |
Aus einem Interview mit Skidmore, Owings und Merrill, San Francisco. Aus Tabelle 1 plus 1°/o für jede weitere Etage. |
| (C): | Diese Kosten basieren auf dem Marshall and Stevens Valuation Service: 50,75 $ mehr für jedes Auto, das 500 Fuß pro Minute fährt und 300 Pfund Gewicht anhebt, 1.625 $ für jeden Stopp und mehr. Die Anzahl der benötigten Aufzüge errechnet sich aus der Annahme, dass auf 150 Einwohner 1 Aufzug kommt! im Gebäude. |
|
<D):
|
Auf Hunderter gerundet. |
Kosten nach Höhe
Um diese Ergebnisse weiter zu testen, sammelte Larry Bisset, der Campus-Designer, Daten über die Baukosten von 72 Schulgebäuden in verschiedenen Gebieten im Bundesstaat Oregon. Die Stichproben umfassten sowohl Gebäude, die vom State Board of Higher Education errichtet wurden, als auch lokale Highschool- und Grundschulbezirke. Die Kosten pro Quadratfuß werden auf Bruttoquadratfuß berechnet, da die Daten zu den Nutzflächen nicht verfügbar waren. Aber auch ohne Berücksichtigung des für große Gebäude typischen hohen Brutto-Netto-Verhältnisses finden wir
Kosten je nach Oberfläche
je nach Größe der Gebäude
| Oberfläche |
Gesamtkosten
|
des Gebäudes | |
| 0-15.000 Quadrat | Füße |
$ 22,13
|
16 |
| 15-35.000» | » |
23,39
|
20 |
| 35.000 +» | » |
23,35
|
36 |
In Großbritannien haben diese Berechnungen beispielsweise kürzlich zu einer Kürzung der Subventionen für den Bau von Wohnhochhäusern geführt. Der britische Minister für Wohnungsbau und Kommunalverwaltung nahm dies auf
Zusätzlich zum Anstieg der Baukosten gibt es auch einen großen Anstieg der Kosten für die Instandhaltung hoher Gebäude. In Glasgow beispielsweise beliefen sich die Instandhaltungskosten pro Wohnung in einem Flachbau 1970 auf 8,39 £, während die Instandhaltungskosten pro Wohnung in einem Hochhaus im selben Jahr 21,35 £ betrugen.
Wir können mit Sicherheit schlussfolgern, dass die kleinen Teil-für-Teil-Prozessprojekte nicht mehr pro nutzbarem Quadratfuß kosten und vielleicht weniger kosten können als die Projekte, die durch intensive und konzentrierte Blockentwicklung erstellt wurden.
Bleibt die Frage, mit welchen praktischen Maßnahmen der Wachstumsprozess partiell umgesetzt werden kann.
Auf den ersten Blick scheint es ausreichend zu sein, eine Obergrenze für die Größe eines bestimmten Projekts festzulegen. Zum Beispiel: „Kein Projekt darf mehr als 500.000 $ kosten.“ Ein Mindestmaß an Reflexion wird jedoch deutlich machen, dass diese Grenze nicht korrespondiert. Sie ist zu niedrig und gleichzeitig zu hoch. Einerseits kann es immer ein Projekt geben – sagen wir einen Autobahntunnel – das mehrere Millionen Dollar kosten würde und nicht Stück für Stück gebaut werden könnte. In diesem Fall sind 500.000 $ niedrig. Auf der anderen Seite 500.000 Dollar
Anstatt eine Obergrenze für Projektgrößen festzulegen, müssen wir die Verteilung der Projektgrößen festlegen, den Prozentsatz des Gesamtbudgets, der für Projekte unterschiedlicher Größe ausgegeben werden muss. Dieser Punkt wird durch das folgende Prinzip deutlich:
Das Prinzip des Wachstums in Teilen: Die in jeder Haushaltsperiode durchgeführten Bauten werden hauptsächlich auf kleine Projekte ausgerichtet sein. Zu diesem Zweck werden in jeder Haushaltsperiode gleiche Summen für große, mittlere und kleine Bauvorhaben bereitgestellt, um das zahlenmäßige Überwiegen der Zunahme des Kleinbaus sicherzustellen; Wenn die Finanzierung von außerhalb der Gemeinschaft kommt, wie im Fall der University of Oregon, sollte die Regierung, die die Finanzierung bereitstellt, dieses Prinzip fördern und Mittel zu gleichen Teilen für große, mittlere und kleine Mittel zuweisen; Für die Kategorie der kleinen Projekte muss die Regierung ihre Mittel pauschal zuweisen, ohne die spezifischen Details einzelner Projekte zu berücksichtigen.
In jeder Haushaltsperiode werden gleiche Beträge großen, mittleren und kleinen Bauvorhaben zugewiesen, um sicherzustellen, dass die Zunahme des Kleinbaus zahlenmäßig überwiegt.
Betrachten Sie jedes Budgetkategoriensystem, das Bauprojekte nach Größe klassifiziert. Dies ist ein Beispiel für ein Kategoriensystem:
weniger als 1.000 $;
1.000-10.000 $;
10.000-100.000 $;
100.000-1.000.000 $;
mehr als 1.000.000 Dollar.
in einem Budget von zweieinhalb Millionen Dollar
bei konzentrierter intensiver Entwicklung
Anzahl Kategorie von Projekten
A < $1.000 1
Bei $1.000-$10.000 1
Mit $10.000-$100.000 1
D $100.000-$ 1.000.000 1
E > 1.000.000 $ 1
in einem Budget von zweieinhalb Millionen Dollar
bei partiellem Wachstum
Grundlegende Projektkategorie
| A < $1.000 |
1.000
|
500.000
|
| Bei $1.000-$10.000 |
100
|
500.000
|
| Mit 10.000 bis 100.000 Dollar |
10
|
500.000
|
| D $100.000-$1.000.000 |
1
|
500.000
|
| E > 1.000.000 $ |
1/10 pro Projekt
|
500.000
|
$ 2.500.000
Das einfachste Prinzip besagt, dass große, mittlere und kleine Projekte insgesamt gleich viel Geld erhalten. Dadurch wird die in Tabelle 5 dargestellte Verteilungsart bestimmt.
Eine gemäßigte Version des gleichen Prinzips besagt, dass die Gesamtsumme der Ausgaben für große Projektkategorien etwas höher ist als die Ausgaben für kleine Projektkategorien. Als Beispiel vergleiche Tabelle 6.
Tabelle 6 – Eine weitere Möglichkeit, ein Budget von zweieinhalb Millionen Dollar zuzuweisen, um eine artikulierte Entwicklung sicherzustellen
In Fällen, in denen die Finanzierung von außerhalb der Gemeinschaft erfolgt, wie im Fall der University of Oregon, muss die Regierung, die die Finanzierung bereitstellt, fördern
Im Fall von Oregon müssen das State Board of Higher Education und das Ways and Means Committee der Landesregierung die Bedeutung dieses Prinzips verstehen und ihre Mittel entsprechend zuweisen. Es ist wichtig zu erkennen, dass dies eine radikale Überarbeitung der Richtung erfordert, die normalerweise vom State Ways and Means Committee befolgt wird. Die aktuelle Adresse erscheint neutral. Aber in Wirklichkeit ist es das nicht: Und solange sich die Adresse nicht ändert, ist das State Ways and Means Committee, ohne es zu wissen, ein unfreiwilliger Komplize im Prozess der Verschwendung und Entwicklung für intensive und konzentrierte Blöcke.
Versuchen wir, den Mechanismus dieser unfreiwilligen Komplizenschaft zu verstehen. Das State Ways and Means Committee erbittet nicht explizit Großprojekte. Die Tatsache, dass es Projekte sehr detailliert prüft, zeigt jedoch, dass der State Board, der Projekte von mehreren Universitäten zusammenführt und sie dem Ways and Means Committee vorlegt, eine natürliche Neigung hat, Projekte ausreichend kurz aufzulisten. Denn sonst hätten die Mitglieder des State Ways and Means Committee keine Zeit, die ganze Liste durchzugehen.
Allein die Tatsache, dass eine solche Liste kurz sein muss, führt dazu, dass Projekte relativ groß werden. Hinzu kommt aber die Tatsache, dass – von der Universität und den anderen Unternehmen, die auf die Mittel warten – sofort registriert wird, dass keine Institution jemals Mittel für mehr als ein oder zwei Projekte in derselben Budgetliste erhält. Auch dies ergibt sich mehr oder weniger natürlich aus der Tatsache, dass das Ways and Means Committee große Anstrengungen unternimmt, um unparteiisch und vernünftig zu sein und seine Mittel mehr oder weniger gleichmäßig auf die verschiedenen konkurrierenden Campus aufzuteilen.
Diese Tatsache macht es mehr oder weniger unvermeidlich, dass die derzeit geförderten Projekte die größten und teuersten sind. Der Grund dafür ist einfach. Die Uni bemüht sich
ständig so viel Geld wie möglich aus dem Staatshaushalt zu bekommen. Jeder weiß, dass er zumindest unter diesen Bedingungen nur für ein oder zwei Projekte gefördert wird. Natürlich haben die größten Projekte auf der Liste die besten Chancen auf eine Finanzierung, da sie auch als die „dringendsten“ gelten. Daher setzen die Universitätsbehörden offensichtlich die Projekte mit den höchsten Kosten ganz oben auf die Liste, da diese ihnen die sicherste Möglichkeit bieten, eine große Summe Geld vom Staat zu erhalten.
Dies ist der Mechanismus, durch den das State Ways and Means Committee durch intensive und konzentrierte Blockaden zu einem unfreiwilligen Komplizen der Entwicklung wird. Solange das bisherige Verteilungskriterium beibehalten wird, liegt es durchaus im Interesse der Universität, sich für Großprojekte einzusetzen; und es ist daher unvermeidlich, wie wir gezeigt haben, dass sich das Umfeld der Universität nach und nach verschlechtert.
Für die Kategorie der kleinen Projekte muss die Regierung die Mittel als Pauschalbetrag zuweisen, unabhängig von den spezifischen Details der einzelnen Projekte.
Derzeit wird jedes vorgeschlagene Bauprojekt vom State of Oregon Ways and Means Committee im Detail geprüft, bevor die Finanzierung beantragt wird. Bei Großprojekten, die Hunderttausende oder Millionen Dollar kosten, halten wir dies für fair, denn in dem von uns vorgeschlagenen Referenzrahmen werden diese Großprojekte im Vergleich zu den kleineren ohnehin selten sein! und müssen sorgfältig geprüft werden. um sicherzustellen, dass sie gültig sind.
Wir glauben jedoch, dass diese Praxis bei kleineren Projekten aufhören muss. Um eine Politik des partiellen Wachstums umzusetzen, muss sich das Komitee darüber im Klaren sein, dass es nicht jedes kleine Bauvorhaben im Detail prüfen kann, bevor es Mittel vergibt – dafür gibt es zu viele Projekte.
Es gibt noch einen weiteren Grund, der zum gleichen Ergebnis führt.
Abschluss. Das Projektgenehmigungsverfahren kann bis zu zwei Jahre dauern, um die Reihe von Phasen zu durchlaufen, bevor es das Ways and Means Committee erreicht. Diese Zeit ist für ein kleines Projekt zu viel.
Wenn eine Gruppe ein kleines Projekt vorschlägt, kann davon ausgegangen werden, dass ein solches Projekt eine direkte und angemessene Antwort auf ein kleines Problem darstellt und dass die Gruppe bereit ist, es sofort umzusetzen. Repariere das Abteilungszentrum; eine Fußgängerbrücke über einen Bach bauen; Erstellen Sie ein Klassenzimmer im Freien. eine Straße ändern; Erstellen Sie eine Spur für Fahrräder; Reparatur einer Werkstatt sind anschauliche Beispiele. Leute, die versuchen, Verantwortung für solche Projekte zu übernehmen, werden nicht bereit sein, ein oder zwei Jahre zu warten, um herauszufinden, ob ihre Projekte zur Finanzierung genehmigt wurden. Das Wesen dieser Projekte liegt in ihrer Unmittelbarkeit; Wenn die Spontaneität durch lange Wartezeiten und Überarbeitungen beeinträchtigt wird, werden diese Projekte verzerrt. Da sie einen wesentlichen Teil des Wachstumsprozesses in Teilen darstellen, muss die Regierung ihre Bedeutung erkennen und bereit sein, Mittel für diese kleinen Projekte in Pauschalpaketen zu gewähren, ohne auf die Details jedes einzelnen Projekts zu achten, und ohne die üblichen sehr langen Wartezeiten.
Viertes Kapitel Ich Muster
Wir beginnen mit einer kurzen Definition von Mustern, wobei wir im Hinterkopf behalten, dass aus unserer Sicht die wesentliche Eigenschaft, die jedes Muster besitzen muss, darin besteht, die Grundlage für eine gemeinsame Vereinbarung in einer Gemeinschaft zu bilden. Jedes Muster legt dann einige allgemeine Planungsprinzipien fest, die so formuliert sind, dass ihre Richtigkeit oder Unrichtigkeit empirisch verifiziert, öffentlich diskutiert und dann auf der Grundlage dieser Diskussionen vom Planungsrat, der über die Namensgebung entscheidet, angenommen oder nicht angenommen werden kann ganze Gemeinde.
