# Es wurde kein Yard Land übrig gelassen DAS DOMESDAY-BUCH (1086) **IM ZUSAMMENHANG** FOKUS **Landbesitz** VOR 1066 Wilhelm von der Normandie erobert England. 1069–1070 Im „Harrying of the North“ schlägt Wilhelm einen Aufstand nieder und es kommt zu groß angelegten Landbeschlagnahmungen. NACH 1166 Heinrich II. weist seine Oberpächter an, die Cartae Baronum zu erstellen, eine neue Liste der Ländereien, die sich im Besitz der derzeitigen Oberpächter und ihrer Unterpächter befinden. 1334 Die Pächter der Welsh Marches behaupten, dass die Marches nicht der englischen Steuer unterliegen, weil sie im Domesday Book als „in Wales“ beschrieben werden. 1977 Ancient Demesne Courts, die auf der Grundlage des königlichen Landbesitzes im Domesday Book entschieden, werden abgeschafft, außer als zeremonielle Gremien. N ach seiner Invasion in England im Jahr 1066 besuchte Wilhelm der Eroberer, der heutige König Wilhelm I., häufig sein Heimatherzogtum Normandie und hinterließ in seiner Abwesenheit Writs (schriftliche Anweisungen). Allerdings war der umfassende Wechsel des Landbesitzes, der auf die Eroberung folgte, nicht gut dokumentiert, was zu einem rechtlichen und administrativen Chaos führte. William wünschte sich einen ausführlicheren Überblick über seine neue königliche Herrschaft (Grundbesitz) in England und musste – da er dringend Geld brauchte – den Gesamtertrag der Pachtzinsen ermitteln. **Zusammenstellen von Domesday** Im Dezember 1085 sandte der König Beauftragte aus, um festzustellen, wem die einzelnen Ländereien gehörten und welchen Produktionswert sie hatten (sogar bis hin zur Anzahl der Enten auf dem Land). In jedem Gebiet berichtete eine vereidigte Jury aus örtlichen Grundbesitzern und Dorfbewohnern den Kommissaren. Die Ergebnisse wurden dann in Zusammenfassungen zusammengefasst und an den Westminster Palace zurückgegeben. Dort wurden sie im Jahr 1086 zum ersten Entwurf dessen zusammengefügt, was wir heute als Domesday Book kennen. (Das Buch war so verbindlich wie der christliche Jüngste Tag oder „Weltuntergang“.) William starb 1087, bevor er die Domesday-Volkszählung einsetzte, die jedoch von großem Wert war. Nahezu ganz England war administrativ kartiert und Herrschaft und Landbesitz waren nun untrennbar miteinander verbunden, was die neue politische Struktur widerspiegelte. **Das Land des Königs** Vor der normannischen Eroberung ging das englische Eigentumsrecht davon aus, dass das Land keinen einzigen Eigentümer, beispielsweise einen König, hatte. So war es Einzelpersonen möglich gewesen, ein Grundstück zu besitzen >