Nachdem wir uns diesen Punkt klar gemacht haben, können wir ein Muster als jedes allgemeine Planungsprinzip definieren, das ein typisches Problem beschreibt, das in einer Umgebung auftritt, das festlegt, in welchen Kontexten es sich präsentieren wird, und das die Merkmale bietet! allgemein für seine Lösung. In diesem Sinne können wir ein Muster also als einen empirisch abgeleiteten Imperativ betrachten, der in einer Gemeinschaft die wesentlichen Bedingungen für ein gesundes individuelles und soziales Leben festlegt. Die genaue Definition von „Gesundheit“ und „Integrität“ und die Art und Weise, wie diese äußerst komplexen Konzepte mit empirischen Realitäten in Beziehung gesetzt werden können, die Art und Weise, wie verschiedene Muster zu einer Sprache verschmelzen, die Struktur der Sprache, die Verfahren, durch die Individuen und Gemeinschaften können eine Mustersprache verwenden, und die Tatsache, dass eine gemeinsame Mustersprache das Herz und die Seele jedes Gemeinschaftsbildungsprozesses ist, wird in dem Buch The Timeless Way of Building diskutiert.
Eine echte Mustersprache, die alle Muster enthält, die für eine integrierte Gemeinschaft benötigt werden – in einer zumindest kohärenten Version – und stattdessen in Buch A vorgestellt wird
In diesem Kapitel befassen wir uns mit den spezifischen administrativen und demokratischen Mechanismen, die es ermöglichen, dass sich eine gemeinsame Mustersprache an der University of Oregon auf natürliche Weise entwickelt, und die es den Menschen ermöglichen, sie Jahr für Jahr zu verfeinern, bis sie ihre Situation nicht mehr angemessen widerspiegelt und gemeinsame Bedürfnisse. Die praktischen Probleme betreffen also den Prozess, durch den Muster geteilt und von der Universitätsgemeinschaft experimentell übernommen werden können; der Prozess, durch den diese übernommenen Muster in den Folgejahren verifiziert und perfektioniert werden können; und der Prozess, durch den Mitglieder der Universitätsgemeinschaft – insbesondere Studenten und Dozenten – Experimente und Beobachtungen machen können, um sie zu verbessern.
Beginnen wir mit dem! Sehen Sie, wie eine Gemeinschaft wie die der University of Oregon selbst eine Sprache der Muster schaffen kann. Wir haben Grund zu der Annahme, dass eine Community, die eine gemeinsame Mustersprache übernehmen möchte, es viel einfacher finden wird, mit dem zweiten Buch in der Reihe zu beginnen: Eine Mustersprache. Natürlich sind nicht alle der darin enthaltenen 250 Muster verwendbar: Viele von ihnen sind möglicherweise nicht geeignet, einige möglicherweise falsch. Die Sprache der Muster ist jedoch so konzipiert, dass es sehr einfach ist, sie an die Bedürfnisse einer bestimmten Gemeinschaft anzupassen.
Es ist leicht anpassbar, da die 250 enthaltenen Muster unabhängig sind; das heißt, sie machen nacheinander Sinn; jede ihrer Aggregationen erhält Bedeutung; und es ist möglich, zu dieser Aggregation jedes andere kürzlich erstellte Muster hinzuzufügen, ohne dass es seine Bedeutung verliert. Dies ist kurz gesagt die Methode, die wir der Community vorschlagen, um mit der Entwicklung einer eigenen Mustersprache zu beginnen.
Nehmen wir zum Beispiel die University of Oregon. Wenn wir das Buch A Pattern Language sorgfältig analysieren, finden wir
dass von den 250 Mustern, die es enthält, etwa 200 für eine Universitätsgemeinschaft geeignet sind. Von diesen 200 betreffen etwa 160 Gebäudeinnenräume, Räume, Gärten und Hochbau. In Wirklichkeit sind diese 160 Muster äußerst wichtig, aber da sie nicht alle Probleme beantworten, die in jeder bestimmten Situation auftreten, scheint es besser, sie nicht offiziell zu übernehmen, sondern sie als Muster zu betrachten, die jede Benutzergruppe verwenden kann oder nicht nach ihren Bedürfnissen Ihren Vorlieben während der Designphase.
Die 200 Muster, die für die Universität 37 passen, sind jedoch von so großem Umfang, dass sie nicht durch einzelne Projekte erreicht werden könnten, und sie können nur durch den Beitrag mehrerer Projekte vollständig realisiert werden. Damit dies möglich ist, ist jedoch eine tiefgreifende Übereinstimmung in der Universität über diese Muster erforderlich. Alle 37 müssen daher vom Planungsrat auf den Prüfstand gestellt, im Interesse der Hochschulgemeinschaft beschlossen und in gewisser Weise mit Anreizen unterstützt werden, damit einzelne Projekte zu ihrer Verwirklichung beitragen. Sie sind:
NETZ VON BILDUNGSDIENSTLEISTUNGEN
« NACHBARSCHAFT » 2 ERKENNBAR
BESCHRÄNKEN SIE DEN ZUGANG ZUM WASSER AUF VIER GESCHOSSEN
KLEINBUS
BUMMEL
AKTIVITÄTENZENTREN
FUSSGÄNGERWEGNETZ
STRASSENKREUZUNGEN
VERBINDUNGEN ZWISCHEN BÜROS
ANZAHL DER ETAGEN
GEBÄUDEKOMPLEXE
STANDORTWARTUNG
BAUMGEBIETE
OFFENE RÄUME AM MITTAG AUSGESETZT
VERBUNDENE GEBÄUDE
RÜCKKEHR RUHE
GRÜN ZUGÄNGLICH
KLEINE ÖFFENTLICHE PLATZWERBEEBENE
LOKALE SPORTGERÄTE
KLEINE PARKPLÄTZE
ÜBERDACHTER PARKPLATZ
FUSSGÄNGERWEGE UND SEHENSWÜRDIGKEITEN
SPUREN UND PARKPLÄTZE FÜR FAHRRÄDER
FORM DER STRECKEN
DENISE PEDONALE
ÖFFENTLICHE FREIFLÄCHEN
HAUPTZUGRIFFE HAUPTEINNAHMEN GRUPPE VON EINNAHMEN
FLÜGEL AUS LICHT
POSITIVER OFFENER RAUM
VERANDA
Möglichkeit, die allgemeinen Muster aus dem Buch A Pattern Language zu integrieren. Diese Muster sind:
UNIVERSITÄTSBEVÖLKERUNG
UNIVERSITÄT APERTA
VERTEILUNG DER STUDIERENDEN WOHNUNGEN FORM UND DURCHMESSER DER UNIVERSITÄT
UNIVERSITÄTSSTRAßEN
GÜRTEL DES AUFENTHALTS UND LERNEN
ABTEILUNGSSTRUKTUR 400 ABTEILUNGEN
BEREICH DER STAATLICHEN VERWALTUNG STUDENTENGEMEINSCHAFT KLEINE STUDENTENGEMEINSCHAFT PARKPLÄTZE
VERTEILUNG DER KLASSENZIMMER
TREFFPUNKTE FÜR STUDENTEN UND PROFESSOREN
JOBS FÜR STUDENTEN
LERNEN IM CAFÉ
HERZ DER ABTEILUNG
Wir möchten betonen, dass der geringe Platz, den wir dieser Präsentation gewidmet haben, bedeutet, dass nur die Zusammenfassungen der 32 Muster präsentiert werden und nicht der gesamte Text. Der vollständige Text eines Musters enthält immer die empirische Evidenz, die ihm zugrunde liegt. Die hier wiedergegebenen Zusammenfassungen enthalten nur eine kurze Darstellung des Problems und berichten aus Platzgründen nicht über diesen empirischen Beweis, der den Grundstein für jede korrekte Formulierung der Muster darstellt. Die vollständigen Texte der Muster finden sich entweder im Buch A Pattern Language oder in den Archiven des Planungsbüros der University of Oregon.
universitäre Bevölkerung
Ist eine Universität zu klein, ist sie tendenziell zu einheitlich; wenn es zu groß ist, neigt es dazu, unmenschlich zu werden; Wächst es zu schnell, neigt es dazu, auszugehen, weil es nicht die Möglichkeit hat, die Veränderung aufzunehmen oder sich daran anzupassen.
Also: Die Wachstumsgrenze jeder Universität muss auf maximal 2 Prozent pro Jahr festgelegt werden, und die maximale Größe muss auf 25.000 Studenten festgelegt werden.
Wenn eine Universität als Campus konzipiert ist, der durch gut etablierte Grenzen von der Stadt getrennt ist, neigt sie dazu, ihre Studenten von der Bevölkerung der Stadt zu isolieren, und nimmt allmählich den Charakter einer High School um ihrer selbst willen an.
Deshalb: die Auflösung der Grenzen zwischen Universität und Stadt fördern. Förderung der Entwicklung von Teilen der Stadt innerhalb der Universität und von Teilen der Universität innerhalb der Stadt.
Göttingen: un’Universitä aperta.
Wohnen Studierende zu weit vom Campus entfernt, können sie nicht am Hochschulleben teilnehmen.
Daher: Alle Studentenwohnungen müssen sich in einem Umkreis von einer Meile um das Zentrum der Universität in diesen Proportionen befinden: 25 Prozent sind in akademische Aktivitäten innerhalb eines Radius von 1.500 Fuß des Zentrums integriert (vergleiche den Wohn- und Lerngürtel); 25 Prozent in einem Ring 1.500 bis 2.500 Fuß von der Innenstadt entfernt; 50 Prozent in einem Ring 2.500 bis 5.000 Fuß von der Innenstadt entfernt.
Daten in den Oregon Archives
Form und Durchmesser der Universität
Wenn eine Universität zu weit verstreut ist, können die Menschen nicht alle ihre Angebote nutzen; andererseits ein streng nach dem Intervall berechneter Durchmesser der Universität
akademische von 10 Minuten zwischen einer Unterrichtsstunde ist ohne Grund zu eingeschränkt.
Daher gilt: Alle Klassen müssen innerhalb einer kreisförmigen Fläche mit einem Durchmesser von nicht mehr als 3.000 Fuß geplant und regelmäßig verteilt werden. Außerschulische Aktivitäten wie Sportanlagen, Forschungsbüros und Verwaltungsbüros müssen innerhalb eines größeren Kreises mit einem Durchmesser von nicht mehr als 5.000 Fuß verteilt werden.
Dali in den Oregon-Archiven
Nahverkehrsbereich
Die Auswirkungen von Autos auf das soziale Leben sind schädlich: Sie halten uns von der Straße fern und machen uns einander fremd. Die erste Maßnahme zur Kontrolle von Autos besteht darin, die Nutzung von Autos für den Nahverkehr zu beenden.
Eine zu große Fläche, die zum Parken vorgesehen ist, zieht Land ab.
So; Unterteilen Sie den Campus in Sektoren und weisen Sie Parkplätzen und Garagen ■ weniger als 9 Prozent der Gesamtfläche in jedem Sektor zu.
Der Verkehr beeinträchtigt die Ruhe und Sicherheit der Fußgängerzonen. Dies gilt insbesondere für Universitätsviertel, in denen Ruhe zum Arbeiten unerlässlich ist.
Also: um den Verkehr richtig auszubalancieren und das
Fußgängerbereich führen dazu, dass die lokalen Straßen, die das Gebiet versorgen, ein System von Windungen oder Sackgassen bilden, durch die kein Verkehr möglich ist.
Die Einrichtung großer Ansammlungen von Fachbereichen und die übermäßige Zentralisierung akademischer Dienstleistungen schaden der akademischen Vielfalt und Freiheit zutiefst und verringern die Lernmöglichkeiten der Studierenden.
Deshalb: Konzentrieren Sie die Hauptstrukturen der Universität - Büros, Labors, Hörsäle, Sportanlagen, Studentenwohnheime - entlang der Straßen der Universität; Straßen, die öffentlich und hauptsächlich Fußgänger sein müssen, 20 bis 30 Fuß breit sein müssen und entlang denen alle Aktivitäten der Universität stattfinden müssen; die Neubauten verteilen, um die Straßen in der Universität zu verbreitern und zu verlängern.
Studenten, die in enger Verbindung mit der Universität leben möchten, möchten, dass ihr Zuhause in sie integriert ist; Derzeit befinden sich die meisten auf dem Campus gebauten Häuser jedoch nicht in der Nähe der akademischen Abteilungen.
Also: Verteilen Sie Wohnraum für 25 % der Studentenbevölkerung innerhalb eines 1.500-Fuß-Radius innerhalb der Universität. Platzieren Sie diese Wohnungen nicht entfernt von akademischen Abteilungen – wechseln Sie diese stattdessen mit diesen ab, so dass es nie mehr als zwei oder drei Studentengemeinschaften und nicht mehr als 30 Fuß akademische Einrichtungen gibt, die sich nicht gegenseitig abwechseln.
Daten in den Oregon Archives
Aktivitätszentren
Wenn Gebäude über den Campus verstreut sind, bilden sie keine kleinen Zentren des öffentlichen Lebens um sich herum. Sie tragen nichts zur Verschmelzung der verschiedenen "Nachbarschaften" bei.
Deshalb: Bei der Aufteilung der Gebäude diese neben andere Gebäude stellen, um kleine Zentren des öffentlichen Lebens zu bilden. Erstellen Sie eine Reihe dieser Zentren in der gesamten Universität, im Gegensatz zu den vollständig privaten Außenräumen, die zwischen ihnen bestehen, und verbinden Sie diese Zentren durch ein Netz von Fußgängerwegen.
Daten in „Eine Mustersprache“
Wenn in der Nähe von großen Grünflächen gearbeitet wird, werden sie häufig und häufig genutzt. und doch reicht schon eine kleine Entfernung aus, um ihn zu entmutigen.
Deshalb: Stellen Sie einen offenen grünen Park bereit, der eine Fläche von mindestens 60.000 Quadratfuß2 hat, mindestens 150 Fuß breit und nicht weiter als 600 Fuß von jedem Universitätsgebäude entfernt ist.
Der Individualität von Abteilungen zu viel Bedeutung beizumessen, trägt zur Fragmentierung von Wissen bei, indem es in wasserdichte Abteilungen eingeschlossen wird. Jede Abteilung braucht jedoch ihre eigene Identität.
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sino mit Teilen anderer Abteilungen. Keiner dieser Teile darf weniger als fünf Fakultätsbüros enthalten.
Dali in den Oregon-Archiven
Wenn eine Abteilung zu groß ist, fühlen sich Studenten und Dozenten entfremdet; dann wird es ermüdend, die Programme gut auszuführen; und es ist schwierig, das richtige Bildungsumfeld aufrechtzuerhalten.
Also: Begrenzen Sie die Größe der einzelnen Fachbereiche der Universität. Die von uns vorgenommene Abschätzung des maximal Erträglichen geht von 400 Studierenden plus Lehrpersonal aus. Für den Fall, dass Abteilungen diese Größe überschreiten, müssen sie aufgeteilt werden, um neue Abteilungen zu bilden.
Daten in den Oregon Archives
View attachment 5626
14.Bereich der Abteilung
Wenn Räume zu voll oder zu wenig genutzt werden, sind sie nicht sehr funktional. Leere, desolate Räume schneiden genauso schlecht ab wie überfüllte.
Also: Stellen Sie jeder Abteilung ungefähr 160A + 80B4-- 55C Quadratfuß Nettonutzfläche zur Verfügung, wobei A die Anzahl der Fakultätsmitglieder, Â die Anzahl der Mitarbeiter und C die Anzahl der Doktoranden und Studenten ist, die über eine Meile entfernt sind die Universität. Labore und Unterrichtsräume müssen separat berechnet werden.
Weitere Details und Daten in den Oregon-Archiven
15.Lokale Verwaltung
Die Verwaltungsdienste der Universität sind oft zu zentralisiert: Alle Zweige der Verwaltung sind in einem riesigen Komplex zusammengefasst, während die verschiedenen Teile der Verwaltung stattdessen effizienter arbeiten könnten, wenn sie entsprechend der erforderlichen Funktion in der Gemeinschaft verteilt würden Verbindungen zu jedem.
Also: selbstständig die verschiedenen Verwaltungsdienste so nah wie möglich am Gravitationszentrum der jeweiligen Gemeinde ansiedeln (z. B. Studiendekan im Studentenzentrum, Studentenassistenzzentrum in der Nähe der Studentenwohnheime). Erstellen Sie niemals einen großen Verwaltungsbereich, der alle Dienste sammelt.
Daten in den Oregon Archives
16.Studentische Gemeinschaft
Wenn die Wohnheime zu klein sind und ein exzessives Gemeinschaftsleben erzwingen, werden sie bedrückend. Wenn sie hingegen zu groß sind und ein zu privates Leben erzwingen, dann geht die Idee des Gruppenlebens verloren.
Deshalb: Förderung der Bildung von selbstverwalteten Wohnungsgenossenschaften, die 30 oder 40 Einheiten zusammenschließen, rund um eine Kantine, Sportanlagen usw. Spannzange
tiv. Bei Schlafsälen hingegen die Zellen individuell gestalten! ziemlich eigenständig, jedes mit separatem Waschbecken, Toilette und Chafing Dish sowie privaten Eingängen.
Daten in den Oregon Archives
Alter Studentenclub.
Universität von Kalifornien, Berkeley
17.Kleine Studentengemeinschaften
Wenn nur ein Gebäude auf dem Campus als studentisches Territorium ausgewiesen ist, entsteht der Eindruck, dass der Rest des Campus kein studentisches Territorium ist.
Also: Erstellen Sie viele kleine Studentengemeinschaften auf dem gesamten Campus, eine für je 500-1.000 Studenten, und verteilen Sie sie so, dass kein Klassenzimmer oder Büro mehr als zwei Gehminuten vom nächsten entfernt ist. Jedes kleine Zentrum muss mindestens eine Bar und einen Aufenthalts-/Leseraum sowie eine Fläche von 2,5 N Quadratfuß haben, wobei N die Anzahl der Personen angibt, die diesem Zentrum unterstellt sind.
Daten in den Oregon Archives
18.Gebäudekomplexe
Wenn menschliche Organisationen in riesigen Gebäuden untergebracht sind, geht der menschliche Maßstab verloren, und die Menschen hören auf, das Personal, das dort arbeitet, als Einzelpersonen zu identifizieren und darüber nachzudenken
die gesamte Institution als unpersönlicher Monolith, bestückt mit "Personal".
Deshalb: Bewahren Sie den menschlichen Maßstab in öffentlichen Gebäuden; Bauen Sie sie klein, mit nicht mehr als 3 oder 4 Stockwerken und einer maximalen Grundfläche von insgesamt 9.000 Quadratfuß und 3.000 2 Quadratfuß pro Stockwerk. Wenn mehr als ein Gebäude errichtet werden soll, um mehrere zusammenhängende Dienste unterzubringen, müssen die Gebäude als Ganzes konzipiert und durch Arkaden, enge Gassen, Brücken usw. verbunden werden.
Dali in „A Pattern Language" unter der Überschrift „Limit of 4 Floors and Building Complexes"
Reihe von kleinen Gebäuden
Anna Hauptschule, Berkeley, Kalifornien
19.Verkehrszentren
In vielen modernen öffentlichen Gebäuden und in verschiedenen Stadtteilen gibt es ein ernsthaftes Problem der Orientierungslosigkeit. Die Menschen haben keine Ahnung, wo sie sich befinden, und sind daher erheblichen psychischen Belastungen ausgesetzt.
Also: Ordnen Sie die Gebäude so an, dass es möglich ist, in jedem Komplex ein System von Hauptzentren zu identifizieren, die klar gekennzeichnet sind, damit jedes von ihnen eine Identität hat, die benannt werden kann; stelle ausserdem zur Verfügung
drei, um sicherzustellen, dass jedes Zentrum auf jeder Ebene einen klar gekennzeichneten Eingang hat.
Daten in „Eine Mustersprache"
Zugang zu Ausleihzentren
20.Freiflächen nach Süden ausgerichtet
Menschen nutzen Freiflächen, wenn sie sonnig sind. und verwendet sie nicht, wenn dies nicht der Fall ist, außer in Wüstenklima.
Deshalb: Richten Sie die Gebäude so aus, dass die öffentlich genutzten Flächen auf ihrer Südseite liegen; Vermeiden Sie es, den offenen Raum im Schatten von Gebäuden zu platzieren. und lassen Sie niemals einen tiefen Streifen im Schatten, der einen sonnigen Bereich von dem Gebäude trennt, dem er dient.
Daten in „Eine Mustersprache"
21.Positive Freiräume
Freiflächen, die als reine „Resträume" zwischen Gebäuden gelten, werden in der Regel nicht genutzt.
Deshalb: Platzieren Sie die Gebäude, die Arkaden, die Bäume und die Mauern so, dass die Freiräume, zu denen sie führen, konvex auf dem Boden liegen. Zäunen Sie jedoch niemals einen Raum ab
Sonniger Innenhof, Taliesin, Spring Green Wisconsin
nach allen Seiten offen – verbinden Sie stattdessen die Freiräume so miteinander, dass sie gut begehbar und gut einsehbar sind.
Daten in «Eine Mustersprache»
Positiver Freiraum
22.Flügel aus Licht
Der übermäßige Einsatz von künstlichem Licht in modernen Gebäuden ist unmenschlich; Gebäude, die natürliches Licht nicht als Hauptlichtquelle nutzen, sind keine geeigneten Orte, um den Tag zu verbringen.
Deshalb: Begrenzen Sie die Breite von Gebäuden auf 30 Fuß4 und teilen Sie Gebäude, die größer als 30 Fuß sind, in breite Flügel.
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Mit dem Wachstum der Universität besteht die große Gefahr, dass der Parkplatz seine Umgebung verschlingt. Aber wenn der Parkplatz zu weit entfernt ist, kann das Lehren und Lernen leicht beeinträchtigt werden.
Daher: Jedes Gebäude mit N Personalbüros und M Arbeitsplätzen muss mit 0,25 M Parkplätzen mit einer Parkuhr ausgestattet werden, die begrenztes Parken ermöglicht, 300 Fuß vom Gebäude entfernt, in der entgegengesetzten Richtung von der Mitte des Gebäudes. und N (0,67 - 0,57 P) Stellplätze für Haltestellen
pro Tag, in einer Entfernung von 500 Fuß5 vom Gebäude, auch in entgegengesetzter Richtung zum Zentrum der Universität, wobei P für den Prozentsatz der Mitarbeiter steht, die im Umkreis von 15 Gehminuten um das Gebäude wohnen.
Große Parkplätze verderben die Umwelt.
Also: Schaffe kleine Parkplätze für 8-12 Autos, wenn ein Sektor mehr Parkplätze benötigt, erstelle eine Reihe dieser Parkplätze für 8-12 Autos, die in einem Fischgrätenmuster angeordnet sind. Jeder Parkplatz muss durch Mauern, Hecken, Bäume abgegrenzt und umschlossen sein, sodass er von außen nicht einsehbar ist.
Fahrräder sind günstig, gesund und gut für die Umwelt; jedoch machen Autos ihren Gebrauch auf Hauptstraßen gefährlich; und sie selbst wären für Fußgänger gefährlich, wenn sie auf den Fußgängerwegen zirkulieren würden.
Dali in „Eine Mustersprache“
An einem Ort, der wie eine Fabrik funktioniert, mit einem hektischen Arbeitstempo und ohne die Möglichkeit eines entspannenden Zeitvertreibs für den Körper, ist eine gute Ausbildung nicht möglich.
Haben Sie jemals versucht, ein auf 10 Studenten begrenztes Seminar in einem riesigen Klassenzimmer mit 70 oder 80 Plätzen abzuhalten?
Deshalb: Bauen Sie die Klassenräume so, dass ihre Gesamtzahl in jedem bestimmten Sektor proportional zur Anzahl der Büros des Lehrpersonals in diesem Sektor ist, und so, dass die Verteilung der Klassenräume auf der Anzahl der Sitze sitzen in jedem einzelnen Sektor und in der Universität respektieren Sie diese Prozentsätze:
| Arten von Klassenzimmern |
Prozentsatz
|
| г Anzahl der Plätze |
nach Typ
|
|
0-15
|
27% |
|
16- 30
|
35% |
|
31- 60
|
27% |
|
61- 90
|
4% |
|
91-150
|
3% |
| 151-300 | 1% |
Wenn eine wissenschaftliche Fakultät nur eine Ansammlung von Büros ohne Zentrum ist, ist die Chance gering, dass sich ein Gemeinschaftsklima entwickelt, und die Möglichkeit eines freien Gedankenaustauschs wird reduziert.
Also: Erstellen Sie für jede Abteilung ein Gemeindezentrum. Suchen Sie das Zentrum, in dem sich die Abteilungsbüros befinden, und in der Nähe einer Fußgängerzone, die von allen genutzt wird. Innerhalb des Zentrums muss es einen Ruheraum, eine Abteilungspost, ein Café, einen Erfrischungsraum, eine kleine Bibliothek, ein Studenteninformationsbüro usw. geben. Stellen Sie sicher, dass sich alle Abteilungsbüros innerhalb von 500 Fuß von der Innenstadt befinden.
Dali in den Oregon-Archiven und in „A Pattern Language“ nur der Eintrag: „Common areas at the heart“
Abteilungszentrum an einer Kreuzung
Studierende und Professoren können am meisten voneinander profitieren, wenn sie in einer Kerngruppe gegenseitigen Respekt und gemeinsame Interessen entwickeln können. Lehre und Forschung können sich nicht entwickeln, ohne die notwendigen informellen Kontakte innerhalb der Gruppe zu pflegen.
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In der Uni gibt es nicht genügend! private Arbeitsplätze. Infolgedessen sind die Studenten gezwungen, entweder in Studentenzentren, in der Bibliothek oder zu Hause zu lernen. Die meisten gehen für ein ernsthaftes Studium nach Hause, was den praktischen Nutzen des Lernens in der Universitätsgemeinschaft untergräbt.
Als Nächstes: Schaffen Sie einen privaten Arbeitsplatz auf dem Campus, der mindestens 25 Quadratfuß7 groß ist, für jeden Studenten, der innerhalb von fünf Minuten zu Fuß vom Campus wohnt. Schaffen Sie diese Arbeitsplätze in Fachbereichen, Bibliotheken und Studententreffs.
Daten in den Oregon Archives
1 25 Quadratfuß entsprechen ungefähr 2,30 Quadratmetern.
Bars, Buchhandlungen, Kinos und kleine Restaurants sind entscheidend! für den Bildungsprozess und die individuelle Entwicklung ebenso wie Labore und Prüfungen. Ohne sie ist die Universität kein vollständiges Bildungsumfeld.
Deshalb: Schaffen Sie überall dort, wo die Fußgängerwege zwischen den Gebäuden verlaufen, große Vordächer und geben Sie denjenigen, die in den Gebäuden arbeiten, Zugang zu diesen Vordächern. Im Laufe der Zeit fügen sich diese Arkaden zu einem System überdachter Gassen zusammen, das sich über die gesamte Gemeinde erstreckt.
Dies sind die wichtigsten Punkte:
Wir möchten sicherstellen, dass die Community die gemeinsame Sprache der Muster verwenden kann.
Wir wollen sicherstellen, dass Muster offiziell als Planungs- und Konstruktionsprinzipien verwendet werden können.
Wir wollen sicher sein, dass es einen Mechanismus gibt, durch den neue Muster eingeführt und schlechte durch gültigere ersetzt werden können.
Wir wollen sicher sein, dass ein Prozess implementiert wird, der die schrittweise Verfeinerung der Muster durch Beobachtungen und empirische Tests garantiert.
Praktische Schritte, die wir an der University of Oregon unternommen haben, um diese Ziele zu erreichen, werden durch das folgende Prinzip angezeigt:
Prinzip der Muster: Jedes Projekt und jede Konstruktion basiert auf einer Reihe von Planungsprinzipien, die als Muster bezeichnet werden. Zu diesem Zweck wird das Planungsteam die gemeinsame Sprache der Muster ändern, indem es neue Muster unterdrückt und einfügt, um den lokalen Bedürfnissen gerecht zu werden; diejenigen Muster, die die Gemeinschaft als Ganzes betreffen, werden vom Planungsrat im Namen der Gemeinschaft offiziell angenommen; Der Satz offiziell angenommener Muster wird jedes Jahr in öffentlichen Versammlungen überarbeitet, in denen jedes Mitglied der Gemeinschaft auf der Grundlage genau festgelegter Beobachtungen und Erfahrungen neue Muster einführen oder alte korrigieren kann.
Dieses Prinzip wird durch die folgenden Details besser spezifiziert.
Das Planungsteam wird die gemeinsame Sprache der Muster ändern, indem es neue Muster unterdrückt und einfügt, um den lokalen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Bei dieser Aufgabe gilt es zunächst, globale Muster von detaillierten zu unterscheiden. Wir definieren globale Muster als solche, die sich auf die Gemeinschaft als Ganzes auswirken und die nur dann vollständig verwirklicht werden können, wenn sie schrittweise durch die gemeinsame Wirkung von Dutzenden, sogar Hunderten verschiedener Projekte verwirklicht werden. Diese Art von Muster umfasst solche, die sich auf offene Räume, Dichte, Bewegung usw. beziehen. Wir definieren detaillierte Muster, die im Projekt eines einzelnen Gebäudes realisiert werden können. Diese Art von Mustern umfasst solche, die sich auf einzelne Räume, Türen, Fenster, einzelne Konstruktionsdetails usw. beziehen.
Im Buch A Pattern Language werden beide Arten von Mustern beschrieben: die globalen und die detaillierten. Um diese Sprache an die Bedürfnisse der Gemeinschaft anzupassen, denken wir, dass die globalen Muster vom Planungsstab gemäß den Verfahren, die wir zu Beginn des Kapitels dargestellt haben, modifiziert und dann zur offiziellen Genehmigung durch den Planungsrat eingereicht werden müssen; Stattdessen glauben wir, dass die detaillierten Muster auf Initiative des Planungsrates mit einer Reihe detaillierter Ergänzungen der Mustersprache auf weniger bürokratische Weise modifiziert werden können.
Offiziell übernommene globale Muster können in den Archiven des Planungsstabs aktuell gehalten werden. Auf diese Weise können sie von jeder Gruppe von Benutzern, die ein Projekt beginnen, leicht konsultiert werden.
Es ist jedoch nicht erforderlich, dass die detaillierten Muster offiziell angenommen werden. Wir glauben jedoch, dass die detaillierten Muster mit allen Änderungen oder Ergänzungen, die das Planungsteam eingeführt hat, jedem Designteam zu Beginn eines Projekts übergeben werden können.Projekt sowie die Architekten, die anschließend mit der Fertigstellung der Projekte beauftragt werden. Man kann sich also vorstellen, dass jedes Designteam und jeder Architekt, der an der Fertigstellung von Benutzerprojekten arbeitet, nach der gleichen Version – in der modifizierten Form – der gemeinsamen Mustersprache arbeitet und dass es in der Lage ist, sie zur Feinabstimmung zu verwenden. stimmen die kleinsten Details seiner Konstruktionen ab.
Diejenigen Muster, die die Gemeinde als Ganzes betreffen, werden vom Planungsrat im Namen der Gemeinde offiziell angenommen.
Jedes Muster stellt ein mehrere Seiten langes Dokument dar, das mit Beweisen und Argumenten gefüllt ist. Die Diskussion auch nur eines Musters kann lange dauern; Es wäre fast unmöglich, dreißig Muster gleichzeitig in einer offenen Versammlung zu diskutieren. Es kann daher sinnvoll sein, dass der Planungsrat die Aufgabe der Musterbewertung einem Unterausschuss anvertraut und zweifelhaft erscheinende Punkte stattdessen mit dem Gesamtrat diskutiert.
Dies ist das Verfahren, das in Oregon befolgt wurde. Die zweiunddreißig Muster in der obigen Rekapitulationsliste wurden vom Vorstand auf Empfehlung eines Unterausschusses angenommen, der sie zuvor eingehend geprüft hatte.
Der Satz offiziell angenommener Muster wird jedes Jahr in öffentlichen Versammlungen überprüft, in denen jedes Mitglied der Gemeinschaft neue Muster einführen oder alte korrigieren kann.
Der Planungsrat erklärte sich bereit, die Muster einmal im Jahr offiziell zu überprüfen. In diesen Rezensionen können Mitglieder der Campus-Community neue Muster einführen; und wenn die Erfahrung zeigt, dass die alten Muster falsch sind, können sie ersetzt oder unterdrückt werden.
Um diesen Prozess zu veranschaulichen, beschreiben wir einen Fall, in dem eine Gruppe von Benutzern ein neues Muster für untersucht hatder Gärtnerei, und legte es dann dem Planungsrat zur Aufnahme in die Liste der angenommenen Muster vor.
Michael Shellenbarger und Pamela Gauld, zwei Fakultätsmitglieder der School of Architecture, haben zusammen mit einigen Studenten die Situation der Kindertagesstätten untersucht. Sie stellten fest, dass sie nicht ausreichten; Es gab viel mehr Kinder, deren Eltern arbeiteten oder unterrichteten, als diese Zentren aufnehmen konnten. Sie fanden auch heraus, dass viele Professoren und Studenten der Meinung waren, dass die Universität von der Anwesenheit von Kindern profitieren würde, wenn Kitas effektiv in das Umfeld integriert würden.
Die Gruppe systematisierte ihre Ergebnisse, indem sie eine Reihe von Tagesbetreuungsmustern erstellte, die über den gesamten Campus verteilt werden sollten und in der Lage waren, jeweils 20 bis 30 Kinder aufzunehmen. Jeder musste einen Bereich für Spiele im Freien haben, der mit dem Bereich zusammenfiel, in dem sich das Leben im Freien auf dem Campus normalerweise abspielte: Am Rand dieses Bereichs mussten niedrige Mauern für Sitzgelegenheiten und Tische stehen, um dazwischen ein Begegnungszentrum zu bilden Kinder und die Gemeinschaft.
Diese Muster wurden an der Universität vorgeschlagen. Schellenbarger und Gauld baten darum, sie als Teil der Muster zu übernehmen, die das Layout des Campus regelten. Derzeit liegt der Vorschlag dem Planungsrat vor und wird in der nächsten Sitzung über die neuen Muster diskutiert und abgestimmt.
Der Vorstand akzeptiert die neuen Muster oder die Überarbeitung der alten Muster nur auf der Grundlage genau spezifizierter Beobachtungen und Erfahrungen.
Muster sind gültig oder nicht, abhängig von ihrer Fähigkeit, die Probleme zu lösen, für die sie erstellt wurden. Da unser Verständnis dieser Probleme immer lückenhaft ist und sich die Probleme selbst ändern können, ist es wichtig, dass der Satz von Mustern kontinuierlich verfeinert wird. Dies kann natürlich vorkommen, wenn die Community den experimentellen Charakter von verstehtMuster und nimmt ihnen gegenüber eine offene und kritische Haltung ein. Um eine solche Einstellung zu fördern, begann das Planungsteam, einfache kritische Experimente für jedes Muster zu berichten. Solche Experimente, die einmal veröffentlicht wurden, ermutigen die Menschen, die Muster zu testen und zu verbessern.
Nehmen wir zwei Beispiele. Das Muster „Belt of Residence and Learning“ besagt, dass sich ein bestimmter Prozentsatz der Studentenwohnheime zwischen akademischen Gebäuden befinden muss. Stimmt es, dass Studenten auf dem Campus wohnen wollen? Wenn ja, in wie viel Prozent? Und was sind die Faktoren, die Menschen dazu bringen, diese Art von Leben zu wollen? Zur Beantwortung dieser Fragen wurden Anfragen gestellt. Eine Gruppe von Studenten arbeitet an diesen Umfragen und sammelt und interpretiert diese Daten. Es stellte sich heraus, dass etwa 25 Prozent der Studierenden auf dem Campus wohnen wollten. Wir hatten mit einem höheren Prozentsatz gerechnet, stellten aber später fest, dass diejenigen, die auf dem Campus wohnen wollten, unter vier möglichen Wohnstandorten meist die Wohneinheiten wählten, die auf die Gebäude des Fachbereichs verteilt waren.
Ein weiteres Beispiel – Verteilung von Klassenzimmern. Dieses Muster geht von der ziemlich offensichtlichen Idee aus, dass Besprechungsräume, Klassenzimmer und Seminarräume der tatsächlichen Verteilung der Versammlungen in der Gemeinde entsprechen sollten. Eine Voruntersuchung wurde durchgeführt, um alle auf dem Campus abgehaltenen wissenschaftlichen Tagungen nach Teilnehmerzahlen zu klassifizieren und deren statistische Verteilung zu ermitteln. Diese Untersuchung wurde von Hal Napper, einem Mitglied des Planungsstabs, durchgeführt. Napper entdeckte überraschenderweise, dass die meisten Kurse in Gruppen von 5, 10, maximal 20 Personen abgehalten wurden, während die meisten Klassenzimmer für Gruppen von 30 bis 150 Personen gebaut worden waren. Diese einfache Entdeckung veränderte das Bauprogramm, das er erstellt hatte, vollständig und bestätigte das Muster erheblich: Bauen Sie die meisten Klassenzimmer und Labors, die groß genug sind, um für kleine, begrenzte Werkstätten verwendet zu werden; bauennach und nach größere Unterrichts- und Konferenzräume nur dann, wenn ein offensichtlicher Bedarf dafür besteht.
Wir schlagen vor, dass der Planungsrat Studenten und Fakultätsmitglieder einlädt, Experimente durchzuführen, die für die angenommenen Muster kritisch sind, und wir schlagen vor, dass diese Experimente veröffentlicht werden. Diese Aktivität kann gefördert werden, indem sie Teil der Kursarbeit oder Gegenstand einer Dissertation usw. wird. Die Versuchsdokumentation jedes Musters kann in öffentlich zugänglichen Archiven aufbewahrt und in der Lokalzeitung veröffentlicht werden. So kann nach und nach jedes Muster zuerst einer Vorstudie, dann einer Überprüfung und schließlich einer Überprüfung durch die Gemeinschaft unterzogen werden.
Kapitel fünf Die Diagnose
Allerdings haben wir das Problem, das der Masterplan lösen sollte, noch nicht gelöst. Woher die globale Ordnung kommt, ist mangels eines Masterplans noch nicht klar.
Dieses Problem wurde in seinen theoretischen Aspekten in dem Buch The Timeless Way of Building behandelt. In diesem Buch wird erklärt, wie aus den tausenden kleinen baulichen Eingriffen eine höhere globale Ordnung entstehen kann, wenn jedes Muster, das entsteht, jedes Mal so gestaltet wird, dass es auch zu den Mustern höherer Ordnung passt. In diesem Kapitel werden wir aufhören zu analysieren, welche praktischen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um diesen Prozess in der Realität wirksam werden zu lassen.
Angenommen, Fakultät, Studenten und Mitarbeiter beteiligen sich aktiv am Entwurfsprozess, wie wir es in Kapitel zwei empfohlen haben. Nehmen wir weiter an, dass die Universität in der Lage ist, jedes Jahr eine große Zahl kleiner Projekte zu finanzieren, gemäß dem Prinzip des partiellen Wachstums, das im dritten Kapitel illustriert wird. Nehmen wir schließlich an, dass die Gemeinschaft die 55 Muster, die im vierten Kapitel beschrieben werden, als Leitprinzipien für ihre Projekte übernommen hat.
Welche kombinierten Auswirkungen werden diese Faktoren auf das universitäre Umfeld haben? Sie werden helfen, ein Uni-Wird es in den nächsten zwanzig Jahren effizient sein? О werden sie nicht eher Chaos stiften? Was gibt uns die Gewissheit, dass die Hunderte von kleinen Projekten im Laufe der Zeit eine organische Ordnung in der Gemeinschaft schaffen werden?
Um das Problem so konkret wie möglich zu machen, analysieren wir vier Fälle, in denen ein Planungsprozess in Teilen, in dem Benutzer mehr oder weniger zufällig erstellte Projekte vorschlagen, wahrscheinlich scheitern würde.
Der Willamette River fließt durch die University of Oregon, aber Menschen haben keinen Zugang. Tatsächlich bleibt es durch eine Eisenbahn, eine Autobahn und einen Zaun vom Flussufer abgeschnitten. Um dieser Situation abzuhelfen, sind Maßnahmen erforderlich, die jedoch ein kompliziertes Projekt erfordern würden, das mehrere Morgen Land umfassen würde. Angenommen, keine Benutzergruppe hat ein Interesse an dem Projekt. Bedeutet dies dann, dass das Flussufer jahrelang unzugänglich bleiben muss?
Angenommen, das Radwegsystem, das durch die Universität führt, ist fast fertig, aber es fehlt eine Schlüsselverbindung. Wer wird für die Erstellung verantwortlich sein? Was würde passieren, wenn niemand die Verantwortung dafür übernehmen würde, dieses Projekt voranzutreiben?
Aus den Mustern lässt sich ableiten, dass sich die University of Oregon nach Nordwesten ausdehnen muss. Die Beweise, die zu dieser Schlussfolgerung führen, sind jedoch komplex, und es ist unwahrscheinlich, dass die Teams, die einzelne Projekte durchführen, alleine zu dieser Schlussfolgerung kommen werden. Wie kann man nun diese Ableitung zur Kenntnis nehmen, wenn man einmal bei ihr angelangt ist? Und wie kann es den Nutzern mitgeteilt werden?
Unsere Erfahrung mit Mustern hat uns zu der Überzeugung geführt, dass der beste Weg ist, Muster wie Universitätsstraßen, zugängliches Grün, Gebäudekomplexe, Aktivitätszentren, Flügel des Lichts und positiven offenen Raum zu integrieren und ein System kleiner Gebäude zu schaffen, die entlang von Fußgängerzonen angeordnet sind , um diese Straßen mit den Aktivitätszentren in Einklang zu bringen und sie um ausgedehnte Grünflächen herum zu gestalten. Eine Gruppe von Benutzern5. Diejenigen, die noch nicht von unserer Erfahrung profitiert haben, sind möglicherweise nicht in der Lage, diese sechs Kostenmuster einfach zu synthetisieren. Wie können wir unsere Erfahrung weitergeben und den Menschen zur Verfügung stellen, die sie brauchen?
Unser Vorschlag ist, das Problem ganz analog zu dem zu lösen, was in der Natur passiert. Wir werden daher damit beginnen, das Problem und seine Lösung aufzudecken, wie sie in einem lebenden Organismus auftreten. Wie schaffen es in der Entwicklung eines lebenden Organismus die verschiedenen Millionen Zellen in den verschiedenen Teilen, ein organisches Ganzes zu bilden, das sowohl in seiner Gesamtstruktur als auch in den kleinen Teilen, aus denen es besteht, perfekt geordnet ist? Dieses Problem – das vielleicht das größte Problem darstelltschwierig und wichtiger als die Biologie – ist aus folgenden Gründen aufschlussreich. Auch hier stehen wir vor einem partiellen Wachstumsprozess. Es ist klar, dass es einem lebenden Organismus auf die eine oder andere Weise gelingt, den Wachstumsprozess von Teilen so zu regulieren, dass ein organisches Ganzes entsteht. Aber es ist ebenso klar, dass dies sicherlich nicht durch einen allgemeinen Plan geschieht. Tatsächlich gibt es kein Projekt, das die genaue Position jeder einzelnen Zelle, selbst der entferntesten, nach einem vorher festgelegten Plan festlegt. Trotzdem entwickelt sich der Organismus irgendwie als eine einzige und komplexe Einheit, unter dem Impuls von Teilprozessen.
Wie wird dieses Problem bei einem lebenden Organismus gelöst? Das Problem wird im Wesentlichen durch einen lokalen Diagnose- und Reparaturprozess gelöst.
Der Organismus hält seit Beginn seines Lebens ständig seinen inneren Zustand unter Kontrolle. Insbesondere diejenigen Teile, in denen die kritischen Variablen die Sicherheitsgrenzen überschritten haben, werden sofort identifiziert. Wir können diesen Prozess der Individuation diagnostisch definieren. Als Reaktion auf die Diagnose setzt der Organismus Wachstumsprozesse in Gang, um die entstandene Situation zu beheben. Es ist fast sicher, dass die wesentlichen Linien dieses Wachstums durch das endokrine System gelenkt werden, das eine Vielzahl chemischer Gleichgewichte in den verschiedenen Teilen des Organismus schafft. Diese Gleichgewichte, die durch die Variation der Konzentrationen verschiedener Hormone bestimmt werden, regulieren das detaillierte Wachstum auf zellulärer Ebene. Sie repräsentieren die Anbaugebiete.
Diese Medien wirken chemisch so, dass sie das Wachstum in bestimmten Teilen des Organismus begünstigen und es in anderen hemmen. Dort, wo Wachstum benötigt wird, vermehren sich Zellen. Die detaillierte Konfiguration der Zellen, die sich in diesen Teilen entwickeln, wird hauptsächlich durch den genetischen Code bestimmt, der in jede einzelne Zelle eingebettet ist. Es steuert die richtige Entwicklung der Zelle und die Abfolge ihres Wachstums, ihrer Teilung, Transformation und ihres Todes. Bis ins kleinste Detail wird dieser Prozess durch das Zusammenspiel des genetischen Codes mit dem chemischen Entwicklungsmedium reguliert, in dem die Zelle wächst. Cid stellt sicher, dass die Konfiguration der Zellen zu diesem Zeitpunkt nicht nur auf zellulärer Ebene einen perfekten strukturellen Zusammenhang aufweist, sondern auch angemessen in das Ganze integriert ist.
Wir können also beobachten, wie sich die globale Ordnung in einem lebenden Organismus auf zwei Ebenen richtet. Erstens schafft der Boden die Wachstumsbedingungen und legt fest, wo Wachstum benötigt wird. Dann steuert der genetische Code, der in den Zellen enthalten ist, die Konfiguration der Zellen, die sich in diesem Teil entwickeln, eine Konfiguration, die immer durch die Wechselwirkung mit den Böden selbst modifiziert wird.
Dieser Prozess ist nicht nur in der Lage, den gebildeten Organismus zu reparieren, wenn er beschädigt oder zerstört wird, sondern ist auch für die Entwicklung und das Wachstum des Embryos von Anfang an verantwortlich. Somit bestimmt es die endgültige Konformation des Organismus und ist auch für seine Reparatur und Aufrechterhaltung verantwortlich, sobald es vollständig ausgebildet ist. Kurz gesagt, die ursprüngliche Konformation des Organismus stammt aus demselben Diagnose- und Reparaturprozess, der ihn gesund hält, sobald er vollständig ausgebildet ist.
Wir schlagen vor, das globale Ordnungsproblem in der Universität durch einen sehr ähnlichen Diagnose- und Reparaturprozess zu lösen.
Lassen Sie uns diesen Prozess im Detail analysieren. Die verschiedenen Teile des universitären Umfelds sind in dem Maße effizient, wie sie es schaffen, die in ihnen auftretenden Probleme zu lösen. Beispielsweise ist eine Abteilung in dem Maße effizient, in dem sie Probleme im menschlichen Maßstab lösen, gemeinsame Treffpunkte und komfortable Arbeitsplätze schaffen kann. Wenn die Abteilung zu groß wird, keinen Schwerpunkt hat und mit unfreundlichen Klassenzimmern und Büros, wird sie nie eine lebensfähige Einheit werden. Diesen Nachteilen tragen die Muster Rechnung: Departments of 400, Herzstück des Departments, Treffpunkte für Studierende und Professoren. Wenn diese Muster kommenin einer Universitätsabteilung hergestellt werden, wird seine Umgebung effizienter sein, als wenn sie fehlen.
Sobald eine Reihe von Mustern von der Universität angenommen wurde, ist es dann möglich, die Umgebung zu analysieren und die Stellen zu lokalisieren, an denen die Muster versagt haben. Da wir wissen können, wo ein einzelnes Muster
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Laeve so wie es ist: unverändert zu lassen. Okay: richtig. - Schutzbedürftig: zu respektieren. Setterkante, braucht bessere Kante: Zaun muss verbessert werden. Irgendein Gehege, irgendein Gehege benötigt: teilweise umschlossen sein. Beitreten: sich verbinden. Zu geschlossen: zu geschlossener Raum. Gut: positiv. - Tot: tot. Brauchen Gebäude: für Gebäude reserviert werden. - Shape around Mill Race: um den Mill Race (sog.) zu restaurieren. Form aufbrechen: wiederhergestellt werden. Nutzloser Freiraum: ungenutzter Freiraum.wir können auch das universitäre Umfeld als Ganzes Muster für Muster diagnostizieren. Wir können die Diagnose jedes Musters in Form eines Schemas ausdrücken, das den „Zustand des Musters“ in der Umgebung unterscheidbar zusammenfasst
die Orte, an denen das Muster hergestellt und das betreffende Problem gelöst wird: Orte, die unverändert bleiben sollen;
die Stellen, an denen es sehr wenig dauert, bis das Muster hergestellt ist, an denen jedoch einige Reparaturen erforderlich sind;
die praktisch unbrauchbaren Bereiche, auch wenn das Muster teilweise realisiert ist: Diese Bereiche bedürfen einer radikalen Erneuerung;
Bereiche, in denen das Muster vollständig fehlt: Die Probleme bleiben ungelöst, bis das Muster erstellt ist.
Dies ist beispielhaft der Diagnoseplan des positiven Freiraummusters. Hier sehen wir vertreten:
positive Freiräume: Diese schaffen die richtige Balance zwischen geschlossen und offen. Damit ist das Problem gelöst und diese Bereiche müssen so belassen werden, wie sie sind;
Freiräume erfordern bestimmte Modifikationen, um perfekt zum Muster zu passen. Sie sind entweder zu geschlossen oder zu wenig. Sie sind jedoch in einem ausreichend guten Zustand, so dass eine angemessene Anordnung einiger Elemente (Bäume, Hecken, Mauern oder Gebäude) das Modell perfekt verwirklichen kann;
Freiräume, die viel drastischere Eingriffe erfordern. Diese Räume werden aufgrund von Schwierigkeiten verschiedener Art (Zugang, Lage usw.) wenig genutzt und ihre vollständige Umstrukturierung ist erforderlich; ihr Bestimmungsort könnte von neuem in Betracht gezogen werden;
die Bereiche des Campus, in denen das im Muster genannte Problem tatsächlich auftritt, dessen Lösung aber völlig fehlt; Bei diesen Bereichen handelt es sich überhaupt nicht um positive Freiräume.
Dieser Plan, mit begleitenden Anmerkungen,
definiert einen groben Entwicklungsgrund für Freiräume mit positivem Wert. Wenn die ersten Bereiche unverändert belassen, die zweiten leicht verbessert, die dritten komplett neu strukturiert und im vierten ganz neue positive Freiräume geschaffen werden, dann nach und nach die
Auf die gleiche Weise wird eine Reihe von 55 diagnostischen Pflanzen, eine für jedes der 55 Muster, die Entwicklungsgrundlage für das gesamte universitäre Umfeld definieren.
Diese Pflanzen allein reichen jedoch nicht aus. Um die Effizienz der Umwelt als Ganzes zu ermitteln, benötigen wir einen zusammengesetzten Plan, der den Plan der 55 Muster zusammenfasst. Dieser Plan enthält alles, was wir über den Zustand der Umwelt wissen, und die Benutzer können ihn leicht konsultieren, um Informationen für ihre Projekte zu erhalten. Schauen wir uns einen Ausschnitt dieses zusammengesetzten Plans der University of Oregon an.
Es weist darauf hin:
1) Orte, die relativ gut erhalten sind: zum Beispiel der freie Platz in der Mitte, weil er bereits heute effizient ist und daher unverändert bleiben muss;
1) Bereiche, die einfache Änderungen erfordern: zum Beispiel die hypothetische Straße, die von Norden nach Süden zwischen den Gebäuden verläuft; kleine Modifikationen genügen, um daraus eine echte „Universitätsstraße“ zu machen;
die toten und nicht nutzbaren Zonen: zum Beispiel die dreieckige Freifläche im Norden zwischen den beiden Hauptstraßen, weil sie völlig funktionslos ist;
Bereiche, die Muster erfordern: zum Beispiel Straßen, die Fahrradwege benötigen.
Kurz gesagt, der Plan schafft ein umfassendes Entwicklungsfeld für die Universitätsgemeinschaft.
Bei der Realisierung der zusammengesetzten Diagnose ist eines hervorzuheben: Sie lässt sich nicht vollständig aus den Pflanzen der Einzelmuster ableiten. Die Pläne der einzelnen Muster sind immer unvollständig und bieten bestenfalls eine ungefähre Analyse dessen, was in der Umgebung effizient ist und was nicht. Wenn wir versuchen, den zusammengesetzten Plan abzuleiten, indem wir uns eng an Musterpläne halten, werden wir feststellen, dass bestimmte Einsichten dazu führenгаге Die Umwelt ist „verloren“. Diese Einsichten können von den offensichtlichsten bis zu den tiefgreifendsten reichen. Wir wissen zum Beispiel, dass das Gebäude, in dem sich das Theater befindet, schlecht belüftet ist; Im Sommer sind die Studios unbenutzbar und müssen klimatisiert werden. Unter den angenommenen Mustern gibt es jedoch keines, das das Problem der Klimatisierung besonders betrifft. Beschränken wir uns auf den Musterplan, geht dieser Teil der Information verloren. Oder stellen Sie sich einen offenen Raum vor, der zwar alle Muster zu enthalten scheint, aber dennoch tot und kalt bleibt. Wir wissen, dass er etwas braucht, aber wir wissen nicht genau, was. Noch einmal, wenn wir uns auf die Musterpläne beschränken, werden wir dieses Gefühl verlieren.
Das Problem besteht nicht nur darin, Muster zu schaffen, um diese Intuitionen zu ersetzen – obwohl dies nützlich ist und getan werden sollte. Tatsache ist, dass es immer solche Intuitionen geben wird: Unsere Gefühle über die Lebendigkeit der Umwelt werden immer den derzeit angenommenen Mustern überlegen sein. Und wir müssen frei sein, diese Erkenntnisse in den Diagnoseplan einfließen zu lassen.
Auf den ersten Blick mag die Diagnose einem herkömmlichen Masterplan ähneln. Es gibt jedoch einen großen Unterschied. Der Masterplan informiert uns über das Richtige für die Zukunft. Die Diagnose informiert uns darüber, was jetzt in der aktuellen Situation falsch ist. Diagnose und ein herkömmlicher Masterplan unterscheiden sich auch stark in der Detailtiefe, die sie berücksichtigen. Da der Masterplan einen positiven Prozess aufzeigen soll, zeigt er nur wenige Details – nur grobe Umrisse dessen, was in einem bestimmten Bereich getan werden muss. Da die Diagnose nur zeigt, was nicht stimmt, kann sie kleinste Details untersuchen, um die Fehler zu lokalisieren: ein Sitzplatz, der im Schatten liegt, Blumen, auf denen herumgetrampelt wird, Wände, die eine Sicht versperren, die es zu bewahren gilt, ein Raum ein zu kleiner Weg, ein nicht ausreichend beleuchteter Weg - all diese Details lassen sich im sehr genau untersuchenDiagnose. Und noch einmal, durch die Prüfung all dieser Details lässt die Diagnose die Planer von Neubauten viel freier als der Masterplan, und dies, indem sie ihre Fantasie anregt, sie zu neuen Ideen für Reparaturen herausfordert. t arbeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Wir schließen mit einer historischen Anmerkung. Wir haben entdeckt, dass ein Prozess, der dem der Diagnose sehr ähnlich ist, eine wesentliche Rolle bei der Schaffung der Gesamtordnung in den Gemeinden des mittelalterlichen Italiens gespielt hat. John Larner betont in dem Buch Culture and Society in Italy 1290-1420' die Tatsache, dass der organische Charakter dieser Städte nicht das Ergebnis eines beiläufigen "instinktiven Sinns für die Korrelation von Formen" war. Im Gegenteil, Städte waren das Ergebnis eines wohldefinierten Planungsprozesses.
Der Prozess entwickelte sich nach "Dekreten" und "Gesetzen", die unseren Mustern sehr ähnlich waren, und der Grundriss der Stadt wurde jedes Jahr von einer Gruppe von Bürgern nach einem Verfahren überprüft, das unserer Diagnose sehr ähnlich war. Aufgabe dieser Bürgergruppe war es, weitere Projekte im Sinne der „Dekrete“ zu schaffen.
« In Siena umfassten die 1290 von den Superintendents of Circulation erlassenen Verordnungen etwa 300 Dekrete zur Stadtentwicklung. Mit diesen Dekreten wurde festgelegt, dass jedes Jahr Anfang Mai eine dem Generalrat verantwortliche Kommission die Stadt in jedem ihrer Verwaltungsbezirke inspizieren sollte. Dann sollten in der ersten oder zweiten Woche des Monats die Baupläne für das Folgejahr erstellt werden. Zum Beispiel hat diese Kommission am 10. Mai 1297 nicht weniger als 18 Gesetze verabschiedet. Davon betrafen drei die Arbeiten für die Kathedrale, zwei betrafen den Zustand der Privatpaläste, die um den zentralen Platz standen, zwei betrafen die Bögen, die die Straßen kreuzten, vier betrafen die Arbeiten
1 Kultur und Gesellschaft in Italien, 1290–1420, Charles Scribner’s Sons, New York 1971.
Brunnen und Latrinen sowie sieben Pläne zur Verbreiterung und Pflasterung der Straßen. Es bat auch um einen jährlichen Zuschuss von L. 4.000 für den Bau des Palazzo Comunale, um die Pläne für ein neues Baptisterium zu studieren und eine neue Kommission zur Überwachung von Wasser und Brunnen einzusetzen. Normalerweise waren die Leute, die in diesen Kommissionen dienten, keine Baufachleute, sondern normale Bürger. Dante war Mitglied der Florentiner Kommission und beteiligte sich an den Arbeiten zur Verbreiterung der Via San Procolo ».
Die notwendigen Schritte, um sicherzustellen, dass die Universität einen jährlichen Diagnoseprozess durchläuft, der einen zentralen Bestandteil des Planungsprozesses darstellt, werden durch das folgende Prinzip veranschaulicht:
Prinzip der Diagnose: Der gute Zustand des Ganzen wird durch eine jährliche Diagnose gesichert, die in jedem Moment des Lebens der Gemeinschaft detailliert aufzeigt, welche Bereiche vital und welche tot sind. Zu diesem Zweck erstellt der Planungsstab gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern der einzelnen Räume jährlich eine diagnostische Karte der gesamten Gemeinde; Dieser Plan wird nach einer Reihe öffentlicher Anhörungen offiziell vom Planungsrat angenommen und dann veröffentlicht und allen zur Verfügung gestellt, die ein Projekt starten möchten.
Dieses Prinzip wird durch die folgenden Angaben besser spezifiziert:
Das Planungsteam, das mit Menschen arbeitet, die individuelle Räume nutzen, erstellt jedes Jahr eine diagnostische Karte der gesamten Gemeinde.
Wir schlagen vor, dass die Mitarbeiter der Campusplanung die jährliche Zustandsdiagnose des Campus übernehmen. Diese Diagnose sollte aus einem großen Plan bestehen (möglicherweise in Abschnitte unterteilt), ergänzt durch separate Pläne für jedes angenommene Muster. Die Diagnose wird genauer, wenn das Personal sie mit Beiträgen der Gruppen erstelltvon Benutzern, die in jedem Bezirk des Campus eingerichtet sind. Sie kann auch die Entwicklung bestimmter Anlagenteile an interessierte Kreise auslagern. Die Verantwortung für den endgültigen Entwurf der Diagnose muss jedoch vom Personal übernommen werden.
Für das erste Jahr muss die gesamte Diagnose von Grund auf neu erstellt werden. Für die Folgejahre kann, da ein Großteil der Vorjahresdiagnose noch gültig ist, diese durch Modifikation und Anpassung der Vorjahresanlagen vorbereitet werden.
Dieser Plan wird nach einer Reihe öffentlicher Anhörungen offiziell vom Planungsrat angenommen und dann veröffentlicht und allen zur Verfügung gestellt, die ein Projekt starten möchten.
Die Jahresdiagnose wird vom Planungsstab dem Planungsrat vorgelegt und nach Diskussion und Prüfung offiziell verabschiedet. Da die Verabschiedung der Diagnose für die Liste der in diesem Jahr auszuführenden Bauten so wichtig sein wird, sollte dieses Treffen eine öffentlich bekannt gemachte Anhörung ins Auge fassen, bei der jedes Mitglied der Gemeinde Änderungen an den Plänen vorschlagen kann Diagnose.
Die angenommene Diagnose wird für die Gemeinschaft nützlicher sein, wenn sie offiziell veröffentlicht, in der Gemeinschaftszeitung gedruckt und an öffentlichen Orten ausgehängt wird, so dass jedes Mitglied der Universitätsgemeinschaft sie während ihrer normalen Tätigkeit auf dem Campus leicht sehen kann. Es besteht eine gute Chance, dass Menschen, die die Diagnose ständig vor Augen haben, der Umwelt, in der sie leben, mehr Aufmerksamkeit schenken. erkennt, dass es nicht so funktioniert, wie es sollte, und erfindet Projekte, um diese Funktionsmängel zu beheben.
Sechstes Kapitel Die Koordination
Wir müssen jedoch wiederholen und unterstreichen, was wir bereits in der Einleitung gesagt haben: nämlich, dass der Koordinierungsprozess unter den Bedingungen einer zentralisierten Budgetierung nicht der geeignetste Weg ist, um eine organische Ordnung in einer Gemeinschaft zu schaffen. Um es ausdrücklich auszudrücken, jeder zentralisierte Haushalt wird unweigerlich totalitäre Elemente enthalten. Die Frage, die in den beiden anderen Büchern der Reihe ausführlich diskutiert wird, ist, dass sich eine wirklich organische Ordnung nur unter Bedingungen entwickeln kann, in denen individuelles Handeln frei ist und durch gegenseitige Verantwortung koordiniert wird, und nicht durch Zwänge und Kontrollen.
Kurz gesagt glauben wir, dass die vollständige organische Ordnung, die wir anstreben, nur unter Bedingungen verwirklicht werden kann, in denen eine Form von verantwortlicher Anarchie herrscht, in der die Menschen frei bauen können, was sie wollen, und in ihrem eigenen Interesse stark ermutigt werden ., im Interesse der Bedürfnisse der übrigen Gemeinschaft zu handeln, ist aber nicht durch zentralisierte Steuer- oder Rechtskontrolle dazu gezwungen.
Offensichtlich können diese Bedingungen nicht bestehen, wenn es einen zentralisierten Haushalt gibt. Der Prozess, den wir jetzt de-
Wir werden schreiben und daher eher unzureichend, obwohl das Beste, was unter den nicht idealen Bedingungen, in denen es einen zentralisierten Haushalt gibt, umgesetzt werden kann.
Mit diesen Vorbehalten können wir das Prinzip der Koordinierung formulieren:
Das Prinzip der Koordination: schließlich das langsame Entstehen einer organischen Ordnung in der ganzen Sardinien, gewährleistet durch ein Enterium der Mittelzuweisung, das den Ablauf der einzelnen Projekte regelt, die von den Benutzern durchgeführt werden. Zu diesem Zweck wird jedes um eine Förderung konkurrierende Projekt dem Planungsrat auf einem Standardformular vorgelegt, das seine Beziehungen zu den derzeit angenommenen Mustern und Diagnosen darstellt; Projekte, die dem Rat in einem bestimmten Haushaltsjahr zur Finanzierung vorgelegt werden, werden vom Rat in einer offenen Sitzung priorisiert; In dieser Sitzung werden die Projekte auf der Grundlage ihrer Anpassungsfähigkeit an die von der Community angenommenen Muster und Diagnosen bewertet, wobei immer im Hinterkopf behalten wird, dass die Projekte in jeder Größenordnung umgesetzt werden und dass Projekte unterschiedlicher Größe nicht mit jedem konkurrieren können sonstige für die Mittelabtretung.
Wir werden zuerst die Details veranschaulichen, die dieses Prinzip besser spezifizieren, und dann werden wir dieses Kapitel und das Buch mit Beispielen abschließen, die veranschaulichen, wie dieses Prinzip in der Praxis dazu beiträgt, eine organische Ordnung in der Universitätsgemeinschaft hervorzubringen.
Jedes Projekt, das sich um eine Finanzierung bewirbt, wird dem Planungsrat auf einem Standardformular vorgelegt, das seine Beziehung zu den derzeit angenommenen Mustern und Diagnosen darstellt.
Um ein Projekt bei der Universität einzureichen, müssen die Mitglieder jeder Benutzergruppe ein Standardformular ausfüllen, das den Zweck des vorgestellten Projekts, seine Kosten, mögliche Finanzierungsquellen und ob es an alle Muster anpassbar ist oder nicht, erläutert Diagnosen offiziell angenommen. Das
Verfahren muss für alle Projekte eingehalten werden, unabhängig von ihren Kosten oder Finanzierungsquellen.
Obwohl dieses Verfahren etwas bürokratisch erscheinen mag, halten wir es für wesentlich, dass alle Projekte, gleich welcher Art, auf demselben Formular zur Genehmigung und Finanzierung eingereicht werden, damit die Planungsratsmitglieder die verschiedenen Projekte analysieren können, indem sie sie mit den angebotenen Kriterien vergleichen durch die angenommenen Muster und Diagnosen; und können diese unvoreingenommen miteinander vergleichen.
Planungsausschuss der Universität
PROJEKT-FRÄSFORMULAR
Faksimile
PROJEKTTITEL:
GRUPPE VON BENUTZERN (einschließlich des Namens der technischen Gruppe, 11 Namen und der Kategorien von Benutzern, die sie vertreten).
DATUM: 10 Besteuerung 1971
GRUNDPROBLEM: Welches Problem beabsichtigt die Gruppe zu lösen?
VORSCHLAG: Geben Sie einen Überblick über das vorgeschlagene Projekt. Wo sollte своего platziert werden? Ist dies ein neues Wachstumsreparaturprojekt? Wie hängt es mit oontoeto zusammen? Fügen Sie eine Zeichnung mit dem Propoeten bei.
PATTBRN3: Revolutionen des Projekts und seine Beziehungen zeigen! oon 1 von der Universität übernommene Muster.
DIAGNOSE: Wie bezieht sich das Projekt auf die aktuellen diagnostischen Anlagen? vor allem, wie es hilft, die umliegenden Gebiete zu verbessern.
KOSTEN: Welches ist der 11. Abschnitt des Projekts?
6»FINANZIERUNG * Welche Finanzierungsquellen schlagen Sie vor?
Derzeit gehen an der University of Oregon viele „kleinere“ Projekte nicht durch den Campus-Planungsausschuss – da dieser auf interne Instandhaltungsfonds oder Wohnungsfonds oder andere Sonderfonds angewiesen ist. Wie wir jedoch insbesondere in den Kapiteln über das Wachstum in Teilen und in dem der Diagnose betont haben, trägt gerade diese Vielzahl kleiner lokaler Projekte mehr als alles andere dazu bei, eine organische Ordnung in der Gemeinschaft zu schaffen. Wenn diese kleinen Projekte aufhören, den Beitrag zu leisten, den sie für die Umwelt leisten können, wie es in den angenommenen Mustern festgelegt ist, wird es sehr unwahrscheinlich sein, dass die verbleibenden größeren Projekte in der Lage sein werden, von sich aus eine organische Ordnung zu schaffen.
Projekte, die dem Rat in einem bestimmten Haushaltsjahr zur Finanzierung vorgelegt werden, werden vom Rat in einer offenen Sitzung priorisiert.
Der Planungsrat wird in einer bestimmten Budgetperiode alle eingereichten Projekte in der oben beschriebenen Form zusammenführen und für die Förderung priorisieren. Die Fristen für die Einreichung von Vorschlägen und das Datum der Sitzung für die Vergabe von Fördermitteln müssen gut bekannt gemacht werden. Wir sind der Meinung, dass der Vorstand zunächst am Tisch arbeiten sollte, um eine vorläufige Prioritätsordnung vorzubereiten, und diese dann in einer Sitzung vorstellen sollte
Öffentlichkeit, in der diejenigen, die die verschiedenen Projekte einreichen oder ablehnen, die Möglichkeit haben, diese vorläufige Rangfolge anzufechten. Schließlich muss der Planungsrat nach Diskussion und Anfechtung die endgültige Reihenfolge der Prioritäten festlegen, wiederum in einer offenen Sitzung.
In dieser Sitzung werden Projekte auf der Grundlage ihrer Anpassungsfähigkeit an die von der Gemeinschaft angenommenen Muster und Diagnosen bewertet, wobei immer das Verständnis gilt, dass Projekte in allen Größenordnungen umgesetzt werden und dass Projekte unterschiedlicher Größe nicht miteinander konkurrieren können 1 Mittelzuweisung.
Die Kriterien, nach denen Projekte beurteilt werden, sind die Sprache der Muster und die diagnostische Landkarte der Gemeinschaft. Tatsächlich hat der Planungsrat die Aufgabe, diejenigen Projekte zu priorisieren, die am meisten zur Verwirklichung der angenommenen Muster beitragen, und die durch den Diagnoseprozess festgestellten Mängel zu beheben. Da mit diesem Thema verbundene Fragen andererseits subjektiven Interpretationen und der Klugheit des Urteils unterliegen, glauben wir, dass diese Sitzungen offen sein müssen, damit die Öffentlichkeit an der Debatte teilnehmen, ihre Argumente präsentieren und Ihre Zustimmung demonstrieren kann oder Ablehnung von Vorstandsentscheidungen.
Natürlich müssen Projekte nach dem Prinzip des partiellen Wachstums beurteilt werden. Zu diesem Zweck schlagen wir vor, Projekte nur mit solchen vergleichbarer Größenordnung zu vergleichen. Mit anderen Worten, es wird mehrere Prioritätenlisten geben, eine für jede Haushaltskategorie; ein bestimmter Vorschlag konkurriert nur mit anderen Vorschlägen in derselben Budgetkategorie um die Finanzierung; und es ist klar, dass jedes Jahr einige Projekte für jede Kategorie finanziert werden.
Eine dieser Prioritätenlisten – kleinere Projekte (weniger als 1.000 US-Dollar) – muss möglicherweise mehr als einmal im Jahr abgeschlossen werden
um sicherzustellen, dass die Leute mit kleinen Projekten weitermachen können, solange ihr Enthusiasmus anhält – und der Vorstand sollte sich bereit erklären, die Projekte durchzugehen, um diese Liste sehr schnell zu erstellen, da sie zahlreich sein werden und es unmöglich sein wird, sie alle im Detail zu analysieren . Das bedeutet zum Beispiel, dass ein Fakultätsmitglied, das beschließt, sein Büro zu renovieren – ein Fenster in einer Wand zu öffnen, eine Terrasse oder einen Balkon zu bauen, einen Garten für kleine Seminare anzulegen, alles für 500 US-Dollar – die benötigten Mittel mit einem Minimum von bekommen könnte Verfahrensschwierigkeiten: Wenn diese winzigen Projekte der einmal jährlich stattfindenden offiziellen Prüfung unterzogen würden, würden sie sicherlich ihrer Spontaneität beraubt werden – der Hauptqualität, die sie besitzen.
Das Koordinierungsprinzip ist das letzte der sechs Prinzipien, die wir vorschlagen. In gewissem Sinne fasst das sechste Prinzip die anderen fünf zusammen und liefert die endgültigen administrativen Details, die für die Entwicklung einer organischen Umgebung erforderlich sind. II- Wir werden nun anhand von Beispielen den Wirkungsmechanismus der sechs Prinzipien veranschaulichen. Wir werden zunächst ein einzelnes Projekt veranschaulichen und dann die Wirkung von Hunderten von Einzelprojekten hypothetisieren, die sich in den nächsten dreißig Jahren gemeinsam entwickeln werden. Wie wir sehen werden, wird das koordinierte Handeln von Hunderten von Projekten, die von den sechs Prinzipien geleitet werden, fast zwangsläufig dafür sorgen, dass sich die Universitätsgemeinschaft im Laufe der Jahre zu einem Zustand immer vollkommenerer Integrität entwickelt.
Um ein einzelnes Projekt zu veranschaulichen, haben wir ein Gebäude für Verwaltungsdienste ausgewählt. Verwaltungsdienste sind derzeit (1975) fast ausschließlich in einem alten Holzgebäude - Emerald Hall - konzentriert. Das Gebäude verfiel und wurde sich selbst überlassen; ganze Teile können nicht mehr repariert werden. Platzmangel: Einige Dienste haben nicht genug Platz, um gut zu funktionieren. Darüber hinaus werden einige funktionale Verbindungen nicht respektiert: Dienste sind schlecht miteinander korreliert, und viele sind schlecht mit den Teilen der Gemeinschaft korreliert, denen sie dienen. Im-
insgesamt besteht in der universitätsgemeinschaft ein starker bedarf an einem neubau für die verwaltung.
Stellen wir uns vor, dass die Verwaltungsmitarbeiter ein Designteam bilden, um ein Projekt zu starten.
Aufgabe des Planungsteams wird es sein, einen groben Vorschlag für ein Verwaltungsgebäude zu erarbeiten, den es anschließend dem Hochschulplanungsrat vorlegen kann. Der erste Schritt ist die genaue Bestandsaufnahme, die Begutachtung des Gebäudes und die Diagnosepläne des Jahres. Das Ergebnis dieser Prüfung wird ein Projektplan sein: eine Beschreibung des Flächenbedarfs, der Bestimmung der Flächen sowie eine Angabe, welche Teile des Bestands zu erhalten und zu restaurieren sind und welche Teile rekonstruiert werden.
Anhand des Zeitplans als Bezugspunkt entwirft das Team dann ein Projekt. Die Muster werden einzeln betrachtet und auf den Ort angewendet; das Projekt entwickelt sich schrittweise mit Hilfe des Planungsstabs; Das Team erstellt eine Reihe von Skizzen, um Designentscheidungen aufzuzeichnen. Der endgültige Entwurf – der schematische Entwurf – umfasst einen Entwurf für die Instandsetzung und Verbesserung des alten Gebäudes und des umliegenden Geländes sowie einen Entwurf für den Neubau. Dieser Vorschlag wird dann dem Planungsrat vorgelegt.
Um den Antrag mit anderen Projekten der gleichen Größenordnung vergleichbar zu machen und sicherzustellen, dass die Muster und diagnostischen Pflanzen ernsthaft berücksichtigt wurden, sollte der Antrag auf dem oben beschriebenen Standardformular eingereicht werden.
Dies ist ein Faksimile dieses Formulars, wie es von einer Benutzergruppe für das Projekt Verwaltungsdienste ausgefüllt wurde.
PROJEKTPRÄSENTATIONSFORMULARFaksimile
BENUTZERGRUPPE (geben Sie den Namen des Designteams, Namen und Kategorien der Benutzer an, die sie vertreten): Wir haben ein siebenköpfiges Designteam» Joe Smith usw. Fünf sind Verwaltungsangestellte, die restlichen zwei sind ein Student und ein Mitglied des Campus-Planungsbüros. Bei der Ausarbeitung des Projekts beabsichtigen wir, 1 Korapit nach 1 Gruppen entsprechender Interessen aufzuteilen.
DATUM: 10. Mai 1971.
Reichen Sie Ihre Projektvorschläge auf maximal fünf Seiten ein, die diesem Fax zugeordnet sind, und erstellen Sie Ihre Projektbeschreibung in dieser Reihenfolge:
GRUNDPROBLEM: Welches Problem will die Gruppe lösen?
VORSCHLAG: Geben Sie eine zusammenfassende Beschreibung des vorgeschlagenen Projekts. Wo soll es platziert werden? Ist das ein Reparaturprojekt, ein neues Wachstum? Wie hängt es mit dem Kontext zusammen? Fügen Sie ein Diagramm bei, das den Vorschlag zusammenfasst.
MUSTER: Zeigen Sie die Entwicklung des Projekts und seine Beziehungen zu den von der Universität übernommenen Mustern,
DIAGNOSE: wie das Projekt auf aktuelle Diagnosepläne reagiert; vor allem, wie es hilft, die umliegenden Gebiete zu verbessern.
5« C03TI: Wie hoch sind die geschätzten Kosten des Projekts?
6. FINANZIERUNG Welche Finanzierungsquellen schlagen Sie vor?
1
Instandsetzung bestehender Räumlichkeiten: Die derzeitigen Räumlichkeiten sind dringend sanierungsbedürftig; Ungefähr die Hälfte des Emerald-Komplexes wurde vom Universitätsarchitekten für „nicht reparabel“ erklärt; es wäre daher notwendig, es durch eine neue Konstruktion zu ersetzen.
Organisation der aktuellen Loalls: Dienste mit gegenseitigen Wechselbeziehungen sind nicht gut organisiert; und gemeindeorientierte Dienstleistungen sind weit entfernt von den Zentren gemeinschaftlicher Aktivitäten.
Wachstum: Den Diensten fehlt es im Vergleich zu den Standards an Platz. Daher umfasst das Projekt neben der Instandsetzung, dem Ersatz und der Neuordnung der Flächen auch einen Bebauungsplan.
PR0P03TE: Wir schlagen vor, die Südhälfte der Emerald Hall zu renovieren und die Nordhälfte durch neue Gebäude zu ersetzen. Neue Gebäude können in drei Phasen in Form kleiner Gebäude errichtet werden, die entlang der 13th Street zwischen Erb und Emerald von Ost nach West verlaufen. Die Gebäude sind im zweiten Stock durch Arkaden miteinander verbunden. Im Erdgeschoss entlang der Straße erfüllen die Geschäfte die Bedürfnisse der Gemeinschaft. Hinter der Straße öffnen sich die Gebäude zu Freiflächen, einer Rasenfläche im Süden oder einem Platz im Norden. Am westlichen Ende endet die Straße und schmiedet einen kleinen Platz, auf dem die Gebäude von Scionze oder dem 11 Student Center stehen. Die folgende Zeichnung fasst unsere Vorschläge zusammen.
MUSTER: Die folgenden Muster haben bei der Gestaltung unseres Vorschlags eine wesentliche Rolle gespielt. ünlveeith-Straßen, Aktivitätszentren, Uan-Gebäude, kleine unbürokratische Dienstleistungen, kleine Studentenzentren, kleine Parkplätze, Verkehrszentren und Portl«
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| Unser Vorschlag verbessert den Bereich wie folgt: ab
Wir haben eine Verlängerung der Universitätsstraße, genannt 13. Straße, ermöglicht; wir halfen bei der Vervollständigung der Grünflächen: Carson Quad und Piazza delle Scienze; Wir haben einen kleinen Platz neben dem Studentenzentrum geschaffen, der einen Treffpunkt in der Gegend schaffen wird
; n / A; und schließlich haben wir die Renovierung des Emerald-Gebäudes mit 2.000 Quadratfuß Terrassen im Plan vorweggenommen
Studentenarbeitsplatz und den Platz, der für eine kleine studentische Bücherbibliothek benötigt wird,
Wir haben eine Möglichkeit, in unser Projekt alle Muster aufzunehmen, die der Rat für angemessen hält: Wohnort und Lerngürtel (z. B. Studenten Caaa); Parken 9 %; und auf der Nordseite der Straße Freiräume Ausstellung am Mittag.
Wohnsitz- und Lerngürtel: Das Projekt ist teilweise an der Wachstumsgrenze angelangt, also mussten wir es In vnrie faei machen. Darüber hinaus glauben wir, dass dieser Teil der Universität mit dem nahe gelegenen Carson-Wohnheim, das teilweise noch als Studentenunterkunft genutzt wird, über eine ausreichende Anzahl von Wohnheimen verfügt.
Parken Wir haben keine Parkplätze aus dem Gebiet geräumt und zwei kleine Parkplätze im Osten angelegt.
I Da die Parkkommission die festlegt
ausgewiesene Parkflächen, in jedem Sektor des Campus, halten wir es für angebracht, für ein Projekt dieses Siegels ein Projekt für größere Parkplätze einzuführen.
Freiräume öffnen mittags: Nur die Bebauung im Norden widerspricht diesem Muster. Da diese Gebäude jedoch dazu beitragen, den Charakter des Wissenschaftskomplexes zu schärfen und zu verbessern, und da die Südseite zu Nutzflächen umgebaut wurde, wirkt unser Entwurf glitzernd.
KOSTEN1 Das gesamte Projekt, so wie wir es konzipiert haben, bietet eine Bruttofläche von 59.200 Quadratfuß: Die ungefähren Kosten des Projekts, einschließlich Reparaturen an der Emerald Hall, würden 1.600.000 $ betragen,
PINANZIAHENTO: Wir schlagen vor, dass 11 Geld vom Generalteich bereitgestellt werden.
Wir veranschaulichen nun eine Hypothese der Struktur der gesamten Gemeinschaft der University of Oregon, die entwickelt werden könnte
in den nächsten dreißig Jahren. Die Hypothese zeigt, dass sich Hunderte von Projekten ansammeln, einige von derselben Größenordnung wie das Projekt für Verwaltungsdienste, einige etwas größer und die meisten von kleinerem Maßstab. Alle Projekte sind weitgehend kompatibel mit den Mustern und Diagnosen, die im Laufe dieser dreißig Jahre gemacht werden können.
Natürlich sollen diese Projekte keinen konkreten Plan für die University of Oregon darstellen. Wie wir immer wieder wiederholt haben, wollen wir das unbedingt vermeiden.
auf einen Zukunftsplan zurückzugreifen, der festlegt: „Wie die Universität im Jahr 2000 organisiert werden soll“.
Der aktuelle Campus
entwickeln, weil der Entwicklungsprozess von Mustern und Diagnoseplänen bestimmt wird, die sich ständig ändern, um den neuen Bedingungen und neuen Interpretationen verschiedener Designteams und verschiedener Planungsgremien gerecht zu werden.
Versuchen Sie, die genaue Umgebung der Universität im Jahr 2000 zu ermitteln und zu versuchen, eine exakte Darstellung einer Eiche zu geben – stellen Sie die Anordnung ihrer Äste, die genaue Breite und Form ihres Stammes im Voraus fest, wenn die Eichel beginnt zu sprießen. Eine solche Vorhersage ist unmöglich. Wir können höchstens Eichen berücksichtigen, die unter ähnlichen Bedingungen gewachsen sind. Daraus werden wir eine Vorstellung, sicherlich nicht die genaue Darstellung, ableiten können, wie unsere Eiche werden könnte. Dies und was wir versucht haben für die Uni-
Entwicklung in den 70er Jahren
Entwicklung in den 70er Jahren. Hier stellen wir uns vor, dass der Franklin Boulevard auf die Eisenbahn verlegt wurde, um den gesamten Campus innerhalb einer Nahverkehrszone zu verbinden. Man kann den Beginn einer Fußgängerzone sehen, die von der 13. Straße, den Universitätsstraßen in der südwestlichen Ecke des Campus und dem Wohnheimsektor im westlichen Teil gebildet wird. Außenräume nehmen allmählich Gestalt an
Entwicklung in den 20er Jahren SO
• 800.000 Quadratfuß entsprechen ungefähr 75.000 Quadratmetern.
Entwicklung in den 80er Jahren. Wir zeigen hier eine Fortsetzung der Trends, die in den 1970er Jahren festgestellt wurden: Die Entwicklung der 13th Street als Fußgängerzone ging weiter, und die University Streets konsolidierten sich. Immer mehr Universitätserweiterungen entwickeln sich in die Stadt hinein, und viele privat geführte Geschäfte und Cafés verteilen sich entlang der Straßen der Universität.
Entwicklung in den 90er Jahren
Entwicklung in den 90er Jahren. Hier zeigen wir den Campus, wie er um die Jahrhundertwende ausgesehen haben könnte. Die Arkaden bilden nun ebenso wie die Fahrradwege ein nahezu durchgängiges System. Der Campus ist völlig frei von Durchgangsverkehr. Weitere Forschungszentren, mehr Büros und mehr Klassenzimmer wurden hinzugefügt. In der Nähe der Mühle wurde eine dritte Studentenwohngemeinschaft errichtet. Die Fußgängerzone an der 13. Straße und die anderen Straßen der Universität sind sehr entwickelt. Pergolen, Türen und Veranden vervollständigen viele der offenen Räume.
In der Folge von drei Zeichnungen sehen wir, wie sich langsam die organische Ordnung herausbildet. Bestimmte morphologische Konfigurationen wiederholen sich – die Universitätsstraßen, die sich zu den Rasenflächen öffnen, die Stadt, die die Universität durchdringt, die kleinen zwei- oder dreistöckigen Gebäude mit öffentlichen Zugängen und verbindenden Arkaden, die verstreuten Sport- und Begegnungszentren auf dem Campus. Dennoch treten diese morphologischen Konfigurationen, obwohl sie wiederkehren, in neuen Formen und Varianten auf; jeder Winkel der Gemeinde hat seinen eigenen Charakter, jeder Rasen und jedes Gebäude ist einzigartig. Die Vielfalt ist unendlich, aber geordnet. Dies ist sicherlich nicht die Reihenfolge des Masterplans: Die Entwicklung wurde zuvor nicht festgelegt; es folgt keinem vorgegebenen Muster; hier besteht eine unmittelbare Entsprechung zwischen den verschiedenen Teilen.
Um endgültig zu verdeutlichen, dass es dieser Prozess und nicht ein vorgefertigter Plan ist, der zu einer organischen Ordnung führt, untersuchen wir einen Teil der Zeichnung und zeigen, wie sich seine Details je nach den Gegebenheiten des Ortes ändern können.
Entwicklung entsprechend dem Projekt für Verwaltungsdienstleistungen
Betrachten wir das Projekt für Verwaltungsdienstleistungen, das wir zu Beginn dieses Kapitels als Beispiel genommen haben und das in unserer ersten Hypothese als eines der imaginären Projekte erscheint, die in den 1970er Jahren durchgeführt wurden. Die Gebäude, die später im Laufe der dreißig Jahre gebaut werden, werden sich an seine Morphologie anpassen.
Die Studentenwohnheim-Erweiterung schafft einen Treffpunkt am Beginn der „Verwaltungsstraße“, die Kindertagesstätte bildet mit der „Rückseite“ eines der Wirtschaftsgebäude einen Hof, beide Gebäude werden durch einen nach Osten begrenzten Beitrag ergänzt große Wiese. Sobald die Verwaltungsgebäude gebaut sind, werden sich die später zu bauenden Projekte daran anpassen und dazu beitragen, die umliegenden Orte zu verbessern. .
Entwicklung in Ermangelung des Projekts für Verwaltungsdienstleistungen
Insbesondere stellen wir uns vor, dass das Projekt zur Reparatur und Erweiterung der Studentengemeinschaft vor dem Projekt der Verwaltungsdienste stattfindet. In diesem Fall können sich die neuen Gebäude für die Studentengemeinde frei an den Versammlungsort anpassen, der sich westlich der bestehenden Studentengemeinde befinden könnte, und die von Norden nach Süden verlaufende Straße in die Straße der Universität verwandeln und die verlassen Eine intakte Ehe verläuft von Ost nach West. Selbst
das Projekt für die Verwaltungsdienste fehlt, dieses Projekt passt sich der Konfiguration der vorhandenen Landschaft an und nimmt daher eine völlig andere Konfiguration an.
Ist dieses Projekt umgesetzt, muss sich die folgende Bebauung darauf einstellen: Weiterentwicklung der Universitätsstraße, Belassen der von Ost nach West verlaufenden Zufahrtsstraße etc. Die Auswirkungen werden unterschiedlich sein, und im Laufe der Jahre wird diese einfache Änderung eine Umgebung schaffen, deren Konfiguration im Detail völlig anders sein wird als die Konfiguration, die wir für diesen Bereich angenommen haben, auch wenn sie immer ein Produkt derselben allgemeinen Morphologie ist.
Unser Standpunkt ist jetzt klar. Die genaue Reihenfolge, die sich aus der schrittweisen Koordination der Hunderte von Projekten nach Teilen ergibt, kann nicht im Voraus vorhergesagt werden; es kann nur langsam in einer Gemeinschaft entstehen, die Muster teilt, der Diagnose folgt und Verantwortung für ihre Projekte und Pläne übernimmt.
Ein genauer Plan für die University of Oregon kann im Voraus nicht erstellt werden. Wenn es ein offener und organischer Plan sein soll, muss er notwendigerweise aus den Händen der Gemeinschaft selbst entstehen.
Viele der für dieses Buch ausgewählten Fotografien stammen aus indirekten Quellen. In jedem Fall haben wir versucht, den Urheber zu identifizieren und seine Rechte anzuerkennen. In einigen Fällen blieb der Autor jedoch unbekannt. In diesen Fällen entschuldigen wir uns für das Versäumnis und hoffen, dass wir niemanden beleidigt haben.
fertig gedruckt
VON SERVOPRESSA, ROM
JUNI 1977